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Know-How

Darf's ein bisschen Meer sein?

22. September 2010 von Roland Krams, Norbert Erdmann

Welches Seekajak hätten's denn gern? Diese Frage klärt das KANU MAGAZIN in Ausgabe 5/2010 in einer ausführlichen Kaufberatung. Als Zusatzinfo gibt's hier Hintergrundwissen zu den Marken und ihren Machern sowie einen Händler- und Kanuschul-Überblick für Deutschland.

Die Boote zu den Machern: In KANU 5/2010 gibt's die Kurzporträts zu 18 Modellen.

Ein eigenes Seekajak (besser drei) stößt das Tor zur Freiheit des Küstenwanderns und Inselhüpfens, des Campierens an einsamen Stränden und des Surfens in der Brandung auf. Das Erlebnis, auf eigenem Kiel und mit eigener Kraft Reviere zu erkunden, die mit keinem anderen Fahrzeug oder zu Fuß erreichbar sind, ist einzigartig. Allein es fehlt das perfekte Fahrzeug. In Ausgabe 5/2010 des KANU MAGAZINS haben wir eine umfassende Kaufberatung zusammen gestellt. In Kooperation mit www.kayak4you wurde in Riembs bei Rügen zwei Tage lang einer  breiten Auswahl an Seekajaks auf den Kiel gefühlt. 18 Modelle, sozusagen die Meister aller Seekajak-Klassen, Spielboote, Allrounder, Expeditionsboote und Meilenfresser, stellen wir in Kurzporträts vor. Als zusätzliches OnlinePLUS hat KANU-Autor Roland Krams unten die Historie aller marktrelevanten Hersteller zusammengetragen.

Regen auf Rügen - Salzwasser-Ausfahrt der KANU-Redaktion

Seekajak-Marken und ihre Macher

In keiner Sparte des Kanusports tummeln sich derart viele kleine Unternehmen. Und deren Designer erzielen auf dem Transfermarkt Höchstsummen. Na ja, zumindest fast...

Valley Canoe Products

Gegründet 1970 von Frank Goodman, neben Derek Hutchinson damals eine der Leitfiguren der britischen Seekajak-Szene. Erstes Boot: Anas Acuta, für den ein Original-Jagdkajak aus einem englischen Museum Modell stand. 1974 folgte der mittlerweile legendäre Nordkapp, der es nach der ersten Australien-Umrundung 1981 durch Paul Caffyn als einziges Paddelboot ins britische Seefahrt-Museum in Greenwich schaffte.

Weitere Infos: www.valleyseakayaks.com

P + H Company

Wurde bereits 1968 gegründet, als der abendländische Seekajaksport noch in den Kinderschuhen steckte. P + H war bei der Entwicklung moderner Seekajaks von Anfang an vorne mit dabei. Chefdesigner Derek Hutchinson schuf so bekannte Modelle wie den Icefloe, den Dawn Treader und den Orion. In Deutschland wird P + H (»pi-änt-ejtsch«) gern mit Pietsch + Hansen verwechselt, einer kleinen, aber ebenso feinen Kajakmanufaktur in Nordfriesland.

Weitere Infos: www.phseakayaks.com

North Shore

Neben Valley und P+H zählt North Shore zu den drei großen Seekajak-Companies in England. Gegründet 1982 von Richard Agar und Mike Nelson, genießt North Shore ein eher konservatives Image. Anhaltenden Erfolg hat North Shore mit dem Shoreline und dem Calypso, die auch in Frankreich und Italien in Lizenz gefertigt werden und aus denen der neue, vorzügliche Atlantic PE entwickelt wurde.

Weitere Infos: www.northshoreseakayaks.com

Kirton Kayaks

British we are, British we stay! Gegründet 1966, zählt auch Kirton zu den Pionieren des englischen Seekajaksports, der den ganzen Kontinent beeinflusste. Bekanntestes Modell ist der Dauerbrenner Inuk, der Vater aller tourentauglichen Renn-Seekajaks (siehe Test in KANU 03/2010), der nach seinem Erscheinen Marathons in Serie gewann und mit dem auch heute noch nicht zu spaßen ist. Wie Valley Nordkapp und Francesconi Esplora ist der Inuk eine feste Größe unter den High-Performance-Seekajaks.

Weitere Infos: www.kirtonkayaks.co.uk

Tiderace

Avantgardistischer Kajakproduzent aus Wales. Was Riot für die Wildwasser-Szene ist, ist Tiderace für die Seekajak-Kultur. Die Entwürfe von Tiderace-Mastermind Aled Williams sind speziell designed für das spaßbetonte, technisch anspruchsvolle Fahren in Brandungszonen und turbulenten Gezeitenströmen.

Weitere Infos: www.tideraceseakayaks.com

Nigel Dennis Kayaks

Gegründet 1993 von Nigel Dennis, dem 1980 zusammen mit Paul Caffyn (NZ) die erste komplette Umfahrung von Großbritannien gelang. Als einer der ersten führte NDK das Keyhole-Cockpit (Luke mind. cm) und die Tagesluke bei Seekajaks ein.

Weitere Infos: www.seakayakinguk.com

Tahe Marine

Baltischer Kajakbauer mit Sitz und Produktion in Estland. Fertigt seit 1989 Kajaks, anfänglich in der Hauptsache Auftragsarbeiten für diverse skandinavische Labels. Seit der engen Zusammenarbeit mit dem schwedischen Design-Virtuosen Johan Wirsen mischt Tahe fröhlich den europäischen und den US-Markt auf. Bekanntestes Modell ist der Greenland, der bei Puristen einschlug wie ein Komet.

Weitere Infos: www.tahemarine.com

Seabird Designs

Norwegisches Seekajak-Label, das in China produzieren lässt und interessante Modelle zu unschlagbar günstigen Preisen anbietet.

Weitere Infos: www.seabirddesigns.com

Welhonpesä

Die finnische Firma mit dem Namen, dessen korrekte Aussprache etwas geübt werden muss, baut seit 30 Jahren Seekajaks in Heavy-Duty-Qualität. Welhonpesä ist Spezialist für Unter-und Übergrößen, nicht nur, was die Länge der Boote betrifft, sondern auch die Statur des Fahrers.

Weitere Infos: www.nettilinja.fi/~welho1/eng/index.html

Lettmann

Klaus Lettmann und Familie widmet sich seit ca. 1968 der Entwicklung hochwertiger, laminierter Touren- und Seekajaks. Der Nordstern ist neben Pietschs Habel das bekannteste Seekajak aus deutscher Produktion. Beide Firmen erwarben sich bleibende Verdienste durch die Entwicklung ihrer im Rumpf integrierten Einzieh-Steuer, bei denen die Funktionen von Trimmflosse (»Skeg«) und Ruder vereint sind.

Weitere Infos: www.lettmann.de

Prijon

Deutsches Familienunternehmen mit Sitz in Rosenheim. Toni Prijon sen. begann 1958 mit der Herstellung von Holzpaddeln für den Wildwasser-Slalomsport und war Anfang der 60er Jahre einer der ersten, der GFK im Kajakbau einführte. Seit Mitte der 90er wird das Sortiment von Wander-und Seekajaks ständig erweitert und überarbeitet. Das bekannteste Modell ist der Seayak, das erste Seekajak aus dem nahezu unverwüstbaren, druckgeblasenen HTP.

Weitere Infos: www.prijon.de

Francesconi

Firmengründer Enrico Francesconi war ein typisch italienischer Designer, dem die Eleganz seiner Entwürfe ebenso am Herzen lag wie deren Funktionalität. Mit seinen futuristischen Squirtbooten und extravaganten Seekajaks war er seiner Zeit um Jahre voraus. Sein ESPLORA zählt zu den wenigen Evergreens auf dem Seekajakmarkt und wird heute bei CS-Canoe in Lizenz gebaut.

Current Designs

Die Edelmarke aus Kanada wurde 1982 von Brian Henry gegründet und produziert heute ca. 40 verschiedene Modelle vom Kurzwanderboot bis zum 6,5 Meter langen Seekajak-Zweier. Enge Zusammenarbeit mit so renommierten Bootsdesignern wie Derek Hutchinson, Nigel Foster und Dave Kruger. Die Verarbeitungsqualität bei C.D. bewegt sich auf höchstem Niveau, die Preise ebenso.

Weitere Infos: www.cdkayak.com

Necky

Mike Neckar, der Mitte der 70er Jahre in Kanada Necky gründete, wird mit einem Kommentar zu einem seiner eigenen Boote oft zitiert: Mit »it looks ugly, but it works« charakterisierte er den Amaruk, jahrelang ein überaus erfolgreiches Zweier-Seekajak (das mit der Flugzeugträger-Schnauze). Necky-Kajaks sind bekannt für ihre Gutmütigkeit und ihre zweckmäßige Ausstattung.

Weitere Infos: www.neckykayaks.com

Wilderness Systems

Gegründet 1986, erwarb sich WS besondere Verdienste bei der Entwicklung unkomplizierter, gutmütiger Einsteigerkajaks, die Anfängern den Einstieg in den Kajaksport so sanft wie möglich gestalten. So mancher heutige Vollblutpaddler begann seine Paddelkarriere in einem Pungo. Die Sitzanlagen der Seekajaks (Tempest, Zephyr) sind unübertroffen, was Komfort, individuelle Anpassungsmöglichkeiten und Bootskontakt anbelangt.

Weitere Infos: www.wildernesssystems.de

Händler- und Kanuschul-Überblick für D, A und CH

In den Genuss einer unvoreingenommenen Beratung kommen Sie bei einem kompetenten Einzelhändler eher als beim Importeur oder Produzenten einer bestimmten Marke, der Sie nur innerhalb seiner Modellpalette berät. Er wird kaum ein Wort über sogenannte »Fremdprodukte« verlieren und wenn doch, dann keine objektiven. In der folgenden Karte finden Sie in rot eine Auswahl von Kajakläden, die auf Seekajaks spezialisiert sind und in denen Sie geholfen werden. Hersteller und Importeuere sind blau markiert, grüne Marker kennzeichnen Touren- und Reiseanbieter. Unternehmen die auch Seekajak-Kurse im Angebot haben sind mit einem schwarzen Punkt im jeweiligen Marker gekennzeichnet. 

Legende

 

  • Rot: Seekajak-Shops
  • Blau: Hersteller und Importeure
  • Grün: Touren- und Reiseanbieter
  • Gelb: Seekajak Union e.V.
  • Türkies: Hersteller/Importeur mit Kurs- bzw. Reiseangeboten
  • Marker mit Punkt: Kurse im Angebot!

 

Sie fehlen in dieser Karte? Dann schnell eine Mail an prechtl[et]kanumagazin.com und dieser Missstand wird behoben ...


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