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Know-How

So werden Sie Paddler - Basiswissen für Einsteiger

07. März 2013 von Michael Neumann, Falk Bruder

Paddeln von A bis Z und die wichtigsten Grundtechniken aus der Paddel-Fahrschule - hier erfahren Sie 100 Tipps für Kanu-Einsteiger. Lassen Sie sich vom Paddelvirus anstecken.

Seien Sie gewarnt! Auf diesen Seiten lauer­t ein tückische­r Virus. Aber wahrscheinlich ist es längst zu spät, denn schon der erste Kontakt ist ansteckend. Die Rede ist vom Paddelvirus. Er befällt all jene, die sich schon immer nach einem besonderen Hobby gesehnt habe­n. Die maximale Erholung wollen, Abenteuer und Natur pur. Die ausgetretene Pfade verlassen und eine ihnen vermeintlich bekannte Welt neu entdecken wollen.

 

Eine Heilung ist leider ausgeschlossen und Linderung erfährt nur, wer die Dosis erhöht. Und wie es sich für eine­n guten Virus gehört, versteht er sich auf Mutationen. War Ihnen gestern noch das gemütliche Bummeln auf deutschen Binnenseen genug, muss es heut­e ein rauschender Wildbach in den Alpen sein. Und morgen? Spüren Sie auch schon diesen Ruf nach Meer und Salzwasser?

 

Nur gut, dass der Kanusport in all seinen Facetten da mithalten kann. Also lassen Sie sich ruhig anstecken! Auf den folgenden Seiten verrät Ihnen das Kanu-ABC, alles was Sie als angehender Paddler wissen sollten.

A wie Abenteuer bis A wie Aussteigen

Abenteuer

... kann man mit dem kleinen Boot viele erleben, und sei es bei der Feierabendtour auf dem Gewässe­r vor der Haustür. Es ist nur alles eine Frage der richtige­n Einstellung!

 

Ahoi!
Paddlergruß, der Seemannssprache entlehnt.

 

Aller Anfang ist schwer?
Von wegen, denn erste Schritte auf dem Wasser sind schnell erlernt. Dann wird's schwerer, denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wer mehr will, sollte üben, nicht zu schnell zu viel wolle­n und sich nicht überschätzen.

 

Angler
Nutzungskonkurrent an den Gewässern. Angler wollen ihre Ruhe, da sind vorbei­ziehende Paddlerhorden oft ein Dorn im Aug­e. Tipp: zügig und im größtmöglichen Abstand vorbeipaddeln, ein freundlicher Gruß hat noch nie geschadet.

 

Ausrüstung (klick für »Ausrüstungsberatung Paddeln)
Das A und O einer erfolgreichen Kanu­karriere ist eine passende, vollständige und gepflegte Aus­rüs­tung. Das fängt bei der geeigneten Bootswahl an und hört bei richtiger Bekleidung und dem passenden Sicherheitszubehör noch lange nicht auf.

 

Aussteigen I
Freiwilliges Verlassen des Bootes am Ufer. Die Bewegungs­abfolge ist genau gegensätzlich zum Einsteigen.

 

Aussteigen II
Unfreiwilliges Verlassen des Bootes nach einer Kenter­ung, dann unter Wasser. Diese Form des Aussteigens sollte unter kontrollierten Bedingungen immer wieder geübt werde­n, das nimmt die Angst vorm Umkippen. Abhil­fe schafft die Eskimorolle.

B wie Bekleidung, Befahrungsregeln, Bootstypen, u.v.m.

Mit der richtigen Bekleidung können Sie die klassische Passantenfrage »Wird man dabei nicht nass?« getrost verneinen.

Bekleidung

»Dress for water, not for air« heißt es im Englischen. Bedeutet: Die Bekleidung soll der Wassertemperatur angepasst sein (Kälteschutz), nicht der Luft­temperatu­r. Ansonsten reicht für erste Schnupper­touren im Hochsommer schnell trocknende und bequem­e Freizeitkleidung (möglichst keine Baumwoll­e, Ersatzwäsche nicht vergessen), erst wenn der Kanu­sport auf der Liste der Lieblingshobbys nach oben rutscht, ist spezielle Paddelkleidung nötig

 

Befahrungsregeln (klick für eine DKV-Liste aller Regeln)

... werden oft zum Schutz empfindlicher Naturräume an Gewässern ausgesprochen und regel­n die Erlaubnis zur kanusportlichen Nutzung. Die Beschränkungen findet man in Flussführern und Fahrtenberichten, eine aktuelle Auflistung steht im DKV-Sportprogramm, herunter­ladbar unter www.kanu.de (Suche: Sportprogramm). Bitte erst informieren, dann paddeln!

 

Beste Zeit

Paddeln hat ganzjährig Saison. Je unwirtlicher allerdings die äußeren Bedingungen, desto mehr Augenmerk bedürfen Ausrüstung und Bekleidung (oben). Auch eine Portion Erfahrung gehört dann mit an Bord.

 

Bootsgassen

... oder Bootsrutschen sind zusätzliche Einbauten an Wehren, die ein sicheres Überwinden des Höhen­unterschiedes ermöglichen. Oft wird die Nutzung auf Tafeln erklärt, etwas Paddel­erfahrung sollte man aber schon mitbringen. Ganz wichtig: in einer Bootsgasse nie steuern, denn diese sind so gebaut, dass das Boot genau in der richtigen Spur geführt wird.

Welches Boot hätten's denn gern? Das Spektrum reicht vom zwei Meter langen Freestyle-Kajak bis zum 650-cm-Zweierkajak.

Bootshaus

... wird das Domizil aller Kanuvereine genannt, die direkten Gewässerzugang haben. Bootshäuser sind ein Quell an Kontaktmöglichkeiten zu Gleichgesinnten, Treffpunkt, Ein- und Ausstieg, oft auch komfortable und preisgünstige Übernachtungsmöglichkeit und besonders in Großstädten oft ein privelligierter Ort der Ruhe inmitten des hektischen Gewusels.

 

Bootstypen (klick für eine Liste der Bootstypen im Kanusport)

... gibt es fast so viele wie Paddlertypen. Vom extrem kurzen Spielboot bis zum überlangen Drachenboot, vom Einzelsitzer bis zum Mannschaftsboot. Bootstypen
unterscheiden sich in Paddelstil (Kanu, Kajak, Kanadier) und Einsatzbereich.

C wie Camping und D wie Dachtransport

Camping

Paddler sind fast alle auch Camper. Das Übernachten am Fluss mit Lagerfeuerromantik nimmt für viele einen größeren Stellenwert ein als das Paddeln selbst. Und: Mit dem Kanu erreicht man Schlafplätze, die allein uns Paddlern vorbehalten sind.

 

Cuisine

Die Paddlerküche ist meist bodenständig und einfach. Paddlers Lieblingsessen scheint Pasta mit Soße zu sein: leicht zuzubereiten, nahrhaft, gruppen­kompatibel. Auf Platz 2 folgt alles, was sich grille­n lässt.

Ideal für Paddler: ein solider Dachträger der Marke Zölzer (www.zoelzer.de).

Dachtransport

Da kommt man nicht drumherum, will man ein festes Kanu ans Gewässer seiner Wahl bringen. Achten Sie auf einen passenden Dachträger für Ihr Auto, die geeigneten Gurte mit Klemmschnallen, eine zusätzliche Abspannung vorne und hinten zur Stoßstange bei langen Kanus und überschreiten Sie die Dachlast nicht. Alternative: Faltboote.

 

Doppelpaddel

... sind die Werkzeuge der Kajakfahrer. An einem Besenstiel sind an beiden Enden Bretter befestigt, die wechselseitig ins Wasser getaucht werden – grob genommen. Im wahre­n Leben reicht die Spanne vom beschriebenen Holzpaddel bis zum HighEnd-Leichtpaddel aus Carbonfaser, nicht schwerer als sechs Tafeln Schokolade.

 

Doppelpaddel sind das Werkzeug der Kajakfahrer.

Hier geht's zur Kaufberatung Stechpaddel ...

E wie Einsteigen, Eskimorolle, Extremsport, ...

Wackelt aber hält: Einstieg mittels Paddelbrücke.

Einsteigen
Es ist nicht so leicht, vom festen Land ins schwankende Boot zu kommen. Profis bedienen sich der sogenannten Paddelbrücke: Das quer über das Boot gelegte Paddel bietet eine solide Abstützung zum Ufer hin. Beim Kanadier hilft man sich gegenseitig.

 

Eskimo

... waren die Erfinder des Kajaks und der nach ihnen benannten Eskimo­rolle (unten). Mit ihren schlanken Booten pirschten sie lautlos durchs Eismeer auf der Jagd nach Robben.

 

Eskimorolle

... nennt man das Wiederaufrichten des Bootes nach einer Kenterung. Diese von den Inuit erfundene, und vom Österreicher Pawlata in die Neuzeit gerettete, Technik macht ein Aussteigen unter Wasser unnötig, man ist gleich wieder einsatzbereit und braucht nicht mühsam das Boot ans Land zu bringen und zu leeren.

 

Extremsport

Klar, Kanufahren kann auch Extremsport sein, muss es aber nicht. Hohe Wasserfälle und wilde Expeditionen sind jeweils nur eine Facette des vielschichtigen Abenteuers Kanufahren. Und nein, wer einen Wasserfall höher als zehn Meter befährt, ist noch lange kein Verrückter. Der Rekord liegt derzeit bei 56 Meter!

F wie Faltboot, Flussführer, Fahrtechnik, ...

Faltboote (klick für den großen Faltboottest)

... sind jetzt schon über 100 Jahre im Gebrauch und eignen sich besonders für diejenigen Paddler, die wenig Platz zum Lagern oder zum Transport von Kanus haben. Faltboote gibt es als Kajaks oder Kanadier, beiden gemein ist, dass ein zusammenlegbares Gerüst mit einer wasserdichten Haut überspannt wird und daraus ein Kanu entsteht.

 

Fahrtenbuch

... wird hauptsächlich von Vereinspaddlern geführt. In ein kleines Büchlein wird jede Kanutour mit Ein- und Ausstiegsstellen, der Entfernung dazwischen, den besonderen Begebenheiten und dem Wasserstand notiert. Vielpaddler reichen ihr Fahrtenbuch zum Jahresende beim Deutschen Kanu-Verband ein und bekommen dafür ein Wanderfahrerabzeichen.

 

Fahrtechnik

Von den schnell und leicht erlernbaren Grundschlägen (Kajak- und Kanadierfahrschule unten) ausgehend, kann ein­e fortgeschrittene Fahrtechnik das Leben als Paddler leichter, sicherer und effizienter machen. In Kanuschulen und -kursen kann weiterführende Fahrtechnik gelernt werden. Ebenso wichtig ist die Fahrtaktik, das »Lesen« des Wassers und die richtige und sichere Einschätzung von Strömungen und äußeren Bedingungen.

 

Flussführer

... gibt es für fast alle Gewässer in Deutschland, in Europa, ja, weltweit. Ein guter Flussführer nennt geeignete Ein- und Ausstiegsstellen, die Ent­fer­nung und die vorkommenden Schwierigkeiten, beschreibt Sehens­würdig­keiten und Infrastruktur. Besonders hilfreich ist, wenn Übernachtungs­plätze,              Kanuverleiher und Shuttle­alternativen erwähnt werden.

 

Führerschein

... braucht man keinen zum Kanufahren. Der Deutsche Kanu-Verband hat sich allerdings mit anderen europäischen Kanu-Verbänden dem Konzept des Europäischen Paddel-Passes (EPP) angeschlossen. Der EPP ist kein Führer­schein, sondern ein fünfstufiger Leistungsnachweis, der den Könnens­stand des Kanuten beschreibt. EPPs kann man bei Kanuschulen, Kanuvereinen und guten Kanuvermietern erlangen. Kritiker befürchten, dass sich mit Verbreitung des EPP vielleicht doch Beschränkungen der Fahrerlaubnis ergeben können.

G wie Gefahren, Gewitter & Gurus

Wehre am besten weiträumig Umtragen.

Gefahren (klick für den Workshop »Retten reloaded. Was tun im Ernstfall?«

Wasser hat keine Balken. Dennoch ist Kanufahren ein sicherer Sport, wenn man einige Grundregeln berücksichtigt. Hauptgefahren für den Kanufahrer sind künstliche Einbauten an Flüssen (Wehre, niedrige Brücken) und Unterkühlung bei widrigen Wetterbedingungen. Hier hilft eine umfassende Vorbereitung der Fahrt (z.B. durch Flussführer) und die richtige Ausrüstung und Bekleidung.

 

Gewitter

... sind für alle Natursportler zum einen ein beeindruckendes Erlebnis, zum anderen bergen sie aber auch Gefahren: Blitzschlag, widrige Winde, Starkregen und nachfolgendes Hochwasser. Bei Gewitter gilt, möglichst umgehend das (hoch gelegene) Ufer ansteuern und »abwettern«.

 

Gurus

... gibt es beim Kanufahren genauso wie in allen andere­n Sportarten. Gurus können alles perfekt, sind Ideale zum Nacheifern, unerschöpfliche Daten­bank an Gewässerdetails, Erfahrungen, Lager­feuerstories.

 

H, I & J wie Hindernisse, Helm, Insider, J-Schlag, ...

Aufs Wildwasser nie ohne Helm.

Helm

... gehört zur Wildwasserausrüstung und schützt den Kopf vor Beulen. Auch auf manchem Kleinfluss haben sich Helme bewährt, oft hängen hier Äste und Buschwerk bis dicht über die Wasseroberfläche.

 

Hindernisse

... lassen sich unterscheiden in natürliche und in künstliche Hindernisse, und darin jeweils in angeströmte (Felsen) und durchströmte (Bäume, Wehre) Hindernisse. Sie bieten Gefahren, vor allem auf fließen­dem Wasser. Vorausschauendes Fahren und eine gute Fahrtechnik sind gute Voraussetzungen für die frühzeitige Erkennung und das sichere Umgehen der Hindernisse.

 

Insidertipps

... machen manche Kanutour zu etwas ganz Besonderem. Lauschen Sie den Erzählungen anderer Paddler und scheuen Sie sich nicht, um Tipps zu bitten. Insidertipps finden Sie auch in den Foren von www.faltboot.de, www.seekajakforum.de und www.kanumagazin.de.

Kommt aus Kanada: der Kanadier ;)
Foto: Falk Bruder

Indianer

... haben den Kanadier als Transportboot für Vorstöße ins Hinterland perfektioniert. Von den Indianern kam dieser Bootstyp über Nordamerika auch nach Europa.

 

JA!

Sagen Sie Ja zum Paddeln. Warum? Darum.

  1. Paddler sind frei. Kein Stau, keine Termine, kein Stress.
  2. Paddler genießen die Natur exklusiv. Viele Flüsse und Seen, Strände und Schluchten sind nur mit dem Kanu zugänglich.
  3. Paddler sind Sportler oder Faulenzer; Abenteurer oder Genießer; allein, mit der Familie oder Freunden unterwegs – ganz, wie es ihnen gefällt.
  4. Paddler entdecken die Welt: Südfrankreich, Schweden, Kanada – die schönsten Gewässer fließen durch die schönsten Landschaften.
  5. Paddler entdecken auch Deutschland neu: McPomm, NRW, Bayern – paddeln kann man überall.
Der J-Schlag für kleine Kurskorrekturen.

J-Schlag

... wird vom Hintermann oder solo ausgeführt und sorgt durch einen kleinen Schlenker am Ende des Grundschlags (Paddelschlag sieht von oben aus wie ein J) für eine leichte Kurskorrektur ohne Tempoverlust. Am besten solo üben!

So geht der J-Schlag (Englisch!)

K wie Kanu-Kajak-Kanadier, Kehrwasser, Kinder, ...

Kanu - Kajak - Kanadier

Schöne Begriffsvielfalt in der deutschen Sprache. Kanu ist der Oberbegriff für alle Arten von Paddelbooten, in denen der Fahrer mit Blick in Fahrt­richtung sitzt und das Paddel frei in der Hand führt. Kanus unterscheidet man in Kajaks und Kanadier. Das Kaja­k ist das Jagdboot der Eskimos, meist komplett bis auf eine kleine Sitzluke geschlossen und wird mit dem Doppelpaddel vorwärtsgetrieben. Der Kana­dier ist das Transportboot der Indianer, oben offen und er wird im Kniesitz mit dem Stechpaddel vorwärtsbewegt. Puristen unterscheiden wiederum zwischen Kanadier (Mensch) und Canadier (Boot).


Kanukarriere

... dauert oft lebenslang. Nach ersten Erfahrungen auf stehende­m oder leicht strömendem Wasser kann sich der Kanute in verschiedene Richtungen weiterentwickeln. Ausgedehnte Gepäckfahrten, spannende Wettkämpfe, die Herausforderungen von Wildwasser oder hoher See – einem Kanuten wird nie langweilig.


Kanuschulen

bieten vom Anfängerkurs bis zu Führungsfahrten für erfahrene Paddler ein umfassendes Schulungskonzept. Wer lieber in der Gruppe lernt und sich von erfahrenen Kanulehrern zeigen lassen will, wie es richtig geht, ist hier genau richtig. In Kanukursen kann man oft auch verschiedenes Bootsmaterial ausprobieren, was anschließend der Kaufentscheidung dient. Achten Sie auf das Gütesiegel »VDKS« oder »ACA«.


Kanushop

Ein guter Kanuladen ist der erste Anlaufpunkt, will man sich eine eigene ? Ausrüstung zulegen. Wichtig ist eine fachkundige Beratung, die perfekt auf die jeweiligen Anfor­derungen und Wünsche des Kunden eingeht. Manch­e Kanuläden bieten Schnupperveranstaltungen und Testivals an, bei denen verschiedene Bootstypen ausprobiert werden können. Ein guter Kanushop weiß zudem meist, wo man in der Region am besten das Paddeln lernt, siehe auch Kanuschule oder Verein.


Kehrwasser

... sind der sichere Hafen auf Fließgewässern. Da kann die Strömung noch so reißend sein, im Kehrwasser kann man anhalten, verschnaufen, sich umschauen. Kehrwasser erforder­n aufgrund ihres Strömungsunterschiedes aber auch eine sichere Paddeltechnik beim Anfahren oder Verlasse­n. Kehrwasserfahren ist das A und O des Kanu­fahrens und sollte immer wieder geübt werden. Kehr­wasser bilden sich nahe des Ufers sowie hinter Steinen und Brückenpfeilern.

 

Kenterbier

Beliebte Tradition in Paddlergruppen, bei der der Gekenterte den anderen eine Runde (oft innerlich wärmendes) ausgibt. Manche Vereine verleihen auch Kenterorden. Barbarisch ist dagegen der Brauch, eine­n Schwimmer das Bier selbst trinken zu lassen – und zwar aus dem Neoprenschuh.

 

Kinder

.. sind im Kanu bestens aufgehoben, sobald sie schwimmen können und keine Angst vorm Wasser haben. Kinder sollten akribisch mit Kälte­schutz und Schwimmwesten ausge­rüstet sein. Mit Kindern sollte man seine Kanutou­r an die Ausdauer der Kleinen anpasse­n, viel Zeit zum Spielen und Entdecken unterwegs lassen. Ab etwa zehn Jahren können Kinder auch ihr eigene­s Boot steuern.

L wie Luftboote & Lagerfeuer

Dank ihrer hohen Kippstabilität punkten Luftboote auch im leichten Wildwasser.

Luftboote

... teilen sich mit Faltbooten die Gattung der Reiseboote, also Kanu­s, die sich speziell zum Reisen anbieten. Luftboote bestehen aus einer Haut, die aufgeblasen wird und so die Gestalt eines Kajaks oder Kanadiers annimmt. Großer Vorteil sind der leichte Transport durch kleines Packmaß und die meist kippstabilen Bootsformen. Als Nachteil muss man einige Kompromisse in punkto Windanfälligkeit, Spurtreue und Leichtlauf machen.

 

Lagerfeuer

... gehören zur lauschigen Nacht am Ufer eines Gewässers dazu wie das Paddel zum Kanu. Stets beachtet werden sollten jedoch die je nach Region unterschiedlichen Regeln für offene Feuer, die Verwendung von Treib- oder Bruchholz und das vollständige Löschen nach Verlassen des Lagerplatzes.

M & N wie Medaillen, Meer, Naturzschutz und mehr

Auf die Plätze, fertig, los - was dem Jogger der Marathon ist dem Paddler das Langstreckenrennen.

Medaillen

Der Kanusport gilt seit vielen Jahren als sicherer Garant für Medaillen bei Olympiaden und Weltmeisterschaften. Auch der gemeine Paddler kann sich auf Medaillenjagd be­geben. Übers Jahr verteilt finden viele (Spaß-)Wettkämpfe und -fahrten für Breiten­­sportler statt, die mit Urkunden und Medaillen honoriert werden. Go for Gold!

 

Meer

Das Meer ist ein Kanurevier der ganz besondere­n Art und definitiv nichts für Anfänger. Als Hochseepaddler ist nicht nur die Wahl der richtigen Ausrüstung entscheidend, sondern viel mehr die Erfahr­ung mit Tide und Wetter, das Durchhalte­vermögen und eine gewisse sportliche Kondition.

 

Mehrtagestouren

... sind für viele das Salz in der Suppe des Kanusports. Unterwegs allein mit Boot, Zelt und Gepäck, spürt man eine Freiheit sondergleichen. Man kann tun und lasse­n, was man will, den Tag genießen, wie man es für angemessen hält und bleiben oder weiterfahren ganz nach Gusto.

 

Naturerlebnis

Hör mal, was da pfeift, schau mal, was das schwimmt! Nirgends ist man so nah dran an der Natur wie auf dem Wasser. Beobachte­n, Entdecken, Erleben – vom Wasser aus präsentiert sich die Landschaft oft von ihrer schönsten Seite. Auch lässt man im Kajak oder Kanadier alle Touristen auf Schusters Rappen komplet­t hinter sich und gelangt beinahe laut- und mühelos in Ecken, die sich nur auf dem Wasserweg erreichen lassen.

 

Naturschutzgebiete

... regeln den Schutz von Flora und Fauna in besonders schützens­werten Bereichen. Oft gehören Wasserflächen und -läufe dazu, denn hier ist die Artenvielfalt hoch. In Naturschutz­gebieten gelten besondere Verhaltens- und Befahrungs­regeln, über die man sich vor Fahrtbeginn informieren sollte. Eine Rücksichtnahme auf diese Bestimmungen und das Einhalte­n der Regeln ist selbstverständlich.  

 

O wie Ozean, P wie Paddel und Q wie Quodda, ...

Ozean

Der offene Ozean ist selten das Revier für Kanu­sportler. Zwar wurde der Atlantik von Faltbootfahrern überquert, erst jüngst wurde erstmalig von Australien nach Neuseeland gepaddelt und die Polynesier waren die Ersten, die den Ozean mit Auslegerkanus befuhren. Der Seekajak­fahrer aber wählt lieber die Küsten­regionen und erlebt hier die Natur in einer besonderen Intensität.

 

Im Gegensatz zum Ruder liegt das Paddel frei in der Hand.

Paddel

Das Werkzeug jedes Paddlers. Im Gegensatz zum Ruder wird das Paddel frei in den Händen gehalten, es ist nirgends am Boot befestigt. Am Paddel unterscheidet man den Bootstyp: Doppelpaddel im Kajak, Stechpaddel im Kanadier. Auf Touren fernab der Zivilisation gehört ein Ersatzpaddel an Bord.


Planung

... ist notwendige Vorbereitung und Vorfreude zugleic­h. Eine gute Planung klärt Zeitbedarf, zu erwarten­de Schwierigkeiten, vorhandene Infrastruktur, Pegelstände (unten). Sie dient als Machbarkeitsstudie für jede Kanutour. Auf Fahrt selbst kann jede noch so gewissenhafte Planung schnell durch äußere Einflüss­e über den Haufen geworfen werde­n, dann sind Flexibilität und Erfahrung gefragt.

Viele Pegelmessstelllen sind online abrufbar oder bieten zumindest eine Telefonabfrage.

Pegel

Wasserstand bzw. Wasserstandsmeßgerät. Im Zeitalter des Internets können Pegelstände aller relevante­n Flüsse bequem vom Schreibtsich aus abgerufen werden. Das ist gut für die Planung (oben), aber schlecht, wenn man gerade im Büro sitzt und genau weiß, dass der Lieblingsfluss momentan Ideal­wasser hat ...

 

Queich und Quodda

Beides sind Namen von deutschen Gewässern: Die Queich fließt in der Pfalz und mündet bei Germersheim in den Rhein; die Quodda ist ein kleines Fließ im Spreewald. Das zu wissen, kann sehr hilfreich für die nächste Partie »Stadt-Land-Fluss« sein.

R wie Regionen und Regen

Alte Paddlerweisheit: Auf Regen folgt Sonnenschein.
Foto: Falk Bruder

Regionen

In fast allen Regionen dieser Erde findet man geeignete Gewässer zum Kanufahren, ausgenommen vielleicht die großen Wüsteneien. Auch deutsche Regionen trumpfen mit Vielfältigkeit und landschaftlichen Reizen. Von der norddeutschen Tiefebene mit ruhig strömenden Flüssen, über die großen und kleinen Seen in Mecklenburg, durch die deutschen Mittelgebirge bis hin zum Alpenrand mit herausforderndem Wildwasser. Paddler haben überall zu tun.

 

Regen

Für viele ist Regen ein notwendiges Übel. Er verleidet die Lust am draußen sein, man zieht ruhige Stunden vorm Kaminfeuer dem Umherziehen bei Sauwetter vor. Paddler freuen sich über Regen. Denn ohne ihn könnten viele Gewässer nicht befahren werden, einige sind erst nach heftigen Niederschlägen überhaupt machbar. Und erst mal in der passenden Bekleidung wasserdicht verpackt, hat auch eine Kanutour bei Regen ihren ganz besonderen Reiz.

S wie Schifffahrt, Schleusen, Schwimmweste, Sicherheit

Haben immer Vorfahrt: Motorschiffe.

Schifffahrt

Auf großen Strömen bewegen sich auf dem Wasser neben allerlei kleinen Booten auch richtig große Schiffe. Der Rhein zählt zum Beispie­l zu den meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt. Als Kanu­fahrer in einem kleinen Boot hat man nebe­n diese­n großen Pötten auf jeden Fall die schlechteren Karten. Dafür sind wir Paddler deutlich bewegliche­r und weichen eben aus. Die wichtigsten Schifffahrtsregeln und -zeichen sollte man kennen, will man sich den Fluss mit der Berufsschifffahrt teile­n. Immer beachten: Die Schifffahrt hat Vorfahrt!

 

Schleusen

... sind Einbauten an Wehren und Staudämmen, die der Schifffahrt die Überwindung des Höhenunterschieds zwischen Oberwasser und Unter­wasser ermöglicht. Schleusen gibt es in vielen Größen und Arten, in traditionellen Paddelrevieren oft auch zur Selbstbedienung. Dann können sie auch dem Kanufahrer ein Umtragen des Wehres ersparen, was mit schwer beladenen Booten auf Wanderfahrt sehr angenehm sein kann.

 

See

»Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr.« Kanufahren auf den Seen Deutschlands ist etwas ganz Besondere­s. Von den bewaldeten Seen Mecklenburgs bis hin zu den Alpen­seen Bayerns oder dem Bodensee, die Palette an ruhigen Wasser­flächen ist vielfältig. Besonderes Augen­merk sollte man beim Befahren von Seen auf die Wetterentwicklung legen, schnell ist ein Unwetter heraufgezogen und auf den offenen Wasserflächen bilden sich hohe Welle­n, die eine sichere Befahrung deutlich erschweren. An vielen große­n Seen warnen Blinklichter vor einem aufziehenden Sturm.

 

Shuttle

... heißt auf deutsch »Umsetzen«. Damit ist der Transport von Mann und Material bei einer Flussfahrt vom Endpunkt zurück zum Ausgangspunkt gemeint. Paddler haben hier oft eine ganz persönliche Logistik entwickelt, die unnötige Fahrtwege auf ein Minimum reduziert und greifen dabei gern auf Fahrrad, Bus und Bahn zurück. Manchmal findet sich auch ein »Shuttlebunny«, das ist jeman­d, der nicht selbst im Kanu mitfährt, sondern das Auto vom Start- zum Zielort bringt und dort im Idealfall schon das Bier im Wasser kalt stellt. Gut dran sind auch Falt- oder Luftbootbesitzer, die könne­n jederzeit mit öffentlichen Verkehrs­mitteln »shuttlen«.


Sicherheit

Kanufahren ist eine sichere, ungefährliche Natursportart – sofern man sie mit einer gewissen Umsicht und etwas Erfahrung betreibt. Gefährlich sind Wetterumschwünge jeder Art, überraschend auftauchende Hindernisse oder Selbstüberschätzung. Mit der richtigen Sicherheits-Ausrüstung kann man aber das Risiko minimieren. Alles weitere zum Thema Sicherheit finden Sie online unter folgendem Link.

Nie ohne: Die Schwimmweste ist Paddlers Sicherheitsgurt.

Schwimmwesten

... sind ein ganz wichtiger Ausrüstungsgegenstand, der auf keiner Kanutour fehlen sollte. Ungeübte Schwimmer (Kinder!) sollte man mit Rettungswesten ausstatten, die einen im Wasser immer in Rücken­lage drehen, ansonsten sind im Kanusport »Schwimmhilfen« üblich. Schwimmwesten sollten bequem und trotzdem fest sitzen.

 

Spritzdecke

... heißt die kleine neckische Schürze, die sich Kajakfahrer um den Bauch binden. Mit dieser Spritzdecke wird die Sitzluke des Bootes wasserdicht abgeschlossen.

 

Stromschnellen

Sie bieten Herausforderung und sind Spielplatz der Wildwasserfahrer. Trifft ein Fließgewässer auf einen größeren Höhenunterschied, entstehen durch Hindernisse im Wasser und Strömungsunterschiede Stromschnellen. Das kann von kleinen Wellen und »Plätscherwasser« bis hin zu extremen Katarakten reichen.

Stechpaddel sind das Werkzeug der Kanadierfahrer.

Stechpaddel

... sind die Werkzeuge der Kanadierfahrer. Am Besenstiel ist auf der einen Seite ein kleines Brett (das Paddelblatt), auf der anderen Seite ein spatenähnlicher Griff oder Knauf befes­tigt. Eine Hand fasst den Stiel, die andere den Knauf, dann taucht man das Paddel auf einer Seite ins Wasser. Im Tandem paddelt einer links, einer rechts, gewechselt wird im Einverständnis, um Ermüdungserscheinungen vorzubeugen.

T wie Testen, Traumziele und Traumschiff

Welches Boot darf's sein? Bei Testivals kann man sich nach dem idealen Boot umsehen.

Testen

Erst testen, dann kaufen. Diesen Ratschlag sollte man beherzigen, will man ein eigenes Boot kaufen. Oft kann man beim Kanushop seines Vertrauens verschiedene Bootsmodelle ausprobieren. Viele Kanuläden veranstalten zu Saisonbeginn oft Testivals, bei denen man aus einer Vielzahl an Modellen das passende herausfahren kann. Oft sind auch die Hersteller vor Ort und beantworten Detailfragen. Dabei sollte man alle geplanten Einsatzbereiche im Auge haben: Ist das Kanu an Land wie auf dem Wasser gut zu bewegen, habe ich bequem Platz für mich und meine Ausrüstung, fühle ich mich darin wohl?


Traumziele

... warten auf den Kanuten weltweit. Für den einen ist es der ruhige Sonntag auf dem kleinen See hinterm Haus, der andere muss viele Kilometer Fluss fernab der Zivilsation vor seinem Bug haben. Ob Wildwasser, Salzwasser oder Zahmwasser – wo Ihr Traumziel liegt, bestimmen Sie selbst!

 

Traumschiff

Ebenso wie das Traumziel ist das Traumschiff eine ganz persönliche Entscheidung. Die Eier legende Wollmilchsau ist auch im Kanusport noch nicht erfunden und wird auch in Zukunft nicht erhältlich sein. Mancher begeisterte Kanute nennt daher nicht nur ein Traumschiff sein Eigen, sondern hat für jedes Traumziel eben den passenden schwimmenden Untersatz parat.

U wie Umkippen und Umtragen, V wie Verein und Verleih

Umtragen

Notwendiges Übel, falls sich ein unbefahrbares Hindernis in den Weg stellt. Für längere Umtrageaktionen bietet der Kanufach­handel geeignete Bootswagen an, die man per Spanngurt unter­m Boot befestigt.

Falls man doch mal kippt, sollte Aussteigen vorab geübt werden.

Umkippen

Vor dem Umkippen fürchten sich die meisten, dabei kann man dies mit der richtigen Bootswahl und auf einem Gewässer, das dem eigenen Könnensstand entspricht, weitgehend vermeiden. Im Falle eines Falles sollte man aber das Aussteigen vorher mal geübt haben.

 

Verein

Auch im Kanusport gibt es an fast jedem Gewässe­r, in fast jeder Stadt einen Verein. Im Verein treffen sich die Kanuten und planen gemein­same Ausfahrten. Im Verein kann man das Kanufahren von erfahrenen Kanuten lernen. Vereine haben oft auch ein Bootshaus, wo die Ausrüstung gelagert werden kann.

Very Important Paddler

Das sind zunächst mal Sie selbst. Sie stehen im Vordergrund, Ihnen soll das Kanufahren ja Spaß mache­n. Ansonsten gibt es einige Koryphäen und Gurus im Kanu­sport, die aber auch alle nur mit Wasser kochen. Die allermeisten Paddler, so gut sie auch sein möge­n, sind nette, umgängliche Leute, die gerne auch dem Einsteiger mit guten Tipps und Ratschlägen weiterhelfen.

 

Verleih

Hat man (noch) kein eigenes Boot, will aber das Kanufahren mal ausprobieren, geht man einfach zum Kanuverleiher, den es an allen schönen Gewässerabschnitten gibt. Dort bekommt man nebst der notwendigen Ausrüstung, Tipps fürs ers­te Abenteuer auf dem Wasser und eine kleine Einführung in die Fahrtechnik. Alle Verleiher auf eine­n Blick finden Sie in unserer Verleiher-Datenbank.

 

W wie wasserdicht, Wurfsack, Wehr und Wildwasser

Wasserdicht

... sollte alles verpackt sein, das mit auf große Fahrt geht. Sei es der eigene Körper mit wasserdichter Bekleidung oder die weitere Ausrüstung wie Wertsachen, Wechselwäsche, Mobiltelefon, Kamera, Geldbeutel, Papiere ... Wasserdicht verpacken kann man in spezielle Gepäcktonnen oder Packsäcke, die im Kanushop oder beim Verleih angeboten werden.

 

Wasserwandern

... nennt man das Befahren von ruhigen Gewässern. Oft ist eine Wasser­wanderung auch als Mehrtagestour ausgelegt, dann ist das Kanu mit der kompletten Ausrüstung, auch zum Campen, beladen. Manchmal heißt Wasserwandern auch Touring, doch am Vergnügen ändert das nix.

 

Fighten um jedes Hundertstel: Slalomfahrer.

Wettkampf

Eine spannende Sparte des Kanusports ist der Wettkampf auf ruhigen und wilden Gewässern. Im Kanurennsport wird auf Zahmwasser um den ersten Platz gekämpft, im Kanuslalom schlängeln sich die Sportler auf Wildwasser um Torstangen. Drachenboot, Kanupolo, Freestyle und Wildwasserrennsport sind weitere Wettkampfdisziplinen.

Wurfsack werfen sollte immer wieder geübt werden.

Wurfsack

ist ein wichtiger Bestandteil der Sicherheits-Ausrüstung zur Rettung von schwimmenden Kameraden. In einem signalfarbigen Sack ist ein schwimmfähiges Seil locker eingelegt. Das lose End­e wird festgehalten, den Sack wirft man dem Schwimmer zu. Dann kann man ihn leicht ans rettende Ufer ziehen. Den Umgang mit dem Wurfsack sollte man unter kompetenter Anleitung immer wieder üben. Viele Wurfsäcke verdienen sich neben­her als Wäscheleine ein paar Euro dazu.

 

Wehre

... sind künstliche Hindernisse, die den Abfluss des Wassers auf Fließgewässern regulieren. Oft wird Wasser für Kraftwerke oder Mühlen an einem Wehr angestaut, um kontrolliert abgegeben zu werden. Wehre sind oft X wie unfahrbar, und müssen dann umtragen (oben) werden. Manche Wehre sind vom Wasser aus schwer zu erkennen. Gut vorbereitet ist der, der sich bei der Planung damit befasst hat.

 

Wildwasser

... nennt man Flüsse, die sich mit Gefälle von Berg zu Tal stürzen und dabei zahlreiche Felsen umkurven. Wild­wasser wird in sechs Stufen eingeteilt, von I (leicht) bis VI (eigentlich unfahrbar). Wildwasser erfordert eine gute Fahrtechnik, Erfahrung und etwas körperliche Fitness.

X wie unfahrbar und Z wie Ziehschlag und Zahmwasser

X wie unfahrbar

Ein X auf Schildern, Karten und in Flussführern – oder als Zeichensprache, gebildet aus den gekreuz­ten Armen des Kameraden – weist auf eine unfahrbare Stelle hin. Auf jeden Fall sollte man sofort an­halten, das nächste Kehrwasser ansteuern und schauen, was los ist. An unfahrbaren Stellen ist dann auch Umtragen angesagt.

 

Ziehschlag (klick für den Workshop »Slalomtechnik für Wildwasserpaddler«)

Eine elegante Paddel­technik, um sich mit dem Boot seitlich zu versetzen, z. B. um an einem Steg anzulegen. Der Ziehschlag gehört zu den Grundschlägen der Fahrtechnik, Fortgeschrittene kombinieren den Ziehschlag mit anderen Manövern und navigieren so effizient um Hindernisse.

 

Zahmwasser

... nennt man alle Gewässer, die nicht als Wildwasser einge­stuft sind. Zahmwasser kann zwar auch schnelle Strömung, enge Kurven oder Hindernisse aufweisen, hat aber keine Stromschnellen.

Hier geht's zu weiteren Workshops:

03.09.2013

Retten Reloaded: Was tun im Ernstfall?

Wer seinen Mitpaddlern ein guter Kamerad sein will, der beherrscht die Techniken der Wiederbelebung aus dem Effeff. Wenn nämlich das berüchtigte Prozent Restrisiko zuschlägt und der Paddler länger unter Wasser gezogen wird, als er Luft in der Lunge hat, zählt jede Sekunde.
Foto zum Workshop mit Thilo Schmitt und Jasmin Schornberg.
20.01.2010

Slalomtechnik für Wildwasserpaddler (Teil 1)

Als im Jahr 2009 bei der Sickline-WM drei Slalomfahrer auf dem Treppchen standen, rätselte die Wildwasserfraktion: Wie machen die das bloß? Zwei, die es wissen müssen, sind Jasmin Schornberg und Thilo Schmitt. Sie ist Weltmeisterin im Kanuslalom, er Sickline-Weltmeister 2008. In diesem fünfteiligen Workshop verraten sie, wie man von der Technik der Slalomfahrer im Wildwasser profitiert.
Salzwasser-Ausfahrt der KANU-Redaktion vor Rügen.
22.09.2010

Darf's ein bisschen Meer sein?

Welches Seekajak hätten's denn gern? Diese Frage klärt das KANU MAGAZIN in Ausgabe 5/2010 in einer ausführlichen Kaufberatung. Als Zusatzinfo gibt's hier Hintergrundwissen zu den Marken und ihren Machern sowie einen Händler- und Kanuschul-Überblick für Deutschland.

Safetyguide: Sicher unterwegs am Wasser

Der Safetyguide hilft, dass gefährliche Situationen erst gar nicht entstehen. Er zeigt Gefahren auf, wo sie keine vermuten würden. Er lässt Sie im entscheidenden Moment das Richtige tun und gibt gezielt Hilfestellung, falls das Restrisiko doch einmal zuschlägt. Von A wie Auftriebskörper bis Z wie Zwangspassage.

Hier geht's zu den Tests:

Die heilige Vierfaltigkeit - der Faltboottest

»Hätten Sie gern ein Faltboot oder lieber ein Seekajak? « Ab sofort kann die Antwort einfach »Ja« lauten, denn das eine schließt das andere nicht mehr aus. Die neuen Faltboote von Pouch, Feathercraft, Nautiraid und Nortik sind in puncto Meerestauglichkeit, Tempo und Eskimotierbarkeit ihren starren Kollegen fast ebenbu?rtig – und in mancher Hinsicht sogar u?berlegen.

Auf Herz und Nieren: Der Wildwasser-Kajaktest 2011

Zwei Tage, drei Flussperlen, sechs brandneue Wildwasserkajaks – und die Hochwasserwelle rollt durch den Schwarzwald. Perfekte Bedingungen für den Wildwasser-Kajaktest 2011.
Foto zum Reiseboottest 2010 am Vierwaldstättersee.

Spaß in Tüten – der Reiseboottest

In Zeiten steigender Mobilitätspreise ist der Trend zum Reiseboot ungebrochen. KANU hat letzten Sommer sechs Transport­wunder auf dem Vierwaldstättersee gewassert. Den ganzen Test aus Heft 4/2010 gibt's ab sofort online zum Nachlesen.
Foto zur Kaufberatung Marathonkajaks.

Need for Speed – Kaufberatung Marathonkajaks

Paddeln ist nicht nur Binsenbummeln und Naturgenuss. Mehr und mehr Paddler erkennen das Potenzial des Kajaks als Fitnessgerät, spulen bei Puls 180 Dutzende Kilometer ab und messen sich auf Kanumarathons mit einem Pulk Gleichgesinnter. Jogging war gestern. Hier die Kaufberatung Marathonkajaks aus Heft 3/2010.

Test: Lettmann Granate L

Ursprünglich in Carbon für die Sickline-WM 2010 konstruiert, vergingen 18 weitere ­Monate bis zur Serienreife des neuen Lettmann-Creekers. Bereits im Sommer 2011 nahm die Granate – damals in der M-Version – am KAN­U-Creekertest auf der Lammer teil.