Springe direkt zu: Hauptnavigation Inhaltsbereich Zusätzliche Informationen und Links Bereichsnavigation Servicenavigation



Inhaltsbereich

Szene

Schweizer Traum: Wochenende im Gotthard

11. Juli 2012 von Ben Jung

Ben Jung, Dominik Vogt und Claudio Fellmann sind erfahrene Paddelveteranen und fast jedes Wochenende in den Alpen unterwegs. Vor gut zwei Wochen hatten die Drei genug von ihren Standardruns und wollten etwas für sie Unbekanntes ausprobieren. Ben Jung berichtet von der Reuss.

Jedes Wochenende dieselbe Frage: Wo fahren wir denn nun hin? Ötz, Pitzbach und Lech sind so langsam ausgelutscht, irgendwas anderes muss her. Nachdem wir ein wenig die Flusskarte gewälzt haben und Kollege Fellmann auf die Schöllenschlucht der Reuss aufmerksam geworden ist, wägen wir ab. Hat’s Wasser, schaut’s gut aus? Der einstimmige Beschluss: auf jeden Fall.

Schnell die Sachen gepackt, etwas Gerstensaft besorgt und auf in den Gotthard – Claudio, Schweizer Landsmann und damit fast Local, erwartet uns schon. Beim nächtlichen Pegelcheck von der Teufelsbrücke aus haben wir kurz Bedenken. Es ist ziemlich warm, eine Menge Schmelzwasser rauscht unter uns hindurch. Am Samstagmorgen dann aber die Erleichterung – perfekter Pegel, super Wetter. Was will man mehr?

Na Ben, ausgeschlafen?
Foto: Ben Jung

Bereits beim Shuttlen fällt die ein oder andere Stufe auf. Vorfreude stellt sich ein. Unser gut informierter Schweizer meint, wir sollten Kletterzeug einpacken – ein Wehr muss sonst aufwändig Umtragen werden. Auch die erste Rutsche, rund 100 Meter lang, lassen wir aus zweierlei Gründen aus: Erstens hat niemand so recht Lust, sich direkt in der ersten Stelle eine Ohrfeige abzuholen (und danach sieht das Ding definitiv aus), zweitens kann man danach in die Schlucht reintragen und muss nicht vor dem Einsteigen schon Abseilen. Die nächste Stufe ist ein satter Drei-Meter-Abfall, der sich mit einem sauberen Lateboof relativ einfach überspringen lässt. Der Katarakt danach hat es dafür aber in sich: Ein zwar offensichtlicher, aber auch etwas heimtückischer Siphon lauert auf unaufmerksame Paddler. Nach dem zu umseilenden (beziehungsweise umtragenden) Wehr können wir die Stufen genießen, die wir von der Straße aus schon die ganze Zeit bewundert haben. Lediglich der letzte Katarakt erfordert noch einmal erhöhte Wachsamkeit, will man sich nicht verletzen. Notfalls lässt sich die Kombination aber auch Umtragen. Als Ausklang für diesen schönen Trip gönnen wir uns noch ein kühles Blondes, bevor wir in den Schlafsäcken verschwinden.

Weil das Wochenende bekanntermaßen nicht nur aus einem Paddeltag besteht, wir aber nicht zwei Mal denselben Abschnitt fahren wollen, starten wir am nächsten Morgen auf einem unterhalb gelegenen Abschnitt. Dieser ist zwar nicht so schwer, bietet aber den richtigen Ausklang für ein gemütliches Paddelwochenende.


Zusätzliche Informationen und Links

20.11.2014

Für die Tonne?

Fass ohne Boden? Boot ohne Ende? Oder einfach nur ein unfassbares ...
10.07.2014

1. Sanna-Fest ein voller Erfolg

Am 5. Juli demonstrierten 300 Paddler auf einer gemeinsamen Fahrt ...
28.04.2014

Testen, was das Zeug hält: Globeboot 2014

Die Globeboot läutet jedes Jahr den Saisonstart ein: ...
10.07.2015

Tested on Tour – GoPro Hero4

In KANU 5/2015 stellt Ben Jung die Actionkamera GoPro Hero4 Black ...
03.07.2015

King of the Alps 2015

Vom 12.-14. Juni ging im Passeiertal in Südtirol die 4. Auflage ...
26.01.2015

Adrian Mattern Highlight Reel 2014

Adrian Mattern ist der deutsche Nachwuchs-Stürzer schlechthin. ...

Aktuelle Veranstaltungen

z
Februar 2018
M D M D F S S
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728    
w