Springe direkt zu: Hauptnavigation Inhaltsbereich Zusätzliche Informationen und Links Bereichsnavigation Servicenavigation



Inhaltsbereich

Szene

Arnd Schäftlein im SUP-Interview

22. Juli 2011

Parallel zu seiner Kajakkarriere als »Old Man River« feilte Arnd Schäftlein stets an seinen Skills beim Wellenreiten. Als dann die SUP-Welle nach Europa rollte, erkannte Arnd sofort das Potenzial – und konnte seine zwei Leidenschaften in einem Sport auf die Spitze treiben.

In KANU 3/11 gab's die große Einführung zum Thema SUP. Petra Offermanns als passionierte Eisbach-Surferin und SUP-Instruktorin wird ab sofort für das KANUMAGAZIN regelmäßig aus dem Lager der Stehsurfpaddler berichten - natürlich mit Kanutenbrille auf der
Der »Old Man River« in voller Montur.
Foto: Jens Klatt

Arnd, du bist ein erfolgreicher Kajak­fahrer mit diversen Titel und über 50 Erstbefahrungen von Flüssen in aller Welt. Und nebenbei bist du Stand-Up-Paddler. Wann hast du damit angefangen?

Den ersten Kontakt zum Stand-Up hatte ich vor zehn Jahren auf Maui, als Laird Hamilton auf seinem SUP in Hookipa seine ersten Versuche machte. Ich dachte schon damals, dass mir als Paddler das nicht allzu schwerfallen dürfte, aber ich entschied, mich auf meine Karriere im Wildwasserkajak zu konzentrieren. Acht Jahre später und nachdem einige Kajakkollegen auch schon mit Stand-Up angefangen hatten, stand ich erstmals auf einem SUP-Board. Seitdem ist es ein fester Bestandteil meiner Aktivitäten.


Machst du weiterhin beides, oder bist du jetzt ganz auf SUP umgestiegen?

Natürlich mache ich beides weiter! Paddeln hat so viele tolle unterschiedliche Aspekte zu bieten. Ich muss nur entscheiden, ob ich mich diesen Aspekten im Kajak oder auf dem SUP stelle. Wenn es wie aus Kübeln gießt, gehe ich erst in die Berge und paddle im Kajak schweres Wildwasser. Und wenn das Wasser dann
einige Tage später in München ankommt, genieße ich es ein zweites Mal auf den stehenden Wellen der Isar – sei es mit dem SUP oder dem Surfbrett. Effizienter geht nicht.


Was macht für dich die Faszination des Stand-Up-Paddelns aus?

Wenn ich auf dem Brett stehe, erlebe ich das mir sehr vertraute Medium Wasser und dessen Umfeld aus einer komplett neuen Perspektive. Es ist unglaublich, was ich beim SUP schon alles im Wasser unter mir beobachten durfte, das mir aus anderer Perspektive verschlossen geblieben wäre. Ein weiterer Aspekt ist das stän­dige Balancieren des Brettes und der Einsatz all meiner Muskeln. Daraus resultiert ein unglaublicher Fitnesseffekt, wie ich ihn in meinen vielen Jahren als Sportler so noch nicht erlebt habe. Auf dem Meer bekomme ich mit dem SUP im Vergleich zu den »normalen« Surfern zehnmal so viele Wellen, da ich viel beweglicher bin, mich dadurch besser positionieren kann und durch den Einsatz des Paddels auch viel früher die Welle surfen kann.

In KANU 3/11 gab's die große Einführung zum Thema SUP. Petra Offermanns als passionierte Eisbach-Surferin und SUP-Instruktorin wird ab sofort für das KANUMAGAZIN regelmäßig aus dem Lager der Stehsurfpaddler berichten - natürlich mit Kanutenbrille auf der
Eine Welle, ein Brett, ein Paddel: Arnd in Neuseeland.

SUP ist der am schnellsten wachsende Wassersport seit dem Windsurfboom der 80er Jahre. Kurzer Hype oder bald Breitensport?

Solange alle wichtigen Mitspieler bei dieser Entwicklung an einem Strang ziehen, hat es eine sehr gute Chance zum Breitensport. Es darf nicht wie damals beim Windsurfboom der Fehler begangen werden, dass die Entwicklung der Bretter den Ansprüchen der Proathleten folgt und Otto Normalkunde irgendwann nicht mehr in der Lage ist, auf einem SUP zu stehen. Natürlich muss und wird die Industrie das SUP-Image über Sonne, Strand und surfende Helden aufbauen, aber bei uns in Deutschland darf nicht der Eindruck entstehen, dass SUP nur am Meer Spaß macht. Es sollte eher darauf hingearbeitet werden, dass sich auch Sportler auf ihrem lokalen Baggersee genauso toll fühlen wie Laird auf Maui in perfektem 10-Fuß-Swell. Stand-Up ist ein hervorragendes Mittel, um körperliche Fitness mit unglaublichen Naturerlebnissen zu verknüpfen. Genau richtig für Menschen, die für ihre immer knappere Freizeit eine Sportart suchen, die den ganzen Körper beansprucht und die sich ohne großen Aufwand überall ausüben lässt. Im Idealfall gibt es in Zukunft an jedem Badesee einen SUP-Verleih, wo für fünf Euro die Stunde Board und Paddel verliehen werden.


Darüber hinaus surfst du auch. Stand-Up-Paddler sind für viele Surfer ein Feindbild. Wie siehst du das Verhältnis Kajaker vs. Stand-Up-Paddler vs. Surfer?

Solange genügend Wellen für alle da sind, gibt es keine Auseinandersetzungen, da jeder noch gestoked ist von seinem letzten Ride. Der Normalfall sieht leider ganz anders aus. Surfen ist so populär geworden, dass es an den meisten Surfspots ständig mehr Surfer im Wasser hat als es Wellen gibt. Da ist dann permanent eine schlechte Stimmung unter den Brettsurfern, die nur wenige oder gar keine Wellen bekommen. Wenn sich auch noch ein Kajaker oder SUP'er dazugesellt, dann geht dieser schlechte »Vibe« in deren Richtung, da nun alle Surfer befürchten, dass sie überhaupt keine Welle mehr bekommen. Das liegt daran, dass Kajaker und SUP'er durch den Einsatz des Paddels die Welle vor allen anderen bekommen könnten. Besser nicht. Nur wer mit Respekt und Rücksicht agiert, macht sich im Lineup Freunde. Mit SUP oder Kajak sollte man sich besser auf die vielen Surfspots konzentrieren, die für die Surfer uninteressant oder schlicht nicht machbar sind. Ich würde mich niemals mit SUP oder Kajak mitten in einen überfüllten Surfspot einreihen. Entweder nehme ich mein normales Surfbrett und bin mir bewusst, dass ich mir jede Welle hart erkämpfen muss, oder ich nehme mein SUP und paddle ein paar hundert Meter weiter, bis ich einen leeren Break gefunden habe.  


Was sind deine Pläne für 2011?

Erst einmal werde ich in den nächsten Monaten meinen Job als Sportmarketing-Koordinator für Teva in Europa erfüllen. Wenn dann noch ein wenig Zeit ist, stehen der SUP-Weltcup in Hamburg auf der Agenda und ein längerer Surftrip im Herbst.

Mehr zu SUP

In KANU 3/11 gab's die große Einführung zum Thema SUP. Petra Offermanns als passionierte Eisbach-Surferin und SUP-Instruktorin wird ab sofort für das KANUMAGAZIN regelmäßig aus dem Lager der Stehsurfpaddler berichten - natürlich mit Kanutenbrille auf der
22.07.2011

Auf die Bretter, fertig, surf

In KANU 3/11 gab's die große Einführung zum Thema SUP. Petra Offermanns als passionierte Eisbach-Surferin und SUP-Instruktorin wird ab sofort für das KANUMAGAZIN regelmäßig aus dem Lager der Stehsurfpaddler berichten - natürlich mit Kanutenbrille auf der Nase und der Schnittmenge beider Sportarten im Blick. Zu Beginn widmet sie sich den Grundlagen.
Foto zur Indoor SUP Sprint Challeng 2011 auf der Londoner Boat Show.
27.01.2011

Kurzreport von der Indoor SUP Sprint Challenge in London

Am Wochenende vom 14. bis 16. Januar fand das erste Indoor SUP Sprint Race der Welt im Rahmen der Londoner Boat Show statt. Ein Rennen auf 12"6 (3.84m) langen Boards in einem 120 Meter langen und nur 30 Meter schmalen Indoor-Pool stellte für Veranstalter und Paddler eine große Herausforderung dar.
Foto zur SUP-Tour auf der Loisach.
22.12.2010

Auf SUP-Boards durch die Griesenschlucht

Die Stand Up Paddler haben das Wildwasser entdeckt. Nachdem auf der Isar bei Bad Tölz schon des öfteren Stehpaddler Aufmerksamkeit auf sich zogen, dringt der Sport nun auch in verblockte Gewässer vor. Guido Meier von Bavarian Water hat seine Freunden aus Übersee auf die Loisach mitgenommen.

Zusätzliche Informationen und Links

News

17.06.2015

Einladung zum 2. Sannafest

Am 27. Juni steigt am Sport Camp Tirol in Landeck das zweite Sanna ...
27.05.2015

Bregi-Day 2015

An Fronleichnam (4. Juni) schießt endlich wieder das Wasser der ...
05.05.2015

Dainese Peak to Creek 2015

Olympischer Medaillengewinner Vavřinec Hradilek (CZE), ...

Aktuelle Veranstaltungen

z
Dezember 2018
M D M D F S S
     12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31      
w