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Szene

Dörfler und Grimm im Interview

21. Januar 2013

 

Die zwei Schwabenkanuten Fabian Dörfler und Alexander Grimm stecken mitten in der Vorbereitung auf die nationalen Qualifikationen im Frühjahr. Im persönlichen Interview berichten die Jungs von ihrem Training und beantworten Fragen zu ihrer Person.

Fabian Dörfler grüßt aus dem heißen Australien

Das Jahr nach den olympischen Spielen ist das anstehende Jahr 2013. Die letzten Jahre waren ja gekennzeichnet mit dem Blick auf London, nun blicken alle Slalomspezialisten auf diese interessante Slalomsaison 2013. Es stehen ja zwei harte Wochenenden mit den nationalen Qualifikationen bevor, dann insgesamt fünf Kanuslalom Weltcups (aber alle in Europa), die EM in Krakau / Polen und als Saison Höhepunkt die Weltmeisterschaft im September in Prag.


MS: Fabian Dörfler, w ie bereitest Du Dich auf den ersten markanten Punkt in diesem Jahr, die beiden Qualifikationen im April für die nationale Nominierung zur EM, WM und den Weltcups vor?


FD: In diesem Winter hatte ich, wie einige weitere Slalomkanuten, die der Bundeswehr Sportfördergruppe angehören, zunächst einen achtwöchigen, militärischen Lehrgang in Hannover zu absolvieren. Währenddessen war unser Training entsprechend auf ein Minimum beschränkt. Im Schnitt mussten wir auf etwa 10 Stunden Training pro Woche verzichten, besonders schwerwiegend ist, dass wir in Hannover natürlich keine Möglichkeit hatten, auf Wildwasser die nötigen Technikeinheiten zu trainieren. Momentan sind deshalb alle damit beschäftigt, den Trainingsrückstand wieder einigermaßen wettzumachen. Ich persönlich habe mich an Silvester auf den Weg nach Australien gemacht, um auf der Olympiastrecke von 2000 optimale Trainingsbedingungen vorzufinden. Im Hinblick auf die nationale Qualifikation im April gibt es noch einiges zu tun, unter anderem werde ich zur Vorbereitung an einigen kleineren und größeren Wettkämpfen in Australien und Neuseeland sowie am Frühjahrsrennen in Markkleeberg teilnehmen.


MS: Man sagt ja, die knallheiße Saison ist derzeit in Australien, ermüdet Dich die Hitze (man spricht von über 40 Grad im Schatten und mehr) oder meidet ihr Mittagstraining und trainiert nur in den frühen Morgen- bzw. Nachmittagsstunden?


FD: Ich versuche natürlich die Mittagshitze etwas zu umgehen. Neben der Hitze sind auch die Gefahr eines Sonnenbrandes und das damit verbundene Hautkrebsrisiko nicht zu verachten. Ohne Sonnencreme kann man sich kaum draußen aufhalten. An die sommerlichen Temperaturen gewöhnt man sich ganz gern und schnell, wenn es aber an die 40 Grad geht haben auch die Einheimischen ihre liebe Mühe. Dann fühlt es sich an wie in der Sauna. Beim Paddeln ist man da noch mit am besten aufgehoben. Das Wasser sorgt ja für die nötige Abkühlung.


MS: Letztes Jahr (Olympiajahr) warst Du bei den Qualifikationsläufen in Augsburg und Markkleeberg sehr gut dabei, aber der eine, heiß umkämpfte Startplatz für Olympia ging dann zwar auch nach Augsburg, aber nicht an Dich, was denkst Du, wirst Du dieses Jahr bei den Qualifikationsrennen anders machen?


FD: Ich war mit meiner eigenen Leistung bei der Olympiaqualifikation im vergangenen Jahr durchaus zufrieden, wenn es auch letzten Endes nicht für Olympia gereicht hat. Die Situation in diesem Jahr ist etwas anders, da ja nicht nur der erste Platz zählt, sondern drei Boote je Kategorie zur WM nach Prag fahren werden. Mit soliden und konstanten Wettkämpfen hat man dafür gute Chancen. Ich habe also nicht vor meine Herangehensweise grundlegend zu ändern. Einfach wird es deshalb aber sicher nicht. Wir haben mindestens sechs heiße Kandidaten für die drei WM-Tickets und deshalb wird vom ersten bis zum letzten Paddelschlag volle Konzentration gefragt sein.


MS: Du bist seit der Schülerzeit im Kanuslalom Sport aktiv, warst häufig Deutscher Meister, Weltmeister, Weltcup Gesamt Vizemeister im letzten Jahr, kennst jede Menge Leute aus dem Slalom und dem Wildwassersport und was macht für Dich nach dieser langen Erfahrung den Reiz in dieser Sportart aus und was würdest Du den Nachwuchssportlern mit auf den Weg geben?


FD: Mir macht das Paddeln einfach unheimlich Spaß. Egal auf welcher Ebene, Paddeln ist immer abwechslungsreich. Ob man die verschiedenen Bereiche wie Freizeitsport, Paddeln als Fitnessprogramm oder Wettkampfsport nimmt oder ob man die verschiedenen Sportarten wie Slalom, Rennsport, Wildwasser, Stand-Up-Paddle, Marathon, Extremwildwasser, Polo oder Freestyle anschaut. Ein Paddlerleben reicht kaum aus, um überall seine Erfahrungen zu machen. Nachwuchssportlern und jedem der, egal in welchem Alter, zu Paddeln beginnt, kann ich nur raten die Augen offen zu halten und immer den Spaß an der Sache zu bewahren.


MS. Fabian, wir wünschen Dir in Downunder viel Freude und weiterhin viel Spaß im Kajaksport und wir sehen uns dann im Frühjahr bei den Qualifikationsrennen, vielen Dank für das Interview und danke für Deine faire, sportliche Art. Wir drücken Dir für 2013 ganz fest die Daumen und freuen uns auf viele Wettkämpfe mit Dir!

Marianne Stenglein im Interview mit Fabian Dörfler / derzeit in Australien & Neuseeland beim Paddeln / 16.1.2013

Olympiasieger Grimm steckt mitten in der Vorbereitung

Das Jahr nach den olympischen Spielen ist das anstehende Jahr 2013. Die letzten Jahre waren ja gekennzeichnet mit dem Blick auf London, nun blicken alle Slalomspezialisten auf diese interessante Slalomsaison 2013. Es stehen ja zwei harte Wochenenden mit den nationalen Qualifikationen bevor, dann insgesamt fünf Kanuslalom Weltcups (aber alle in Europa), die EM in Krakau / Polen und als Saison Höhepunkt die Weltmeisterschaft im September in Prag.


MS: Alexander Grimm (AG), wie bereitest Du Dich auf den ersten markanten Punkt in diesem Jahr, die beiden Qualifikationen im April für die nationale Nominierung zur EM, WM und den Weltcups vor?


AG: Im Vorfeld der Qualifikationen plane ich an einigen der angebotenen Vorbereitungsrennen teilzunehmen, darunter das Internationale Rennen in Markkleeberg und eventuell die Eurolympics in Frankreich.


MS: Du befindest Dich dieses Jahr nicht mit dabei in Australien, dort finden auch einige ICF Slalom Ranking Wettkämpfe statt, aber auch ein Lehrgang. Was sind Deine Gründe nicht daran teilzunehmen?


AG: Dieses Jahr fliege ich zum ersten Mal nicht mit zum Warmwasserlehrgang nach Penrith/Australien, da ich bis März neben dem täglichen Training meine Abschlussarbeit bei der MAN schreiben werde. Aus diesem Grund werde ich den Winter über in Augsburg mein Training absolvieren.


MS: Deine Schwester Michaela startet im Canadier Einer der Damen, hat Dich diese Disziplin eigentlich nie gereizt? Trainiert ihr auch manchmal zusammen?


AG: Ich war diesen Sommer tatsächlich manchmal in einem Canadier gesessen – allerdings nicht lange. Kurz nachdem ich ins Boot eingestiegen bin, habe ich vom Knien Krämpfe in den Beinen bekommen, außerdem kam es mir sehr wackelig vor. Da habe ich relativ schnell bemerkt, dass Canadier nicht die richtige Disziplin für mich ist, da fühle ich mich im Kajak deutlich wohler. Auch wenn ich mich mit meiner Schwester sehr gut verstehe, ziehen wir es vor, unser eigenes Training zu machen –auch auf Grund der Unterschiede der beiden Disziplinen.


MS: Letztes Jahr (Olympiajahr) warst Du bei den Qualifikationsläufen in Augsburg und Markkleeberg leider nicht ganz vorne mit dabei, aber der eine, heiß umkämpfte Startplatz für Olympia ging dann zwar auch nach Augsburg, aber nicht an Dich, was denkst Du, wirst Du dieses Jahr bei den Qualifikationsrennen anders machen?


AG: Bei der Olympiaqualifikation wurde unter allen Kajakfahrern nur ein einziger Startplatz vergeben. Dieses Jahr können sich für die Nationalmannschaft drei Fahrer qualifizieren, weshalb die allgemeine Anspannung bei den Qualifikationsläufen in der Regel nicht mehr ganz so hoch ist. Ich werde mein tägliches Training wie üblich durchführen und in den Vorbereitungen keine großen Experimente (hinsichtlich Trainingsmethoden oder Material) machen. Während den Rennen werde ich dann einfach versuchen mein Bestes zu geben und das Gelernte aus dem Training umzusetzen.


MS: Du bist seit der Schülerzeit im Kanuslalom - Sport aktiv, hast enorm viele Titel eingeheimst, ganz besonders natürlich die Goldmedaille bei den olympischen Spielen in Peking. Was hat sich nach 2008 und der Goldmedaille für Dich verändert?


AG: Nach dem Olympiasieg in Peking hat sich einiges für mich verändert. Man lernt viele neue Menschen kennen, Sportler und Politiker die man sonst nur im Fernsehen sieht. Ein besonderes Highlight für mich war Angela Merkel bei einer Sportlerehrung zu treffen. Außerdem wird man zu vielen Events eingeladen wie zum Beispiel dem Sportpresseball oder dem TV Event „Sportler des Jahres“. Natürlich ist es auch schön zu wissen, dass man durch den Olympiasieg, für manche der Nachwuchssportler die Rolle des Vorbildes einnimmt und sie dadurch motiviert.


MS: Wie sieht Deine berufliche Zukunft aus, planst Du die olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 noch mit in Deine sportliche Zielsetzung aufzunehmen?


AG: Für jeden Sportler zählt die Teilnahme bei den Olympischen Spielen auf jeden Fall zu einem der großen Ziele. Mit Sicherheit auch, da dies nur alle vier Jahre wiederkehrt. Momentan konzentriere ich mich auf die anstehendende Qualifikation im April und verfolge das Ziel mich wieder für die Nationalmannschaft zu qualifizieren. Bis 2016 ist es noch ein Weilchen hin, natürlich werde ich versuchen kontinuierlich mein Bestes zu geben. Da mir das Paddeln nach wie vor sehr viel Spaß macht und ich mich wohl fühle wenn ich im Boot sitze, hoffe ich, dass es auch die nächsten Jahre positiv weitergeht.


MS: Erzähl uns doch mal aus deinem Alltag und wie viele Stunden du mit dem Training verbringst?


AG: In der Regel trainiere ich 2-3 mal pro Tag, das natürlich auch im Winter. Parallel schreibe ich an meiner Abschlussarbeit. Dementsprechend stehe ich früh morgens auf um meine erste Trainingseinheit zu absolvieren. Im Anschluss daran widme ich mich meinem Studium, bevor ich nachmittags die zweite und dritte Trainingseinheit mache.


Alexander, wir danken Dir recht herzlich für das Interview und freuen uns auf viele spannende Wettkämpfe 2013

16.1.2013/Marianne Stenglein mit Alexander Grimm im Interview

 


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