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Szene

Nepal-Expedition »Ice 2 Jungle« erfolgreich

16. November 2010 von Peter Tümmers, Jörg Hackinger

Dem AKC-Expeditionsteam »Ice 2 Jungle« ist die Erstbefahrung des Annapurna-Abflusses Modi Khola unterhalb des Gletschers auf 3600 Meter gelungen. Mit der 8091 Meter hohen Annapurna 1 im Rücken, kämpfte sich das siebenköpfige Paddelteam auf eisigem Gletscherwasser durch steile Felskatarakte dem Dschungel entgegen.

Foto zur AKC-Nepal-Expedition »Ice2Jungle«.
Florian Zaczek im Moraine Run vor dem South Peak der Annapurna.
Foto: Jörg Hackinger

Nach der Ankunft in Pokhara macht sich das AKC-Expeditionsteam mit Peter Tümmers, Claus Fiedler, Florian Fischer, Jörg Hackinger, Peter Luppa, Julian Schäfer und Florian Zaczek auf in das Annapurna-Gebiet. Die ersten Tage werden genutzt, um sich auf den bekannten Strecken einzufahren. Danach beginnt der zweitägige Aufstieg zum Annapurna Basecamp auf 4130 Meter, unterstützt von Trägern und dem ortskundigen Mountainguide Takman Rai.

Nach eingängigem Scouten der Gletscherflüsse startet das Team die erste Etappe ca. 150 Meter unterhalb des Gletschertores des südlichen Annapurna-Gletschers. Der Zustieg erfolgt über die Seitenwand der Gletschermoräne. Dabei müssen die Boote im brüchigen, alpinen Gelände streckenweise abgeseilt werden.

Foto zur AKC-Nepal-Expedition »Ice2Jungle«.
Peter Luppa im ersten Abschnitt, dem Moraine Run, vor dem südlichen Annapurna-Gipfel.
Foto: Florian Fischer

Der junge Gletscherbach stellt sich auf den ersten 500 Meter als steile Rinne heraus. Ab dem Zusammenfluss mit dem zweiten Quellfluss des Modi Khola vom westlichen Annapurna-Gletscher verdreifacht sich die Wassermenge und die Schwierigkeiten nehmen von WW 5- auf WW 4 ab. Die Abgeschiedenheit im hochalpinen Gelaende, dünne Höhenluft und das grobe Bruchgestein stellen große Anforderungen an die Befahrer. Nach etwa zwei Kilometern kündigt ein Steilabbruch aus dem »Annapurna Sanctuary«-Hochtal das Ende der ersten Etappe an, die das Team »Moraine Run« tauft.

 

Am Folgetag setzen die Kajakfahrer am Ende der Druchbruchstrecke wieder ein. Ab dem Klammausgang windet sich der Fluss durch ein weites und traumhaftes Hochplateau. Die danach benannte »Plateau Section« wartet mit genialen Stellen im fünften Grad auf. Im weiteren Verlauf nehmen die Schwierigkeiten auf WW 3 ab. Ein erneuter Anstieg der Schwierigkeiten kündigt das Fahrtende an und eine lange Sturzstrecke ab »Deurali« (3200 m) beginnt, die erst auf 1500 Meter enden wird.

Foto zur AKC-Nepal-Expedition »Ice2Jungle«.
Florian Zaczek in der Plateau Section.
Foto: Jörg Hackinger

Ein dritter Neuabschnitt ab Sinuwa scheitert an der Uneinsehbarkeit eines Klammabschnittes. Später stellt sich heraus, dass das Gefälle die Fahrt unberechenbar gemacht hätte.

 

Tatsächlich wird das Wildwasser des Modi Khola einem der Paddler zum Verhängnis: Claus Fiedler zieht sich bei einer Eskimorolle auf den unteren, bereits bekannten Etappen, schwere Gesichtsverletzungen zu. Ein Bruch des Wangenknochen ist Ursache für seinen vorzeitigen Abbruch.

Foto zur AKC-Nepal-Expedition »Ice2Jungle«.
Der Hotpool am Einstieg Hot Springs.
Foto: Jörg Hackinger

Die Expedition Ice 2 Jungle führt ab jetzt in bekanntem Gelände weiter. Die Fahrt wird ab Hot Springs nach einem Bad in den heißen Quellen im Dschungel fortgeführt. Ab New Bridge weitet sich das Tal und nach zwei Tagen exzellentem Wildwasser erreicht die Gruppe nach insgesamt elf Tagen den Staudamm beim Ausgangspunkt Nayapul.

Einem Fluss zu folgen von seiner Quelle bis zur Mündung, durch drei Klimazonen hindurch, im Kajak und zu Fuß, findet seinen Abschluss. Nach erfolgreicher Rückkehr trennt sich das Team. Während einige ihre Nepalreisen mit entspanntem Urlaubspaddeln fortsetzen, kehren die anderen ins kalte Deutschland zurück.

Das Expeditionsteam des AKC samt Trägern vor dem Massiv der Annapurna.
Das Expeditionsteam des AKC samt Trägern vor dem Massiv der Annapurna.
Foto: Claus Fiedler

Bedanken möchte sich das Team bei der unterstützenden Agentur »Whitewater Nepal« (www.raftnepal.com), insbesondere bei
Mountainguide Takman Rai und den Trägern. Der Dank gilt auch den Sponsoren von Ice2Jungle: Kober, Zölzer, Langer, Prijon, Vaude und Ophion.

Die ganze Story über die Recken des Alpinen Kayak Clubs, die auszogen um den Modi Khola zu zähmen, gibt's in der ersten Ausgabe des KANU MAGAZINs  2011. Ab 24. Februar im Zeitschriftenhandel.


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