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Test & Technik

Kanulock: Gurt und Schluss

16. August 2010 von Christoph Scheuermann

Das Kanulock macht die Sicherung der Boote auf dem Autodach kinderleicht. Die KANU-Redaktion hat's getestet.

Foto Kanulock.
Bootsbefestigung mittels Kanulock.
Foto: Christoph Scheuermann

Wer sein Boot auf dem Autodach gegen Diebstahl sichern will, war lange auf Drahtseil oder Kette angewiesen um Langfingern am Flussufer die Arbeit zu erschweren. Paddler hantieren mit gummiummantelten Drahtseilen aus dem Baumarkt, schweren Eisenketten und Fahrradschlössern. Ein »Rack Guard« genanntes System aus dem Hause »°hf« macht eine Sicherung durch Einklemmen in der Autotür möglich.

Für alle Paddler, die es bequemer wollen, wurde das Kanulock erfunden. Dabei handelt es sich um ein Paar Spanngurte, das mit Stahldrähten verstärkt und mit Schlössern versehen, Gelegenheitsdiebe auf Abstand hält. Entwickelt wurde das abschließbare Gurtsystem vom Australier Clinton Hollier. In Down Under ist das Kanulock seit vier Jahren im Handel. Seit einiger Zeit gibt es einen Import auf's europäische Festland.

Foto Kanulock.
Die Schnallen sind sauber verarbeitet und praktischerweise gummiummantelt.
Foto: Christoph Scheuermann

Die KANU-Redaktion hat die Spezialgurte im Alltags-Einsatz getestet. Zunächst wirken die Gurte durch die Metallverstärkung im Gewebe schwer und sperrig. Tatsächlich ist das Handling am Autodach aber bequem und beschwerdefrei. Die Gurte laufen leicht durch die Schnallen, diese halten aber beim Spannen ohne Schlupf auf Zug. Wer keine Kratzer im Lack mag, wird sich über die Gummiummantelung der Schnallen freuen. Der beherzte Wurf über Dach und Boote hinterlässt keine Spuren auf der anderen Seite. Die Gurte werden mit zwei Schlüsseln geliefert, das Schloss funktioniert anstandslos. Allerdings darf hier keine Hochsicherheits-Schließtechnik erwartet werden. Schloss wie Gurtstärke werden professionelle Bootsknacker nicht vom Beutezug abhalten. Wer das richtige Werkzeug mitbringt, wird auch das Kanulock schaffen. Wie der Rack Guard und die meisten Drahtseile aus dem Baumarkt richtet sich auch das Kanulock gegen Gelegenheitsdiebe.

 

Allerdings sind den Testern auch Negativa aufgefallen: Nach einigen Einsätzen neigt der Gurt stark zum Verdrehen und läuft verschränkt über das Boot. Zudem ist der Gurt nicht für alle Senkrecht-Stützen zu schmal genug. Zumindest an unserem Test-Dachträger ist das Einfädeln in die Ösen gescheitert.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Länge der Gurte. Auch der lange Gurt reicht mit vier Metern nicht aus um zwei Boote in Sandwich-Ladeweise zu befestigen. Hier wäre ein zumindest 5 m langes Exemplar wünschenswert.

Foto Kanulock.
Der Gurt passt leider nicht durch die Öse der Senkrechtstütze.
Foto: Christoph Scheuermann

Das Kanulock ist ohne Frage eine praktische Erfindung, die es dem sicherheitsbewussten Paddler erlaubt mit sehr wenig Aufwand sein Boot zu sichern. Eine echte Nummer ist allerdings auch der Preis: Mit 55 Euro für 2 x 4 m bzw. 49 Euro für 2 x 2,5 m ist der Preis doppelt so hoch wie beim hf Rack Guard. Bei Versand vom Importeur fallen weitere 6 Euro je Lieferung an.

Fazit: Zweckmäßige Sicherung gegen Gelegenheitsdiebe, die gegenüber Standardgurten einige Einschränkungen aufweisen. Die Gurte sind nicht gerade günstig, aber allemal billiger als ein geklautes Boot.   


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