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Touren

Paddelnd durch Nordamerika (2): New River Gorge

14. Januar 2013 von Markus Leppänen

Maria Stelzig und Markus Leppänen reisen ein Jahr lang mit Kajak und Kletterschuhen im Gepäck quer durch Nordamerika. Sie sind im April 2012 zu ihrer Reise gestartet und fassen hier in acht Episoden kurz die schönsten Paddelstopps zusammen. 

Ende April ging es dann endlich los, der selbst ausgebaute Van wird vollgeladen und unser erster Roadtrip beginnt! Die Fahrt zu den New River Dries dauert mit dem Van gute 5 Stunden, für uns eine echte Distanz, die der Durschnittsamerikaner schon mal für einen Tag zurücklegt. Am Nachmittag kommen wir nach ein wenig Suche auch bei den Wellen an und sind unglaublicher Weise erst mal nur mit drei anderen Paddlern dort. Später am Nachmittag treffen dann doch noch andere Paddler ein. Die Put In Waves des New River Dries zu surfen war einfach unglaublich, Weltklasse Wellen bei einem Pegel von anfangs 43.000 cfs! Am zweiten Tag surfen wir noch bei recht gutem Wasserstand die Put In Waves. Am dritten Tag jedoch sinkt der Pegel rapide auf ca. 21.000 cfs ab und die Wellen verschwinden nach und nach.

Am vierten Tag paddeln wir bei ca. 17.000 cfs den kompletten Run der New River Dries mit vielen kleinen Spielstellen auf dem Weg.

 

Noch am Abend starten Seth Chapelle, Matt Sloan, Maria und ich eine kleine „Expedition“ zur Greyhound Wave auf dem New River, die bei diesem Wasserstand angeblich gut stehen soll. Die dirt-road bis zum Einstieg ist eine echte Herausforderung, da die Straße teilweise so ausgewaschen ist, dass die Spurrillen gute 40 cm tief sind. Würden wir mit unserem Van, leider ohne Vierradantrieb, da hinein rutschen, bräuchte es schon einen Abschleppwagen, um wieder herauszukommen. Auch der Hike runter zum Fluss durch dichtes Gestrüpp ist abenteuerlich (insbesondere weil überall Poison Ivy, d.h. giftiger Efeu, lauert), doch es lohnt sich! Die Welle ist klasse und hat ein riesen Kehrwasser.

 

Zurück läuft man eine gute halbe Stunde entlang der Eisenbahngleise der Bahnstrecke die auf kompletter Länge der Schlucht den Fluss säumt. Die Eisenbahn wurde schon im 19ten Jahrhundert erbaut, um den Abbau der Kohle aus den Hängen der Schlucht zu erleichtern. Überall finden sich noch Überreste der Montanindustrie an den Hängen der New River Gorge: alte Bahn-Beladestationen, Überreste alter Häuser, Schulen und Kirchen.

Am 1. Mai paddeln wir in der Früh den Mill Creek. Der Mill Creek ist ein kleiner Seitenbach, der in den New River mündet. Der erste Teil bis zum Wasserfall ist schönes mittelschweres Creeken, wo Maria von der Straße aus Fotos machen kann, der zweite Teil recht anspruchsvoll und leider auch nicht mehr für Fotos von der Seite einzusehen

Danach machen wir uns noch auf die komplette New River Gorge zu befahren. Der Level liegt bei ca. 15.000 cfs und ist optimal! Der Run ist pures Wuchtwasser von oben bis unten und man fühlt sich durch das warme Wasser und das extrem warme und tropische Klima (über 30 Grad Celsius!) ein wenig an den Weißen Nil in Uganda erinnert! Der Ausstieg ist unter der berühmten Stahl-Bogenbrücke, der Längsten in der westlichen Hemisphäre. Sie überspannt die Schlucht in ca. 270 m Höhe und ist einen knappen Kilometer lang!

Die nächsten beiden Tage verbringen wir bei abfließendem Wasser an der Surprise Wave, einen Rapid oberhalb des New River Gorge Einstiegs in Cunard. Zwar leichter Zugang zur Welle da man mit dem Auto fast bis an den Fluss fahren kann, dafür nur sehr schwieriger Zugang über das nach oben hin sehr verzwickte Kehrwasser oder das extrem steinige und bewachsene Ufer. Als wir dort ankommen ist die Warteschlange lang, da die New River Akademie Schüler (früher Huge Experience) mit ihren Lehrern auch zum Wellensurfen gekommen sind. Trotz allem eine extrem gute Welle und ein sehr schöner Abschluß für unsere Zeit am New River!

Wie immer am Ende, wenn Ihr unser Projekt und ein paar Charity-Organisationen unterstützen wollt, dann meldet Euch einfach hier bei unserem kostenlosen Time4Charity-Newsletter an.

 

Danke und cu on the river!
Maria & Markus