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Touren

Paddeln auf dem Zambesi: Alle Reise-Infos

 Touren-Tipps & Flüsse, Afrika und Asien

Von September bis Weihnachten bietet der Zambesi abenteuerlustigen Wildwasserpaddlern mit schmalem Zeitkonto einen Spielplatz der Extraklasse. Dank Übernachtflug und geringer Zeitverschiebung vergehen zwischen Check-in und Einstieg keine 24 Stunden.

 

 

Charakter:

Der Zambesi ist der viertgrößte Fluss Afrikas. Er entspringt im Norden Sambias, biegt kurz nach Angola ab und bildet über mehrere hundert Kilometer die Grenze Sambias zu Namibia und Zimbabwe, bevor er in Mosambik den Indischen Ozean erreicht. Obwohl 2736 km lang, queren nur vier Brücken den Fluss, eine davon unterhalb der Victoriafälle. Während Ober- und Unterlauf großteils Flachwasser sind, beginnt direkt unterhalb der Fälle eine 120 km lange WW-Strecke. Wer die Mühen einer Mehrtagestour scheut, bezwingt allein die ersten 23 km als Tagesetappe. Seinen höchsten Pegel erreicht der Zambesi im April (über 9000 Kubik), NW ist im November, doch selbst dann muss bei 250 Kubik niemand treideln. Entgegen anderslautenden Gerüchten ist die Tages­etappe außerhalb der Hochwassersaison von jedem Paddler mit WW-IV-Führerschein, einer Portion Mut und 100%iger Rolle zu bezwingen. Das gilt auch für die Mehrtagestour bis Moemba oder gar bis in den Kariba-Stausee. Hier muss allerdings vermehrt mit Crocs gerechnet werde

 

Beste Zeit:

Ideal sind die Monate Oktober bis Ende Dezember, wenn bei uns schon Väterchen Frost regiert. Mitte November erreicht der Zambesi seinen niedrigsten Pegel, bevor er bis Weihnachten mit Beginn der Regenzeit wieder kontinuierlich steigt. Besonders interessant ist der Dezember, wenn man täglich einige Zentimeter mehr Wasser hat und den Fluss quasi täglich neu erlebt. In dieser Zeit finden auch Spielbootfahrer die besten Bedingungen.

 

Anreise:

Mit diversen Fluggesellschaften via Johannesburg nach Livingstone (Sambia) oder Vic Falls (Zimbabwe). Die beste Verbindung in Sachen Preis, Komfort und Bootstransport bietet die British Airways. Vor Ort Abholung organisieren.

 

Einreise:

Mitteleuropäer benötigen einen mindestens 6 Monate gültigen Reisepass. Vor Ort wird eine Visa­gebühr (ca. 25 US$) fällig, die jedoch vorab von der gebuchten Unterkunft kostenlos organisiert werden kann. Bitte beachten: Abflugsteuer: US$ 20.

 

Unterkunft:

Zahlreiche günstige Unterkünfte mit mehr oder weniger Komfort in und um Livingstone. Paddler wählen meist das Fawlty Towers (www.adventure-africa.com) mit kleinem Pool, diversen Zimmern (oft heiß) und einem schönen Garten, in dem auch gecampt werden kann (schön kühl). Wer sich was gönnen will, checkt im Zambesi Sun ein, weitere Infos unter www.suninternational.de. Das dortige Frühstücksbuffett ist die ideale Grundlage für einen langen Tag auf dem Wasser.

 

Logistik:

Eine Reglementierung erlaubt keine Privatfahrten, die aufgrund des komplizierten Shuttles ohnehin nicht empfehlenswert sind. Seit Jahren schnürt der Zambesi-Local Andrew Bolton alias Sven mit seiner Company Thezambesi.com perfekte Pakete für Kajaker, so dass man nicht mehr bei den örtlichen Raftcompanies um Mitnahme betteln muss. Da er jedoch nur einen Landrover mit Anhänger zur Verfügung hat, sollte die Gruppengröße acht Paddler nicht übersteigen.

 

Ausrüstung:

Radikale bis gemäßigte Spielboote mit etwas Volumen versprechen ungehemmten Surf- und Walzenspaß. Wer einzig heil am Ausstieg ankommen will, tritt am besten im hochvolumigen Kajak an. Da nur wenige Mietboote erhältlich sind, sollte man sein eigenes Kajak im Flieger mitbringen. Kein spezieller Kälteschutz erforderlich,
allerdings sollte man auf ausreichend Sonnenschutz achten (Helm mit Schirmkappe, wasserfeste Sonnencreme, langärmliges T-Shirt). Des Weiteren unverzichtbar: eine bombenfeste Spritzdecke und ein Paddel in Reserve, da Ersatz schwer aufzutreiben ist.

 

Gesundheit:

Keine Impfungen vorgeschrieben. Malaria-Prophylaxe ist ganzjährig erforderlich, wenn die Viecher in den Monaten August bis November auch wenig präsent sind. Das Infektions­risiko ferner durch lange, helle Kleidung, Moskitonetz überm Bett und Moskitomittel (mit DEET, www.careplus.nl) senken. Empfohlen werden außerdem Impfungen gegen Typhus und Hepatitis. Impfpass und Einwegspritzen mitnehmen.

 

Gefahren:

Als Schwimmer wird man bei allen Wasserständen schnell zum Spielball der Strömungen. Besonders am Ende der Katarakte, wenn das Wasser ungebremst aufs Flachwasser trifft, kann es einen trotz Schwimmweste an den monströsen Verschneidungslinien in die Tiefe ziehen. Dann gilt es, nicht in Panik zu verfallen, keine Kraft zu vergeuden und sich auf die hoffentlich vorhandene Bootsspitze eines Mitpaddlers beim Auftauchen zu freuen. Mangels Fischen gibt es bis Rapid Nr. 25 keine kapitalen Krokodile. Kleinere Exemplare allerdings schon.

 

Infos:

Unter www.thezambezi.com werden die wichtigsten Fragen beantwortet und man kann gleich diverse Leistungen (Transfers, Unterkunft) buchen. Eine eindrucksvolle Einstimmung auf den Zambesi bietet der Film »Burning Time II« von Scott Lindgren. Die dort gezeigten Aufnahmen wurden jedoch größtenteils bei Hochwasser gedreht und entsprechen keinesfalls den während der Trockenheit vorherrschenden Schwierigkeiten. Für 32 € zu bestellen unter www.outdoorcenter.de.

Reisereportage

Zambesi - ein afrikanische Klassiker

100% Exotik bei 100% Erholungsgarantie - der Zambesi im südlichen Afrika ist der perfekte Appetithappen für alle fernwehkranken Paddler. Und entgegen aller Vorurteile bestehen auch für WW-IV-Paddler reelle Chancen, den monströsen Wellen und Walzen ungeschoren zu entkommen.