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Touren

Paddelparadies Nr. 5: Thailand

 Touren-Tipps & Flüsse, Afrika und Asien

Wir haben zehn wunderschöne Ziele auf Salz- und Süßwasser zusammengestellt und jede Woche erscheint eine Revierbeschreibung online. Diesmal geht es ab in den Süden: Thailand bietet Paddlern ein Revier der Extraklasse: Glasklares Wasser, Sonne satt und eine unglaublich vielfältige Unterwasserwelt, hinzu kommt die Herzlichkeit der Thailänder. Und romantische Zeltplätze finden sich an den weißen Stränden ebenfalls zuhauf. Was will man mehr?

Paddelparadies Thailand. | Foto: Lars Schneider

 

»Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich


»Die Butang-Inseln im Tarutao-Nationalpark hatten uns auf Anhieb gelockt. Halbwegs gut zu erreichen, wunderschön und noch relativ einsam – weitab zumindest von den täglich aus allen Himmelsrichtungen von Touristenschiffen angelaufenen Inseln aus Filmen von »The Beach« bis James Bond. Das Archipel präsentiert sich rund 40 Kilometer vor der Küste mit einem guten Dutzend hügeligen, von üppigem Grün bewachsen und von feinsten Stränden umsäumten Inseln. « (Lars Schneider)

Thailand

Der Süden Thailands.

Glasklares Meer, weiße Strände und Sonne – so das typische Thailandbild. Klischeehaft? Vielleicht, aber dennoch wahr. Im Süden reihen sich sowohl an der Ost- als auch an der Westküste Traumstrände aneinander. Zwar hat auch der Pauschaltourismus Thailand entdeckt, dennoch finden sich perfekte Seekajakküsten, die (noch) nicht von Touristen überschwemmt werden. Im Nordwesten des Landes bedecken hingegen weite Urwälder, fruchtbare Täler und Flüsse das Bergland, der Nordosten ist der ärmste Teil Thailands, in den sich am wenigsten Touristen verirren. Thailand ist tief buddhistisch geprägt, ganze 95 Prozent der Bevölkerung sind Buddhisten, die Sprache ist Thai. Die Hauptstadt ist Bangkok, welche im Zentrum des Landes liegt. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in den südlichsten Teil des Landes an der Grenze zu Malaysia, nach Narathiwat, Yala und Pattani sowie die in der Nachbarschaft liegende Provinz Songhkla. Da der Süden des Landes nahe des Äquators liegt, schwanken die Temperaturen im Jahr nicht sonderlich. Von Mai bis Oktober ist jedoch im Westen Regenzeit, deshalb empfiehlt es sich, Touren dort im Winter von November bis April zu unternehmen. Im November und Dezember ist es am kühlsten, im März am wärmsten. Im Osten ist die beste Reisezeit Januar bis Mai, das Wetter kann jedoch etwas launischer sein als auf der westlichen Seite der Halbinsel.

»Links oder rechts der Insel? Wo es einen guten Strand gibt, wissen wir nicht, links schimmert das Ufer in einiger Entfernung hell, also wählen wir diese Route. Es gibt zwar ein paar Strände, doch sie sind alle zu klein, zu schmal, zu steil. Wir passieren schroffe Felsufer und sehen einen mächtigen Fischadler und seinen Horst in einer kahlen Astgabel eines großen, abgestorbenen Baums.« (Lars Schneider)

Paddelrevier

Sehenswert: Granitmurmeln à la Seychellen. | Foto: Lars Schneider

Thailand ist das Paddelparadies schlechthin. Das Wetter ist im Winter stabil und die Küste bietet oft viele Strände, an denen Anlanden möglich ist. Hinzu kommt natürlich die traumhafte Landschaft. Es kann eigentlich entlang der gesamten Küste gepaddelt werden oder man wählt ein Archipel wie den Tarutao-Nationalpark, in dem man von Insel zu Insel hüpfen kann – die Möglichkeiten sind schier endlos. Haupttouristenziel im Osten ist die Halbinsel Phuket, im Westen die Inseln Ko Samui und Ko Phangan. Wem der Rummel an Land nichts ausmacht, ist hier sicher gut aufgehoben, da die Landschaft in der Phang-Nga-Bucht östlich von Phuket und rund um die Inseln besonders eindrucksvoll ist. Hier gibt es auch Kajakvermieter. Die meisten Paddler wird es jedoch in die abgelegeneren Gegenden ziehen. Supertipp ist hier der Tarutao-Nationalpark. Da Thailands Strände zum Wasser hin nur leicht abfallen und dieses sehr seicht ist, macht sich der Tidenhub bemerkbar. Es kann Paddlern passieren, dass sie morgens festsitzen oder ihr Boot hundert Meter zum Meer bewegen müssen.

Anreise

Für eine solche Kulisse lohnt sich die lange Anreise allemal! | Foto: Lars Schneider

Zunächst nach Bangkok fliegen – die allergünstigsten Flüge gibt es ab 450 Euro. Von dort nimmt man einen Inlandflug, wahlweise nach Trang, Krabi, Phuket (Westküste) oder nach Surat Thani. Auch einige andere kleine Flughäfen werden angeflogen. Eine Alternative zum Inlandflug ist die Eisenbahn, die von Bangkok aus gen Süden fährt. Die Bahnfahrt ist deutlich billiger als der Flug, man muss aber auch entsprechend mehr Zeit einrechnen. Tickets sind am Bahnhof in Bangkok erhältlich. Vom Flughafen beziehungsweise der Bahnstation aus fahren Kleinbusse in alle Richtungen weiter.

»Groß und sanft geschwungen und mit einer hohen kantigen Felswand am einen Ende, die uns morgen Schatten spenden wird, das ist unser perfekter Zeltstrand. Schon beim Anlanden hatten wir durch das klare Wasser bunt schimmernde Korallen und viele Fische gesehen. Bevor wir unser Zelt aufbauen, greifen wir uns deshalb zuerst unsere Schnorchelausrüstung. Die Unterwasserwelt des Tarutao-Nationalparks ist einzigartig und gehört zu den schönsten Tauchrevieren im Land.« (Lars Schneider)

Ausrüstung

À propos Ausrüstung: Flip-Flops finden sich am Strand zu Genüge. Also Müll. | Foto: Lars Schneider

Am besten ist es immer noch, dass eigene Boot mitzunehmen. Zwar gibt es in den Touristenorten Kajaks zu leihen, diese sind aber oft sehr heruntergekommen. Faltboote sind ideal, wenn man mit dem Zug reisen will. In Thailand sind lange Hosen und dicke Pullover nicht zu gebrauchen. Nachts sinken die Temperaturen selten unter 20 Grad, tagsüber liegen sie deutlich höher. Auch das Wasser hat Badewannentemperatur. Aus diesem Grund ist Schutz vor der Hitze wichtiger als vor der Kälte. Sonnenhut, viel Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und Langarmshirts gehören auf alle Fälle ins Reisegepäck. Außerdem müssen unbedingt Taucherbrille, Schorchel, Badehose und Flossen mitgenommen werden. Für nachts empfiehlt sich ein Zelt mit feinmaschigem Moskitonetz und ein leichtes Überzelt oder Tarp.

Verpflegung und Trinkwasser

Alle Lebensmittel und das gesamte Trinkwasser müssen für die Tour mitgeführt werden. Die Grundnahrungsmittel finden sich auch in den thailändischen Supermärkten. Das Leitungswasser in Thailand ist vom Geschmack nicht sonderlich zu empfehlen, falls man dies trotzdem trinken möchte, Mircopur-Tabletten zum Entkeimen mitnehmen! Ansonsten kann das Trinkwasser auch einfach in Flaschen gekauft und anschließend in Wassersäcke umgefüllt werden.

Literatur und Karten

Eine Alternative zum nichtexistierenden Kanuführer ist der Seglerführer »Sail Thailand« mit eingetragenen Sehenswürdigkeiten, Trinkwasservorkommen, Häfen, Einkaufsmöglichkeiten und mehr.  Seekarten gibt es über den maritimen Fachhandel. Topo-Karten sind beim Royal Thai Survey Department in Bangkok erhältlich, jedoch muss man persönlich vor Ort aufkreuzen und anfragen.

»Es ist, als würde man durch ein besonders schönes Aquarium schwimmen: bunt schimmernde Korallen, Muscheln alles Formen und Größen, Anemonen, Seesterne und -igel, Quallen, Krebse und Fische. Fische, Fische, Fische. Junker umkreisen uns neugierig. Sie leuchten grün und blau und flackern bunt, wenn sie sich bewegen. Papageienfische lassen sich in der Strömung treiben. Nemo ist auch da.« (Lars Schneider)

Paddeln vor der James-Bond-Kulisse. | Foto: Manfred Bachmann

Reise-Reportage

Die Zitate stammen aus dem Bericht von Lars Schneider in KANU 7/2004.
Wer neugierig geworden ist, mehr lesen möchte und das Heft nachbestellen will:
Einmal Sonne satt, bitte! Mit dem Faltboot durch Thailand KANU 7/2004

Eine Übersicht der Traumziele gibt's unter 4-Seasons.de.

Weitere Traumziele

Traumtour 1: Grönlands Westküste

Arktisches Abenteuer: Eisberge, Wale und Fjorde. Grönland ist sicher eines der spektakulärsten Seekajakreviere weltweit und Westgrönland punktet im Gegensatz zum Osten mit wenig Wind und Regen. Die Fjorde von Uummannaq bieten Outdoorfeeling pur und vom Feinsten.

Traumrevier Nr. 2: Der Bodensee

Für Traumtouren muss man nicht unbedingt in die Ferne streben. Ganz im Süden Deutschlands liegt ein wirklich reizvolles Paddelrevier: Der Bodensee. Das Meer der Schwaben hat viele Facetten, eine schöner als die andere. Ob entlang der Schilfwälder oder Streuobstwiesen, langweilig wird einem auf dem Bodensee nie.

3. Traumziel: Ionische Inseln

Diesmal entführen wir Sie an die Küsten des Lichts: Klares Wasser, leuchtende Strände, hohe Felsen und Olivenbäume, das ist das Ionische Meer in Griechenland. Besonders im Herbst, wenn die Touristenströme verschwunden sind, und im Frühsommer, wenn die Hitze noch nicht lähmend wirkt, locken die Ionischen Inseln Paddler mit ihrem südlichen Flair.

Traumreviere Teil 4: Patagoniens Fjorde

Paddelnd geht es durch die fast menschenleeren und unberührten Fjorde Patagoniens südlich von Puerto Montt. Urwaldbewachsene Steilküsten und vergletscherte Berge bestimmen das Landschaftsbild. Die raue und mystische Schönheit verzaubert.

Traumziel 6: Lofoten, Norwegen

Inseltraum Lofoten: Zwar sind die Lofoten für tagelangen Regen berüchtigt, für ihre Schönheit aber noch berühmter. »Das Gebirge, das aus dem Meer steigt« ist eindeutig ein Traumziel für Seekajaker und nicht wenige haben sich schon in die einzigartige Landschaft der »Inseln der Götter« verliebt.

Paddeltraum Nr. 7: Loire, Frankreich

Die Loire bietet Sand- und Kiesbänke ohne Ende, klares Wasser, halbwilde Pferde und Kühe und Wildnis im Herzen Frankreichs. Schlösser und süße französische Städtchen tauchen hin und wieder an den Ufern auf, während Paddler gemütlich an den flachen Flussinseln vorbeigleiten. Abends auf einer der vielen Kiesbänke zelten, am Lagerfeuer sitzen und vielleicht noch ein nächtliches Bad nehmen: das ist Loire pur.

Traumtouren Teil 8: Baja California, Mexiko

Im Westen Mexikos liegt die Halbinsel Baja California. Kakteen prägen das Bild der kargen und wüstenartigen Landschaft. An der Westküste der Baja können Wale beobachtet und Mangrovenwälder erkundet werden, an der Ostküste spielen Delfine und Seehunde im warmen Wasser.

Traumrevier Nr. 9: Masurische Seenplatte, Polen

Das Land der tausend Seen, ist Polen, genauer die Masuren. Hier leben noch Eisvögel, die beim Fischen beobachtet werden können. Wälder und Schilfflächen prägen das Bild. Der Osten lockt mit seinen Seen und Flüssen, seinen traumhaften Nationalparks und polnischer Lebensart.

10. Traumziel: Bella Bella, Inside Passage

An der Westküste Kanadas und Alaskas reihen sich auf über 1000 Kilometern geschützte und von Regenwald zugewachsene Inseln aneinander: Inside Pasage. Wer hat diesen Namen noch nicht gehört, vor Augen atemberaubende Landschaft, Wale, Lachse, Bären und Einsamkeit?