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Touren

Traumrevier Nr. 2: Der Bodensee

 Deutschland, Baden-Württemberg

Wir haben zehn wunderschöne Touren auf Salz- und Süßwasser zusammengestellt und jede Woche geht eine ausführliche Revierbeschreibung online. Diesmal ist der Bodensee an der Reihe, denn für Traumtouren muss man nicht unbedingt in die Ferne streben. Ganz im Süden Deutschlands liegt ein wirklich reizvolles Paddelrevier. Das Meer der Schwaben hat viele Facetten, eine schöner als die andere. Ob entlang der Schilfwälder oder Streuobstwiesen, langweilig wird einem auf dem Bodensee nie.

Abwechslungsreiches Paddelrevier im Süden Deutschlands: Der Bodensee | Foto: Michael Neumann


»Zum Bodensee kehre ich immer wieder gern zurück. Seit ich paddeln kann, hat mich das Schwäbische Meer in seinen Bann gezogen. Ich liebe seine Vielfalt und seine gutbürgerliche Idylle. Der Bodensee bietet dem Kanuwanderer alles, was er sich von einer kompakten Tagestour, einem entschleunigten Wochenende oder einem ausgedehnten Urlaub mit Zelt und Boot erhofft. In jedem Fall aber viel Raum für Muße und Kontemplation.« (Falk Bruder)

Paddelrevier Bodensee

Romantik pur. | Foto: Michael Neumann

Eigentlich besteht er ja aus zwei Seen: Der Ober- und der Untersee sind durch den Rhein verbunden und bilden zusammen den Bodensee. Seine gesamte Uferlänge beträgt 273 Kilometer, was etwas mehr als einer Wochenpaddeltour entspricht. Über die Hälfte der Uferlinie gehört zu Deutschland, der zweitgrößte Teil zur Schweiz und der kleinste Teil im Osten zu Österreich. Der Alpenrhein sorgt als Hauptzufluss für frisches Wasser, als Seerhein verbindet er Ober- und Untersee miteinander und als Hochrhein verlässt er den Bodensee wieder. Paddeln geht das ganze Jahr über, es kommt nur darauf an, auf was Wert gelegt wird. Im Frühling blühen die Obstbäume an den Ufern, im Sommer lädt das klare Bodenseewasser zu ausgiebigen Bädern ein und im Herbst und Winter bietet er Zugvögeln Schutz und lockt mit Morgennebel und stimmungsvoller Atmosphäre. Ein richtiger Allrounder also, der Bodensee. Der Paddler steht nur vor der Qual der Wahl: Obersee, Überlinger See, Untersee oder doch vielleicht lieber Hochrhein? 

 

Kanuverleih/Übernachten
Campingplätze sowie Jugendherbergen und Hotels sind am Bodensee dicht gesät, die meisten mit direktem Zugang zum Wasser. Eine Alternative bieten oft die Bootshäuser der örtlichen Kanuvereine, teilweise besitzen sie sogar eine eigene Zeltwiese. Wer Mitglied in einem Kanuverein ist, der organisiert sich am besten die Jahresmarke des Landeskanuverbandes und nimmt seinen Mitgliedsausweis mit. Campingplätze und Vereine verleihen oft auch Boote. Außerdem existiert ein großes Netz an Kanuverleih-Stationen rund um den See. La Canoa hat beispielsweise eine richtige Wasser-Infrastruktur und damit den Bodensee-Kanuweg geschaffen. Um den Bodensee sind 25 Verleihstationen verteilt. Wer an einer Station ein Kajak ausleiht, kann es nach der Tour einfach bei der nächsten Station bequem wieder abgeben.

Besonderheiten

In Schloss Gottlieben wohnt seit 1950 die ehemalige Opernsängerin Lisa della Casa. | Foto: Michael Neumann

Viele Uferstreifen sind ausgewiesene Naturschutzgebiete. Hier ist meist ganzjährig Befahrungsverbot und Paddler sollten sich auch besser daran halten. Die Gebiete sind durch kaum zu übersehende Bojen und Schilder gekennzeichnet.
Auf dem Bodensee gelten die Regeln der Bodensee-Schifffahrtsordnung: Berufsschifffahrt vor Segelbooten vor Ruderbooten (Paddlern) vor privaten Motorbooten. Das Kajak muss gut lesbar mit Name und Anschrift des Eigentümers beschriftet sein. Da der See zu drei verschiedenen Ländern gehört, sollte man auf jeden Fall seinen Ausweis mitführen.
Gefahren: Wer auf dem Bodensee paddelt muss sich regelmäßig über den Wetterbericht und über die verschiedenen Bedeutungen der Sturmwarnfeuer informieren. Hier können plötzliche Sturmwinde auftreten, eine Überquerung des Sees ist demnach nur erfahrenen Kanuten bei stabiler Wetterlage zu empfehlen.

»Meine Lieblingsecke ist der Überlinger See. Der nordwestliche Arm des Bodensees ist recht kompakt, aber dennoch abwechslungsreich und ideal für gemütliche Kreuzfahrten. Weite geschützte Schilfflächen werden von gepflegten Gärten abgelöst, sonnige Südhänge tragen Rebstöcke und Streuobstwiesen, gegenüber ragt der dunkle Märchenwald des Bodanrücks steil aus den Fluten. Steinzeitliche, aber auch barocke Bauten haben die Jahrhunderte überdauert und erzählen ihre Geschichten.« (Falk Bruder)

Drei Touren

So schön kann paddeln sein. Im Frühling auf dem Hochrhein. | Foto: Michael Neumann

Hochrheintour: Der Hochrhein ist ein absoluter Klassiker und jeder sollte ihn zumindest einmal in seinem Leben gepaddelt sein. Wer oberhalb von Stein am Rhein in Mammern einsetzt, der bekommt den Übergang von See zu Fluss hautnah mit. Die Strömung nimmt nach und nach zu und man kann sich wunderbar auf den glasklaren Fluten treiben lassen. Auen und Wälder säumen die Ufer. Im Sommer ist der Hochrhein bei gutem Wetter zwar leicht überfüllt, aber das ein oder andere Bad mit Tauchgang in der Strömung macht das garantiert wieder wett. Genuss pur. Hin und wieder muss den Ausflugsschiffen ausgewichen werden, hier ist Vorsicht angesagt, ansonsten sind die 25 Kilometer sehr gemütlich und gut zu schaffen.

Bodanrück: Es geht ab Überlingen entlang des malerischen Ufers des Überlinger Sees Richtung Ludwigshafen. In steilen Sandsteinklippen sind Reste der Heidehöhlen zu entdecken. Die Tour verläuft weiter am Ufer des Bodanrück, der über schroffe Steilhänge und durch tiefe Schluchten dem Seegrund entgegen fällt. Die Tour verläuft am Rand dichtbewaldeter Bergflanken und unberührter Natur. Einige Kilometer vor Wallhausen wird die wildromantische Marienschlucht erreicht (23 Kilometer).


Bodensee-Umrundung: Für alle, die die gesamten Facetten des Bodensees kennenlernen und eine richtige Mehrtagestour unternehmen möchten, bietet sich die Umrundung des gesamten Sees an. Hier kann ganz individuell die Länge angepasst werden: Obersee, Untersee oder Kombi? Schilfflächen, Wälder und Obstbaumwiesen vor dem Hintergrund der Alpenkulisse sind genauso Teil der Tour wie schöne Städtchen, Kulturhighlights und Fischspezialitäten auf Terassen mit Blick auf die Weite des Sees.

»Es gibt hier eine einzigartige Kombination von Natur und Kultur, eingebettet in eine jahrtausendalte Kulturlandschaft. Das Dreiländereck Deutschland – Schweiz – Österreich bietet eine unglaubliche Fülle von Ferienangeboten, sodass wirklich jeder hier seine persönliche Vorstellung von Urlaub verwirklichen kann. Außerdem bietet der Bodensee abwechslungsreiche Natur: Großgewässer und kleinräumige Abschnitte, Fließgewässer und Inseln, alles auf relativ kleinem Raum. Und das Ganze spielt sich vor der beeindruckenden Kulisse der Alpen ab.« (Kai Wette)

Schön im Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Das Meer der Schwaben. | Foto: Wolfgang Schneider


Reise-Reportagen

Die Zitate stammen aus dem Bericht von Falk Bruder in KANU 3/2011.
Wer neugierig geworden ist, mehr lesen möchte und die Hefte nachbestellen will:
Das Meer der Schwaben: Unterwegs auf dem Bodensee-Kanuweg KANU 3/2011
Tour de Bodensee: Andreas Greve testet den Bodensee-Kanuweg KANU 1/2004

Eine Übersicht der Traumziele gibt's unter 4-Seasons.de.

Weitere Traumtouren

Traumtour 1: Grönlands Westküste

Arktisches Abenteuer: Eisberge, Wale und Fjorde. Grönland ist sicher eines der spektakulärsten Seekajakreviere weltweit und Westgrönland punktet im Gegensatz zum Osten mit wenig Wind und Regen. Die Fjorde von Uummannaq bieten Outdoorfeeling pur und vom Feinsten.

3. Traumziel: Ionische Inseln

Diesmal entführen wir Sie an die Küsten des Lichts: Klares Wasser, leuchtende Strände, hohe Felsen und Olivenbäume, das ist das Ionische Meer in Griechenland. Besonders im Herbst, wenn die Touristenströme verschwunden sind, und im Frühsommer, wenn die Hitze noch nicht lähmend wirkt, locken die Ionischen Inseln Paddler mit ihrem südlichen Flair.

Traumreviere Teil 4: Patagoniens Fjorde

Paddelnd geht es durch die fast menschenleeren und unberührten Fjorde Patagoniens südlich von Puerto Montt. Urwaldbewachsene Steilküsten und vergletscherte Berge bestimmen das Landschaftsbild. Die raue und mystische Schönheit verzaubert.

Paddelparadies Nr. 5: Thailand

Thailand bietet Paddlern ein Revier der Extraklasse: Glasklares Wasser, Sonne satt und eine unglaublich vielfältige Unterwasserwelt, hinzu kommt die Herzlichkeit der Thailänder. Und romantische Zeltplätze finden sich an den weißen Stränden ebenfalls zuhauf. Was will man mehr?

Traumziel 6: Lofoten, Norwegen

Inseltraum Lofoten: Zwar sind die Lofoten für tagelangen Regen berüchtigt, für ihre Schönheit aber noch berühmter. »Das Gebirge, das aus dem Meer steigt« ist eindeutig ein Traumziel für Seekajaker und nicht wenige haben sich schon in die einzigartige Landschaft der »Inseln der Götter« verliebt.

Paddeltraum Nr. 7: Loire, Frankreich

Die Loire bietet Sand- und Kiesbänke ohne Ende, klares Wasser, halbwilde Pferde und Kühe und Wildnis im Herzen Frankreichs. Schlösser und süße französische Städtchen tauchen hin und wieder an den Ufern auf, während Paddler gemütlich an den flachen Flussinseln vorbeigleiten. Abends auf einer der vielen Kiesbänke zelten, am Lagerfeuer sitzen und vielleicht noch ein nächtliches Bad nehmen: das ist Loire pur.

Traumtouren Teil 8: Baja California, Mexiko

Im Westen Mexikos liegt die Halbinsel Baja California. Kakteen prägen das Bild der kargen und wüstenartigen Landschaft. An der Westküste der Baja können Wale beobachtet und Mangrovenwälder erkundet werden, an der Ostküste spielen Delfine und Seehunde im warmen Wasser.

Traumrevier Nr. 9: Masurische Seenplatte, Polen

Das Land der tausend Seen, ist Polen, genauer die Masuren. Hier leben noch Eisvögel, die beim Fischen beobachtet werden können. Wälder und Schilfflächen prägen das Bild. Der Osten lockt mit seinen Seen und Flüssen, seinen traumhaften Nationalparks und polnischer Lebensart.

10. Traumziel: Bella Bella, Inside Passage

An der Westküste Kanadas und Alaskas reihen sich auf über 1000 Kilometern geschützte und von Regenwald zugewachsene Inseln aneinander: Inside Pasage. Wer hat diesen Namen noch nicht gehört, vor Augen atemberaubende Landschaft, Wale, Lachse, Bären und Einsamkeit?