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Touren

Vorgestellt: Korsika als Winter-Revier

 Touren-Tipps & Flüsse, Frankreich
Mit Schwung in den "Staubsauger" am Golo.
Der Staubsauger am Golo saugt auch in Jannuar.
Foto: Christian Zicke

 

Die Mittelmeerinsel Korsika gilt besonders im Frühjahr als echtes Wildwasser-Paradies. Als Winterziel ist die »Ile de beauté« weniger bekannt. Hier die wichtigsten Infos für den winterharten Korsika-Paddler.

 

Korsika: Die Mittelmeerinsel Korsika ist mit einer Größe von 8680 qm die drittgrößte Insel im westlichen Mittelmeer. Sie misst von Norden bis zum Süden 183 Kilometer, 83 Kilometer sind es von Ost bis West. Die Insel wird in zwei Verwaltungsbezirke (Départements) aufgeteilt, in Haute-Corse (Hauptstadt Bastia, 40.000 Einwohner) und Corse du Sud (Hauptstadt Ajaccio, 53.000 Einwohner). Ajaccio ist gleichzeitig die Hauptstadt Korsikas. Corte ist dagegen das kulturelle Zentrum und die »heimliche Hauptstadt« der Insel. Insgesamt leben 260.000 Korsen auf der Insel.

 

Geografie: Auf Korsika gibt es zwei Gebirgsmassive. Im Nordwesten erhebt sich das größere Massiv mit dem Monte Cinto (2706 m) als größte Erhebung der Insel. Diese Gebirgskette zieht sich mit mehr als 70 weiteren Zweitausendern diagonal von Nordwesten bis Richtung Südosten über die ganze Insel.

 

Anreise: Günstige Flüge von Deutschland nach Korsika gibt es im Winter nicht. Man muss also den Weg mit Auto und Fähre antreten. Die Fähren fahren auch im Winter mehrmals täglich. Wir nutzen immer Corsica Ferries (www.corsica-ferries.de). Von Köln aus ist der beste Weg im Winter über Luxemburg und dann durch Frankreich bis nach Toulon. So spart man sich die Tour über die Alpen.
Übersetzen ist natürlich auch von Livorno (I), Savona (I) und Nizza (F) möglich.

 

Unterkünfte: Viele Campingplätze haben im Winter geschlossen. Geöffnet ist in der Regel der Campingplatz »Ernella« am Tavignano. Dieser bietet auch Bungalows an. Auch der Campingplatz »Campita« am Golo hatte im Februar schonmal geöffnet. Ansonsten bekommt man in jeder größeren Stadt oder an den Küsten Hotel- oder Gästezimmer. Man muss allerdings etwas suchen. Wildcampen ist in der Regel im Winter kein Problem, solange man sich an die ungeschriebenen Gesetze des Wildcampens hält. Wildcampen sollte man natürlich nur mit kleinen Gruppen, nicht direkt da wo die Korsen wohnen und man sollte selbstverständlich keinen Müll hinterlassen.

 

Wetter im Winter: An den Küsten ist es in der Regel deutlich wärmer als im Inland, besonders nachts kann es im Inland frieren, an der Küste kommt das selten vor. Tagsüber, vor allem bei Sonnenschein, sind Temperaturen um die 20 Grad keine Seltenheit, in der Sonne ist es oft sogar noch wärmer. Plötzliche Wintereinbrüche mit Schneefall im Camp können einen aber immer überraschen. Gegebenenfalls ist man dann gezwungen, im beheizten Zelt zu Frühstücken.

 

Welche Flüsse laufen: Die großen Flüsse wie Golo, Tavignano und Taravo laufen eigentlich fast immer. Auch Fium Orbo, Vecchio und Asco konnten wir recht häufig im Winter fahren. Auch alle anderen Flüsse können im Winter laufen, allerdings sollte man vor der Anreise die Niederschläge beobachten. Die regenreichsten Monate auf Korsika sind Oktober und November.

 

Flusscharakter: Korsikas Wildwasser sind fast alle steil und wild. Das Wasser hat zumindest in den Oberläufen oft noch Trinkwasserqualität und ist glasklar. Die vorherrschende Gesteinsart ist geschliffener Granit. Gebrochenes Gestein wie in den Alpen ist selten. Dafür lauert schon mal der eine oder andere Siphon.

 

Führer und Infos: DKV-Auslandsführer Südfrankreich/Korsika, Band 3, 8. Auflage 2006, 19,95 Euro bei www.kanu-verlag.de. Wildwasserparadies Korsika von Josef Haas, Teil I und II. bei www.pollner-verlag.de. Die beste Webseite um die Schnee- und Wetterlage auf Korsika abschätzen zu können ist www.france.meteofrance.com.


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