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Touren

WW-Revier Durance

 Touren-Tipps & Flüsse, Frankreich

Tourenplaner Südfrankreich: Region Durance

Das Durance-Tal ist ein Hotspot der Wildwasserszene. Nirgends sonst bekommen Anfänger wie Profis so gut eingeschenkt wie zwischen Briancon und Gap. Hier finden Sie die wichtigsten Infos zum Wildwasser-Revier im Departement Hautes-Alpes.

Im Sommer pilgern Kajakfahrer aus ganz Europa ins Durancetal. Der Grund ist simpel. Während andernorts die Flüsse auszutrocknen beginnen, garantieren die Gletscher der Barre des Ecrins volle Flüsse bis spät in den Sommer hinein. Dem mediterranen Charme des sonnenverwöhnten Alpentals und der französischen Lebensart mit Wein, Baguette und Käse erliegt jeder Paddler in Kürze.

Bei sommerlichem Niedrigwasser durch die Royalschlucht der Ubaye.
Low tide, high feelings - Royalschlucht, Ubaye.
Foto: Jens Klatt

Charakter

 

Ein Paddelrevier der Extraklasse mit immensem Angebot, aber auch eine familientaugliche Urlaubsregion mit zahlreichen touristischen Alternativen. Von anfängertauglichen Übungsstrecken bis hin zu extrem steilen Oberläufen für Paddel-Cracks gibt es alles. Egal ob enge Klammen, weite Täler, ob offen-wuchtiges, technisch verspieltes oder furchteinflößendes Wildwasser – Durance & Co. haben immer etwas Passendes parat. Und das Beste: Fast alle Flüsse sind vom Basislager in weniger als einer Stunde erreichbar.

 

Beste Zeit

 

Die Urlaubssaison beginnt an der Durance erst ab Pfingsten. Davor sind die Wasserstände meist zu niedrig und viele Campingplätze haben noch nicht geöffnet. Höchste Wasserstände von Ende Mai bis Anfang Juli. Dank Gletscher haben Durance, Clarée, Guisane, Gyr, Vénéon und Romanche bis in den Herbst genug Wasser. Guil, Ubaye und Verdonschlucht sind ebenfalls bis in den Hochsommer fahrbar. Am beliebtesten sind die Sommermonate Juli und August. Sehr lohnend ist auch der Spätsommer und frühe Herbst, wenn die Lärchenwälder golden glänzen, die Wasserfarbe von sommerlich-trüb auf türkis-grün wechselt und man das Tal fast für sich alleine hat.

 

Anfahrt

 

Über Brenner oder Gotthard nach Italien. Weiter nach Turin, über die Autobahn A32 bis Ausfahrt Oulx. Über den Col de Montgenèvre nach Briançon ins Durancetal (von Süddeutschland ca. 700 bis 800 km oder 8 bis 10 Stunden Fahrt). Alternativ über Genf, Grenoble und Gap nach Embrun. Für Autobahnen in der Schweiz, Italien und Frankreich muss Maut bezahlt werden.

Das Paddelrevier Hautes Alpes

Weltklassewildwasser: Die Ubaye in der Royalschlucht.
Nach jedem Hochwasser neu: die Royalschlucht der Ubaye.
Foto: Jens Klatt

Gefahren, Pegel, Befahrungsregeln, ... - Alles was man als Paddler vor dem Südfrankreich-Urlaub wissen sollte.

 

Ausrüstung

 

WW-Ausrüstung obligatorisch. Guter Kälteschutz gegen eiskaltes Gletscherwasser. Die meisten Standardstrecken sind Playboat-Land.

 

Gefahren & Veränderungen

 

Die Kombination von sommerlicher Hitze (oft über 30 °C) und eiskaltem Gletscherwasser belastet Herz und Kreislauf. Aufgrund der winterlichen Schneemassen haben viele Lawinen Bäume in die Flüsse gerissen. Vorsicht vor Baumhindernissen. Wiederholte Hochwasser haben die Flüsse stark verändert. Große Geröllmassen müssen abtransportiert werden. Dadurch können von Jahr zu Jahr neue Stellen entstehen (wie an Guil oder Ubaye).

 

Das gewaltige Hochwasser 2007 hat viele Flüsse in der Region stark verändert. Wer Durance & Co. seitdem nicht mehr gepaddelt ist, sollte auf der Hut sein. Auf der Ubaye zum Beispiel haben sich die ersten 3 Stellen (Moulinette, Labyrinth & Löwenkäfig) komplett geändert. Der Guil und die Schutzengelschlucht im Besonderen haben sich ebenfalls massiv gewandelt.

 

Befahrungsregeln

 

Kajakfahren ist nur von 9 bis 18 Uhr erlaubt. (gilt für fast alle Flüsse)

 

Pegel & Wasserstände

 

Pegel von Ubaye und Durance auf www.kajak.at. Die Wasserstände des Verdon gibt’s auf www.aboard-rafting.com etwa eine Woche im Voraus. Im Juli und August lässt der Stausee in Castellane jeweils dienstags und freitags ca. zehn

Kubik Pflichtwasser ab.

Bei Hochwasser: Onde, Oberster Guil, Oberste Ubaye, Oberster Verdon, Durance-Schlucht (aber nicht bei zuviel!), Durance Standardstrecke als Wuchthammer.

Bei Niederwasser: Malafosse, Gyr, Guil Standardstrecke, Durance Standardstrecke, Untere Ubaye, Verdon (Wasserablass), Romanche, Veneon.

 

Webcams

 

Guter Eindruck der aktuellen Wasserstände: www.hautes-alpes.net/kayak-rafting/webcam-rabioux.html.

 

Die große Walze an der Rabioux-Mündung.
Spektaktelwalze mit Applausgarantie: das Rabioux-Loch auf der Durance.
Foto: Jens Klatt

Flussführer & weitere Infos

  • Detailliertes Standardwerk: DKV-Auslandsführer, Band 3, Südfrankreich, Korsika. 8. Auflage 2006, ISBN 3937-743073, 19,95 €.
  • Komprimiert und gut beschrieben: White Water South Alps, Peter Knowles, englisch, 2003, ISBN 978095-194379, 19,90 €.
  • Der etwas andere Flussführer: Alpes Dauphiné. Stephane Roux & Lionel Fine, 1999. ISBN 2910197158, 19,60 €.

Eine große Datenbank an Flussbeschreibungen in französischer Sprache und Fotos gibt es auf www.eauxvives.org. Ist unbedingt einen Blick wert, selbst wenn man kein Französisch versteht. Ergänzende Online-Flussführer auf www.kajak.at und www.kajaktour.de.

 

Freestyle-Spots & Trainingsstätten

 

Die legendäre Rabioux-Walze wurde durch Umbaumaßnahmen und Hochwasser weitgehend zerstört. Die Surfwelle La Clapiere in Embrun ist ebenfalls einem Hochwasser zum Opfer gefallen. Die Fluten überdauert hat nur der Park’n’Play-Spot in St.Clement.

 

Herrliche Trainingsstrecken (Slalomkurse) gibt es in St. Clement am Einstieg zur Standardstrecke der Durance, an der Slalomstrecke in L’Argentiere (Slalom-EM 2006), am Vénéon in St. Christophe sowie in Vinon sur Verdon am Unterlauf des Verdon (vvck.free.fr).

 

Flussinfo: Durance, Clarée, Guisane & Gyronde

Der Paddelgott muss Franzose sein. Anders ist die Häufung von Wildwasserperlen im westlichen Teil des Alpenbogens nicht zu erklären. Hier die wichtigsten Details zu Durance, Clarée, Guisane & Gyronde.

Pool samt Spielstelle: Perfekte Paddlerinfrastruktur in St. Clément.
Warmup im Planschbecken am Einstieg zur Durance-Standardstrecke.
Foto: Jens Klatt

Durance

 

Malafosse, 4 km WW V, Mündung Clarée bis Briancon: Ein Traum in Weiß! Über wild schäumendes Wasser geht es mit viel Gefälle den Toren Briancons entgegen. Bei Hochschmelze schnell unfahrbar.

 

Prelles-Schlucht/Gorges de la Durance, 8 km WW IV (V, X), Wehr Prelles bis L’Argentière: Nach unspektakulärem Beginn sägt sich die Durance in einer faszinierenden Schlucht durch einen Felsriegel. Vorsicht: Der unfahrbare Beginn einer Steilzone am Schluchtanfang kommt unvermittelt.

 

Mittlere Durance, 17 km WW II, L’Argentière bis St. Clement: Ursprung vieler Wildwasserkarrieren. Großartige Übungsstrecke mit ausladenden Kehrwassern, Übungsstellen, feinem Panorama und weltcuptauglicher Slalomstrecke gleich zu Beginn.

 

Untere Durance, 15 km WW II-III, St. Clement bis Embrun: Der Klassiker schlechthin. Spritzig, wuchtig von Anfang bis Ende. Garniert mit der publikumswirksamen Rabioux-Walze: für Anfänger ein kajakschluckendes Ungetüm. Experten posieren vor den zahlreichen Zuschauern mit ihrem paddlerischen Geschick. In Ferienzeiten herrscht auf der Strecke Gedränge wie auf der Autobahn.

 

Clarée

 

Standardstrecke, 14 km WW II, Plampinet bis La Vachette: Berauschend klares Wasser inklusive malerische Ausblicke auf die umliegenden Bergriesen. Auch Einsteiger kommen in den Genuss hochalpinen Paddelns. Unbedingt in La Vachette aussteigen, danach folgt die steile Meile »Malafosse«.

 

Guisane

 

Mittlere Guisane, 10 km WW II-III+, Le Casset bis Chantemerle: Der leichtere Abschnitt der Guisane gefällt durch abwechslungsreiches und praktisch ganzjährig fahrbares WW. Einen 200 m langen Katarakt im oberen dritten Grad gilt es zu knacken, will man die Etappe komplett beenden.

 

Waldschlucht, 6 km WW III-IV+, Chantemerle bis Briancon: ideale Teiletappe für einen typisch französischen WW-Triathlon. Vormittags Milchkaffee und Croissant in einer Bar in Briancon, zur Mittagshitze Abkühlung in der schattigen Waldschlucht der Guisane und am Nachmittag direkt vom Ausstieg zurück in die Bar zu Pastis oder Orangina. Vorsicht Wehre!


Gyronde

 

Standardstrecke, 6 km WW III -IV+ (VI), Les Vigneaux bis L’Argentière: Vergleichbar mit der unteren Ötz in Sachen Wasserfarbe als auch Schwierigkeiten. In Les Vigneaux kurzer, extrem schwerer Katarakt, unbedingt flussab einsteigen. Zunächst dicht verblockt, dann rasch leichter.

Flussinfo: Onde, Gyr, Biaysse & Guil

 

Onde

 

Standardstrecke, 4 km WW III-IV, Paddlereinstieg bis Campingplatz Vallouise: Schöner Parcours in einer Waldschlucht mit klarem Wasser und dichter Verblockung. Ab Mündung mit Gyr Fahrverbot wegen unfahrbarem Wehr.

 

Gyr

 

Standardstrecke, 4 km WW IV (V), E-Werk Les Claux bis Vallouise: Mon Dieux! 4 km Hochgeschwindigkeitspaddeln auf dieser steilen Schotterrinne beanspruchen Fitness und Reaktionsvermögen. Nachmittags steigen die Pegel und sinken die Fahrzeiten (ca. 15 min).

Eine wahre Sturzbachfahrt: Die Biaysse.
Der pitzbachartige Oberlauf der Biaysse.
Foto: Michael Neumann

Biaysse

 

Standardstrecke, 8 km WW IV-V, Talende bis Fressinères: steil, schnell und schwer. Die Biaysse zählt zu den echten Herausforderungen im Durancetal. Zu allem Überfluss machen Baumhindernisse und spitzes Gestein jede Fahrt zu einem echten Abenteuer. Bei Hochwasser auf den großen Flüssen eine gute Option.

 

Guil

 

Oberer Guil, 11 km WW II-III+, Abriès bis Chateaux Queyras: Mäßig schwere Etappe zum Aufwärmen oder ideale Ausweichstrecke, wenn die Schluchtabschnitte zu viel Wasser führen.

Eine der Kernstellen des Guil.
Im Zickzack durch die »Anaconda« - eine der leicht einsehbaren Guil-Kernstellen direkt neben der Straße.
Foto: Michael Neumann

Combes du Guil/Chateau Queyras + L’Ange Gardien, 5 km WW IV (V), Chateaux Queyras bis Guiltreppen: Im Burggraben um das Schloss von Queyras gibt es nur einen Weg hinaus: Einmal hineingepaddelt, muss man seine Nerven im Zaum halten und in der wenige Meter breiten Klamm sattelfest im Boot sitzen. Auch in der folgenden Schutzengelschlucht werden Fahrkönnen und WW-Taktik auf die Probe gestellt.

 

Standardstrecke, 8 km WW III-IV (V), Guiltreppen bis Stausee. Ein Fluss wie vom Wunschzettel: grünes Wasser, herrliche Schlucht, permanentes WW und herausragende Einzelstellen. Dazu die nahe Straße, die einen Fahrt-abbruch bei Kräfteschwund erleichtert. Ein Muss für den, der’s kann!

 

Unterer Guil, 4 km WW II+, E-Werk bis Mündung: Leichteste Etappe, die es an Schönheit mit allen aufnehmen kann. Eine staubige Schotterpiste folgt dem Flussverlauf und vermittelt mit den überraschend fremdartigen Felsformationen echte Wildwest-Stimmung. Nur die Geier fehlen.

Flussinfo: Ubaye, Verdon, Romanche & Vénéon

Wasser von oben am Beginn der Royalschlucht.
Très chic - der Auftakt zur Royalschlucht.
Foto: Jens Klatt

 

Ubaye

 

Obere Ubaye, Brücke D 902 bis Barcelonette, 20 km WW II (III): schönes Trainingsrevier mit kleinen Mutproben für Einsteiger. Einsamer und ruhiger als im Freizeitbrennpunkt Durancetal.

 

Untere Ubaye/Standardstrecke, 17 km WW III-IV (IV+), Les Thuiles bis Le Lauzet: 17 km Wildwasserspaß vom Feinsten, bei dem keine Langeweile aufkommt. Nicht vom grauen Wasser abschrecken lassen, das gehört dazu. Ausstieg oberhalb der letzten Straßenbrücke vor der Royalschlucht nicht verpassen, sonst wird’s deftig!

 

Royalschlucht, 4 km WW IV-V (VI), Le Lauzet bis Stausee: herrschaftliches Wildwasser in würdiger Umrahmung. Nach ruhigem Beginn folgen gleich die zwei schwersten Stellen (Moulinette & Labyrinth). Beide können vor dem Paddeln aus luftiger Höhe von der Straße aus eingesehen werden.

Unübersichtliches Wildwasser in der großen Schlucht des Verdon.
Katarakte ins Nirgendwo im Grand Canyon du Verdon.
Foto: Michael Neumann

Verdon

 

Oberer Verdon, 23 km WW II-III, Colmars bis Brücke D 52: Steht im Schatten des berühmten Grand Canyon, ist aber sehr lohnend. Pool & Drop-Wildwasser mit kleinen Schluchteinlagen.

 

Mittlerer Verdon, 18 km WW II-III, Castellane bis Point Sublime: Vorgeschmack auf die Schlucht. Leichter und landschaftlich nicht ganz so eindrucksvoll wie der Grand Canyon, aber unter »normalen« Gesichtspunkten ein außergewöhnlich schöner Abschnitt.

 

Grand Canyon du Verdon, 25 km WW III-V, Point Sublime bis Stausee Lac de St. Croix: kommen, sehen und staunen! Einmalig schöne und mythische Schlucht mit anspruchsvollem Wildwasser, atemberaubenden Ausblicken und klaustrophobischen Klammpassagen. Vorsicht, Autoknacker an Ein- und Ausstiegen! Detaillierte Infos in KANU 4/06.

Romanche

 

Obere Romanche, 5 km WW III-IV (V), La Grave bis Straßentunnel Grand Clos: schneller Ritt auf Gletscherwasser.

 

Untere Romanche, 5 km WW V (X), Tunnel bis Stausee Lac de Chambon: steil und extrem verblockt. Im Hochsommer zu viel Wasser, schöne Niederwasseroption. Je nach Wasserstand des Stausees am Ausstieg unfahrbare Stelle mit gefährlichem Siphon.

 

Vénéon

 

Oberster Vénéon, 8 km WW IV-V, La Bérade bis Steinbrücke Champhorent: Steile Gletscherrinne in fantastischem Alpental. Bei NW technisch, ab MW wird’s ganz schön wuchtig, im Hochsommer oft zu viel Wasser. Ausstieg
an der Steinbrücke Champhoret nicht verpassen!

 

Große Schlucht, 6 km WW V (VI), Passerelle aux Clots bis Schluchtende: beeindruckende Großschlucht mit durchgängig schwerem Wildwasser. Erst ab Spätsommer fahrbar.

 

Unterer Vénéon, 6 km WW IV-V (VI), Bourg d’Arud bis E-Werk Pont Escoffier: wegen Wasserableitung auch im Sommer fahrbar, aber Vorsicht, nicht bei zu viel Wasser einsteigen. Das ohnehin sehr anspruchsvolle WW steigert sich nach Les Ougiers noch.

Revierinfo: Übernachten, Einkaufen, Einkehren

Das Durancetal ist auf große Touristenströme vorbereitet, es gibt unzählige Campingplätze und Übernachtungsmöglichkeiten. Wo es sich am besten schlafen, shoppen und einkehren lässt, verrät der folgende Überblick.

Der Campingplatz im Tal der Biaysse.
Für Zeltplatzgourmets: Camping am See im Biaysse-Tal.
Foto: Michael Neumann

Übernachten

 

Ideale Standlager für Paddler sind zum Beispiel der Campingplatz an der Slalomstrecke in L’Argentière (www.camping-les-ecrins.com), oder etwas abgelegen vom Touristentrubel der gemütliche Zeltplatz an der Biaysse (www.campingdesallouviers.com). Sehr beliebt und daher auch stark frequentiert ist der Camping Les Iscles in Eygliers direkt am Ufer der Durance mit eigenem Bade- und Paddelsee (www.iscles.com). Der Campingplatz Saint James (www.lesaintjames.com) liegt nicht am Wasser, dafür ist das Zentrum von Guillestre (Bars, Restaurants & Shopping) zu Fuß erreichbar und es gibt Paddler-Rabatt. Schöne Ferienwohnungen für bis zu 16 Personen in Vallouise (Gyr & Onde): www.alpineplayground.com.

Briancon ist umgeben vom Hochgebirge der Alpes Dauphinois.
Nach Davos und Livigno die dritthöchst gelegene Stadt der Alpen: Briancon.
Foto: Michael Neumann

Einkaufen

 

Die besten Wurstwaren weit und breit gibt es in der Boucherie Marcellin in Prelles. Auf dem Weg zu Duranceschlucht, Clarée oder Guisane unbedingt einen Stopp einplanen. Für die leckersten Baguettes und himmlischsten Croissants muss man in die Bäckerei Petit in Mont Dauphin oder in die Boulangerie Le Tinturier in Briançon (Chemin vieux). Jeden Montag gibt es einen großen Markt im Zentrum von Guillestre. Der Wochenmarkt in Embrun wird am Mittwoch und Samstagvormittag auf einem der schönsten Plätze der Alpen abgehalten. In der Fromagerie de la Durance in Villard (am Guil-Stausee abbiegen und den Cristillan hinauffahren) gibt es Kuhmilch- und Schafskäse direkt aus der Käserei. Für den großen Hunger: am Einstieg Durance/Standardstrecke auf der linken Flussseite ca. 5 km weiterfahren bis zur Ferme du bon Pommier (Les Traverses, 05600 St. Clement). Dort gibt es alles: Säfte, Weine, Gemüse, Obst, Eier, Wurstwaren, Fleisch, Käse direkt vom Bauern.

Einkehren

 

Gerade richtig nach einem heißen Ritt auf dem Gyr: Die Brasserie des ehemaligen Skirennläufers und Weltcupgewinners Luc Alphand in Vallouise braut ein Bier nach deutschem Reinheitsgebot und mit Quellwasser aus den Bergen des Ecrins (www.brasserie-alphand.com). Erste Adresse in Guillestre ist der Pub PMU, dort sollte man nicht nur einen eiskalten Pastis schlürfen, sondern unbedingt auch einen Génépi (Alpenwermut) ausprobieren. Einen Cappuccino genießt man am besten im Le Cappuccino Café (Place Central, besserer Kaffee) oder im Café
Patisserie Turin (Grand Rue, bessere Backwaren) in der malerischen Altstadt von Briançon. Im Restaurant Le Gaulois in Saint Crepin gibt es gutes Essen, große Portionen zu günstigen Preisen. Ebenfalls empfehlenswert ist das Dedans Dehors in Guillestre. Das Relais des Ecrins in Chateauroux ist bekannt für seine gute Küche und die größte und beste Auswahl an Bieren. Wer von den 34 verschiedenen Biersorten kosten möchte, sollte besser einen Tisch reservieren (www.relaisdes-ecrins.com, Tel. 033(0)492432-201). Etwas andere Küche gibt es im Couscous-Restaurant Le Baraka in Embrun (Rue des Ecuries).

Alternativprogramm im Durance-Tal

Wandern, Moutainbiken, Klettern, Klettersteige, Surfen, Kite-Surfen, Gleitschirmfliegen: Die sportlichen Alternativen sind zu zahlreich für einen einzigen Urlaub. Trotzdem eine kleine Auswahl familientauglicher Unternehmungen ...

Mit dem Mountainbike in den Alpes Dauphinois.
In vielen Seitentälern schrauben sich MTB-taubliche Wege bis in Gipfelnähe.
Foto: Michael Neumann

Murmeltier-Watching: Am Fuß des Mont Dauphin, nahe der Guilmündung, führt ein kleiner Pfad über einen steilen, sonnigen Hang direkt zu den Murmeltieren. An Touristen gewöhnt lassen sich die Alpen-Nager sogar füttern. Nicht am Sonntag kommen, dann sind die Murmeltiere satt und faul!

 

Parc 1326: Eine echte Schlechtwetter-alternative ist das Schwimmbad Parc 1326 in Briançon. Freibad, Hallenbad, 65 m lange Indoor-Rutschbahn, Sauna, Hammam, und Bistro lassen Dauerregen schnell vergessen (37 rue Bermond, www.vert-marine.com).

 

Klettersteige: Schluchten einmal aus einer anderen Perspektive genießen! Unter zahlreichen Klettersteigen sind für Paddler die künstlichen Steighilfen in der Duranceschlucht (kostenpflichtig) und im Burggraben des Guil bei Chateaux Queyras (gratis) die Interessantesten. Schmale Stiegen, steile Trittleitern und schwankende Brücken führen in luftiger Höhe über donnerndes Wildwasser. Zeit und Muße die Stromschnellen zu scouten, bleibt nur den Nervenstarken vorbehalten. Nur mit angemessener Klettersteigausrüstung!

 

Wandern: Am Talende der Biaysse parken und ca. 300 Höhenmeter (1,5 h) an schillernden Kaskaden entlang zum kleinen Weiler Dormillouse in einem einsamen, malerischen Hochtal im Parc des Écrins hinaufsteigen. Die frische Bergluft, die bunte Blumenpracht und eine faszinierende Aussicht genießen. Die Füße im eiskalten Gebirgswasser kühlen und dann wieder zurück ins hektische Urlaubstreiben im Durancetal.

 

Mountainbiken: Das Durancetal ist nicht nur ein Paradies für Paddler, auch Mountainbiker kommen voll auf ihre Kosten. Im Großraum Durancetal gibt es über 2000 km MTB-Pisten. Die Radtour vom Col des Vars nach Embrun gilt als längste Abfahrt Europas.

  • Vorschlag für eine sportliche Nachmittagsrunde: Von Freissinières (Biayssetal) über den Col des Lauzes und Col d’Anon ins Fourneltal, weiter über das Plateau de la Pousterle nach Puy-St-Vincent, runter ins Gyrondetal nach Les Vigneuax und weiter nach L’Argentière la Bessée. Bei La Roche de Rame die steile Asphalt-Rampe (angeblich extra für eine Tour-de-France-Etappe gebaut) zurück ins Biayssetal. 3-4 Stunden Fahrzeit, www.paydesecrins.com.
  • Für Downhillfans: Bike Park de Montgenèvre, acht permanente Abfahrten in allen Schwierigkeitsgraden, 900 Höhenmeter, www.montgenevre.com.

Infos: Kanushop und -schulen, Telefonnummern & Websites

Die richtigen und wichtigen Telefonnummern und (Web)-Adressen für den Paddelurlaub in Südfrankreich im Überblick.

 

Kanushop

 

SND Kayakshop, direkt am Einstieg der Durance-Standardstrecke, www.snd-kayak-shop.com, Base de Loisirs, 05600 Saint Clement sur Durance.
Tel. 0033/492502339. Mit »Summer school«: Safetykurs & Clinics jeden Mittwoch im Juli und August ab 17 Uhr mit Getränken, Barbecue & Videos.

 

Kanuschulen

 

Kanuschulen vor Ort: Gene17, www.gene17.com. Les Vagues a bonds (www.kayak-hautesalpes.com). Ecole de Sports d’Eau Vive in L’Argentière (www.canoe-kayak-les-ecrins.com). Local hero Raphael Thiebaut bietet geführte Touren und »Trips on demand« an: photokayak@wanadoo.fr.

 

Telefonnummern

 

  • Polizei: 17.
  • Feuerwehr: 18 oder 112 (Handy).
  • Erste Hilfe: 15 oder 0033 (0)492450784.
  • Bergwacht: 0033 (0)492222222.
  • Krankenhaus Embrun: 0033(0)492437300.
  • Krankenhaus Briançon: 0033(0)492252525.

 

KANU-Tipp

 

In den Hauptferienzeiten kommt es gelegentlich zu Diebstählen auf manchen Campingplätzen. Kajakausrüstung nachts nicht im Freien lassen, sowie deutlich mit Namen und E-Mail-Adresse kennzeichnen, das hilft bei Diebstahl oder Verlust.

 

Infos

 

www.hautes-alpes.net/kayak-rafting
www.pays-du-guillestrois.com
www.paysdesecrins.com
www.serre-che.com

 

Mehr zum Revier

 

Hochamt im Hochsommer: Den kompletten Tourenplaner für Ihre Pilgerreise zu Durance & Co. finden Sie in KANU 04/2009. Weitere Artikel zum Wildwasser-Mekka in den französischen Hochalpen finden Sie in den Ausgaben 03/2007 (Online-Version siehe unten) und 04/2006.