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Touren

3. Traumziel: Ionische Inseln

 Touren-Tipps & Flüsse, Griechenland

Wir haben zehn wunderschöne Touren auf Salz- und Süßwasser zusammengestellt und jede Woche geht eine ausführliche Revierbeschreibung online. Diesmal entführen wir Sie an die Küsten des Lichts: Klares Wasser, leuchtende Strände, hohe Felsen und Olivenbäume, das ist das Ionische Meer in Griechenland. Besonders im Herbst, wenn die Touristenströme verschwunden sind, und im Frühsommer, wenn die Hitze noch nicht lähmend wirkt, locken die Ionischen Inseln Paddler mit ihrem südlichen Flair. Neben dem kristallklaren Wasser haben sie auch eine vielfältige Tierwelt und viele Grotten zu bieten. Ein wahrer Spät- und Frühsommertraum also.

Eine Symphonie in Blau und Weiß: Ionischer Traumstrand. | Foto: Michael Charavin


»Was die Berge, die Dörfer, die Erde Griechenlands schwerelos und durchsichtig erscheinen lässt, ist das Licht.« (Nikos Kazantzakis)

Paddelrevier

»Die Landschaft ist vollkommen: Kilometerlange weiße Riesenklippen werden ergänzt von malerischen Höhlen und Stränden, die das Prädikat ,Weltklasse‘ verdienen. Im blauen warmen Wasser beobachten wir riesige Fischschwärme. Im hinteren Teil einer Höhlenspalte stöbern wir ein Robbenpaar mit ihrem Jungen auf. Zunächst schlüpft das Männchen unter Titus‘ Boot hindurch, dann das Weibchen. Das Junge ruft seine Eltern einige Sekunden lang, bevor es ebenfalls auf Tauchgang geht. Wir sind genauso überrascht wie sie.« (Thierry Puyfoulhoux)

Die Ionischen Inseln liegen im Westen Griechenlands. Der Name bezeichnet ein Inselarchipel, zu dem Korfu, Paxi, Lefkas, Ithaka, Kephalonia und Zakynthos neben vielen weiteren kleinen Inseln gehören. Die herausstechenden Farben sind Blau, blau wie das klare Wasser, Grün, grün wie die Olivenbäume und die üppige Vegetation, sowie das Weiß-Beige der Karstfelsen. Das Wetter ist im Ionischen Meer eher beständig, die Winde sind weniger stark als beispielsweise in der Ägäis. Somit erschließen sich auch dem etwas unerfahreneren Seekajaker wundervolle Buchten und Strände. Andere spektakulärere Abschnitte wie die westlichen Steilküsten von Paxos und Zakynthos, sollten hingegen nur von erfahrenen Paddlern erkundet werden. Traversen von einer Insel zur anderen bieten sich vor allem vor- oder nachmittags an, dann ist der Wind am schwächsten.

Beste Zeit

Kefaloniatraum im Herbst. | Foto: Michael Charavin

Im Sommer boomt der Tourismus auf den ionischen Inseln. Die Strände sind gut gefüllt und biwakieren ist auch nicht immer möglich. Hinzu kommt, dass es zu dieser Zeit sehr heiß ist. Von demher bietet sich die Vor- und Nachsaison an. Im Frühling und Frühsommer ist das Meer noch eher kalt und es kann auch hin und wieder regnen, dafür explodiert die Vegetation förmlich. Im September und vor allem Oktober haben sich die Touristenströme verstreut und die Wassertemperaturen erreichen ihr Maximum mit bis zu 22 Grad. Seekajaker finden dann leere Traumstrände vor.

»In den nächsten zwei Tagen gleiten wir auf wunderbar klarem spiegelglatten Wasser an den Höhepunkten der Westküste Korfus entlang. Üppig bewaldet sind die oft steil zum Meer hin abfallenden Berge, immer wieder öffnen sich nur von See aus zugängliche Buchten. Das Wasser ist so klar, so glatt und von wunderbarer Farbe und Durchsichtigkeit, dass einen ein Gefühl großer Leichtigkeit erfasst wenn man im Kajak darübergleitet.« (Niels Kanne)

Anreise

Am besten mit dem Auto nach Italien anreisen, es dort stehen lassen, und mit den Kajaks auf die Fähre wechseln. Die Fährverbindungen von den italienischen Städten Bari, Brindisi, Venedig und Ancona nach Igumenitsa ist sehr gut. Die Überfahrt dauert etwa 24 Stunden. Von Igumenitsa  sind die einzelnen Inseln mit Regionalfähren zu erreichen. Natürlich kann auch mit dem Auto angereist werden, dies dauert jedoch um einiges länger...

Übernachtung und Verpflegung

An manchen Stellen verhindern die schroffen Klippen das Anlanden. | Foto: Michael Charavin

Die Campingplätze liegen für Paddler ungünstig verstreut und auch nicht direkt am Wasser. Die wunderschönen und wilden Strände laden sowieso zum freien Zelten und Biwakieren ein. Dies ist aber nur außerhalb der Hauptsaison möglich, im Sommer sind hier sehr viele Touristen unterwegs und mit der beschaulichen Einsamkeit ist es dann vorbei.
In allen Küstenstädten und Häfen finden sich Läden. Wasser muss mitgenommen werden, eine Alternative hierzu ist jedoch, einfach bei den Anwohnern zu fragen, ob man seine Flaschen auffüllen kann.

»Die Küste ist wunderschön, aber auch volkommen unzugänglich. Neben uns erhebt sich eine drei Meter hohe Kalkmauer, auf der Länge von zwei Kilometern von rasiermesserscharfen Karstrinnen durchzogen. Vom Etappenziel Poros im Süden Kefalonias begleiten uns über weitere zehn Kilometer vegetationslose Karstfelsen, unterbrochen von wildromantischen Stränden.« (Thierry Puyfoulhoux)

Sonstiges

Robinson-Feeling im 1000-Sterne-Hotel. | Foto: Michael Charavin

Karte: Ionin Islands 1:100.000, mit verzeichneten Stränden und vor Ort erhältlich. Seekarten sind nicht notwendig.
Kanuverleih: Es gibt bisher noch keine Kajakvermietung in der Region.
Ausrüstung: Die Ausrüstung muss auf eine Meerestour angepasst sein. Obwohl die Gegend als ruhig gilt, können Unwetter und starke Winde auftreten, dann muss man sich auf seine Ausrüstung verlassen können.

»Mit ihren vielen Höhlen, Toren und Durchfahrten scheint die Steilküste geradezu dafür geschaffen, vom Kajak aus entdeckt zu werden. Mit wohl keinem anderen Fahrzeug lässt sich diese eindrucksvolle Naturlandschaft intensiver erleben. Da sind die Höhle Petriti, die wegen ihrer Lichteffekte oft mit der Blauen Grotte von Capri verglichen wird und die Höhle Ipapandi, die so groß ist, dass sich in ihr während des Zweiten Weltkriegs ein griechisches U-Boot versteckt haben soll. Die Felsen sind durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Stundenland stöbern wir in Grotten, in einer finden wir sogar einem Sandstrand.« (Niels Kanne)


Spätsommertagstraum Ionische Inseln: Schwerelos dahingleiten. | Foto: Michael Charavin

Reise-Reportage

Die Zitate stammen aus den Reportagen von Niels Kanne und Thierry Puyfoulhoux aus KANU 4/1997 und 7/2011.
Wer neugierig geworden ist, mehr lesen möchte und die Hefte nachbestellen will:
Spätsommertagstraum Ionische Inseln, KANU 7/2011 S. 36

Eine Übersicht der Traumziele gibt's unter 4-Seasons.de.

Weitere Traumziele

Traumtour 1: Grönlands Westküste

Arktisches Abenteuer: Eisberge, Wale und Fjorde. Grönland ist sicher eines der spektakulärsten Seekajakreviere weltweit und Westgrönland punktet im Gegensatz zum Osten mit wenig Wind und Regen. Die Fjorde von Uummannaq bieten Outdoorfeeling pur und vom Feinsten.

Traumrevier Nr. 2: Der Bodensee

Für Traumtouren muss man nicht unbedingt in die Ferne streben. Ganz im Süden Deutschlands liegt ein wirklich reizvolles Paddelrevier: Der Bodensee. Das Meer der Schwaben hat viele Facetten, eine schöner als die andere. Ob entlang der Schilfwälder oder Streuobstwiesen, langweilig wird einem auf dem Bodensee nie.

Traumreviere Teil 4: Patagoniens Fjorde

Paddelnd geht es durch die fast menschenleeren und unberührten Fjorde Patagoniens südlich von Puerto Montt. Urwaldbewachsene Steilküsten und vergletscherte Berge bestimmen das Landschaftsbild. Die raue und mystische Schönheit verzaubert.

Paddelparadies Nr. 5: Thailand

Thailand bietet Paddlern ein Revier der Extraklasse: Glasklares Wasser, Sonne satt und eine unglaublich vielfältige Unterwasserwelt, hinzu kommt die Herzlichkeit der Thailänder. Und romantische Zeltplätze finden sich an den weißen Stränden ebenfalls zuhauf. Was will man mehr?

Traumziel 6: Lofoten, Norwegen

Inseltraum Lofoten: Zwar sind die Lofoten für tagelangen Regen berüchtigt, für ihre Schönheit aber noch berühmter. »Das Gebirge, das aus dem Meer steigt« ist eindeutig ein Traumziel für Seekajaker und nicht wenige haben sich schon in die einzigartige Landschaft der »Inseln der Götter« verliebt.

Paddeltraum Nr. 7: Loire, Frankreich

Die Loire bietet Sand- und Kiesbänke ohne Ende, klares Wasser, halbwilde Pferde und Kühe und Wildnis im Herzen Frankreichs. Schlösser und süße französische Städtchen tauchen hin und wieder an den Ufern auf, während Paddler gemütlich an den flachen Flussinseln vorbeigleiten. Abends auf einer der vielen Kiesbänke zelten, am Lagerfeuer sitzen und vielleicht noch ein nächtliches Bad nehmen: das ist Loire pur.

Traumtouren Teil 8: Baja California, Mexiko

Im Westen Mexikos liegt die Halbinsel Baja California. Kakteen prägen das Bild der kargen und wüstenartigen Landschaft. An der Westküste der Baja können Wale beobachtet und Mangrovenwälder erkundet werden, an der Ostküste spielen Delfine und Seehunde im warmen Wasser.

Traumrevier Nr. 9: Masurische Seenplatte, Polen

Das Land der tausend Seen, ist Polen, genauer die Masuren. Hier leben noch Eisvögel, die beim Fischen beobachtet werden können. Wälder und Schilfflächen prägen das Bild. Der Osten lockt mit seinen Seen und Flüssen, seinen traumhaften Nationalparks und polnischer Lebensart.