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Touren

Im Kajak durch den Grand Canyon

 Touren-Tipps & Flüsse, Nordamerika

Der Colorado von A-Z

Mehr geht nicht. Was dem leidenschaftlichen Tiefschnee­­fahrer das Heliskiing, ist für Wildwasserpaddler ein geführter Trip durch den Grand Canyon. Kein Shuttle, kein Fernseher, keine Spülhände – nur 13 Tage Paddeln, Essen und Schlafen in der schönsten Schlucht der Welt.

Paddler auf einem ruhigen Abschnitt des Grand Canyon.
Bunte Boote in beeindruckender Szenerie.
Foto: Michael Neumann

A wie Ausrüstung

 

Neben der üblichen Kleidung für eine trockene Klimazone mit Temperaturen zwischen 15 und 45 Grad braucht man: zwei Wasserflaschen à 1,5 Liter oder ein Camelback, viel Sonnencreme, Sonnenhut, Fettcreme für Gesicht und Hände, Labello mit UV-Schutz, Sonnenbrille, wanderfeste Kajakschuhe, leichte Wanderschuhe, Tevas, Seideninlett plus hauchdünner Schlafsack, Isomatte, Plane oder Tropenzelt, bei dem das Innenzelt alleine steht, kleiner Tagesrucksack, 20-l-Packsack für das wasserdichte Verstauen des Tagesgepäcks auf dem Raft, MP3-Player mit den Lieblingshits, Fernglas, kleiner Campingstuhl (eventuell vor Ort ein etwas größeres Modell besorgen), Bier (in Dosen), Whiskey (in Plastikflaschen), Wein (in Maßen), kurze Paddeljacke mit Doppelkamin und dichten Neomanschetten, Neo­shorts, Schwimmweste mit Bergeleine, Helm mit Sonnenschutz.

 

B wie Baden

 

Da der Colorado nur wenige Kilometer oberhalb des Einstiegs als Grundablass aus dem Lake Powell rauscht, wird die Wassertemperatur anfangs selbst von kältefesten Optimisten als »sportlich« beschrieben. Doch mit jedem Tag erwärmt sich das Wasser in der Wüstensonne, und der persönliche Komfortbereich für eine gründliche Körperhygiene ist schneller erreicht als lang anhaltender Juckreiz im Intimbereich. Darüber hinaus locken zahlreiche Seitencanyons zu kurzen Wanderungen, an deren Ende ein wohltemperierter Wasserfall plätschert.

 

C wie Catering

 

So gut und variantenreich isst man sonst nur im Robinson-Club. Der Morgen beginnt gegen 7 Uhr mit einem Weckruf, sobald heißer Kaffee und die Eier mit Speck fertig sind. Darüber hinaus gibt es in wechselnder Folge Cerealien, Toast mit Marmelade und Erdnussbutter, frisches Obst und Pfannkuchen mit Ahornsirup. Während den Raftpassagieren bei Bedarf ein zweites Frühstück serviert wird, müssen Paddler anschließend locker vier Stunden bis zum Lunch ausharren. Bevorzugt in Rufweite netter Spielwellen werden dann Tische und Sonnenschirme aufgebaut und ein Sandwich-Bufett errichtet. Kulinarischer Höhepunkt ist aber das Abendessen. Der »Dinner-is-ready«-Ruf erschallt gut eineinhalb Stunden nach Erreichen des Nachtlagers. Während man bis dahin selbst faul im Sand liegt und abwechselnd zu Bier und Buch greift, haben die Guides ein fabelhaftes Vier-Gänge-Menü gezaubert. Auf einige Tapas-artige Appetithäppchen und eine Schüssel frischen grünen Salats folgt der Hauptgang in Form von Rinder- oder Thunfischsteaks, Lachs mit Pesto-Pasta, Truthahn oder auch mal was Mexikanisches. Anschließend gibt es Obst oder eine noch warme Torte aus dem Dutch Oven. Gerüchten, dass Grand-Canyon-Paddler auf dem Rückflug einen Kerosinzuschlag für unverhältnismäßige Leibesfülle zahlen durften, muss aber widersprochen werden.

 

D wie Damm

 

Der Colorado entspringt im gleichnamigen Bundesstaat in den Rocky Mountains und begibt sich auf eine 2304 km lange Reise bis in den Golf von Kalifornien. Diverse Ableitungen und Stauseen sorgen allerdings dafür, dass von seinen ürsprunglichen Wassermassen dort nur ein Bruchteil ankommt. So liegt auch sein Filetstückchen genau zwischen zwei Dämmen. Vom Glen Canyon Damm am Lake Powell, dem zweitgrößten Stausee der USA mit 3360 km Uferlinie, geht der wilde Ritt
448 km bis nach Pearce Ferry, einer Landungsbrücke aus Beton inmitten des Lake Mead bei Las Vegas. Dieser wird vom 221 m hohen Hoover-Damm in Zaum gehalten.

 

E wie Erstbefahrer

 

Die erste Befahrung des Canyon gelang Major John W. Powell 1869. In Ruderbooten ließ sich Powell mit seiner zehnköpfigen Crew auf ein da­mals schier aussichtsloses Unterfangen ein. Sieben von ihnen kamen nach einem Vierteljahr im Flachland an, drei Teammitglieder, die beim Anblick der schwersten Rapids (heute im Lake Mead ertränkt) die Flucht ergriffen, fielen Indianern zum Opfer. Am Rande: Powell, der im Bürgerkrieg den rechten Arm verloren hatte, bezwang den Colorado noch mit ursprünglicher Wassermenge und festgeschnallt auf einem Holzstuhl in Bootsmitte. Das Expeditionstagebuch heißt »Höllenfahrt durch den Grand Canyon« und ist für 19,90 € im Pollner Verlag erhältlich.

Mehr geht nicht. Was dem leidenschaftlichen Tiefschnee­­fahrer das Heliskiing, ist für Wildwasserpaddler ein geführter Trip durch den Grand Canyon. Kein Shuttle, kein Fernseher, keine Spülhände – nur 13 Tage Paddeln, Essen und Schlafen in der schönsten Schlucht der Welt.

Grandioses Panorama über den Colorado River.
Frühstück um sechs Uhr? Dann kann zuvor noch eine Stunde in der Morgenkühle gewandert werden.
Foto: Michael Neumann

F wie Fahrstrecke

 

Von Lees Ferry bis Pierce Ferry sind es 448 km. Früher wurde die Fahrt meist schon im Indianerreservat am Diamond Creek beendet. Dann verpasst man jedoch einen halben Tag voller guter Rapids, atemberaubende Landschaftsbilder und die nachdrückliche Melancholie, wenn der Colorado nach einer wilden Reise im wüstenartigen Lake Mead erlahmt. Da diese letzten eineinhalb Tage außerhalb der Nationalparkgrenzen liegen, erlebt man auch, was für ein Segen dessen strikte Permitregeln sind. Jetboats mit Tagesausflüglern aus Las Vegas donnern einem entgegen, und Hubschrauberstaffeln schaffen alle jene zum Canyonrand, denen eine Jetboatfahrt zu gewagt erscheint. Bizarr!

 

G wie Größe

 

Es mag Schluchten geben, deren umliegende Gipfel um einiges höher über den Flussgrund ragen. Es mag Schluchten geben, deren Wände enger zusammen stehen – doch der Grand Can­yon ist unbestritten die »Mutter aller Schluchten«. Der Mix macht’s. Nach jeder Kurve verblüffen der Colorado und seine Getreuen Wind und Wetter mit einer neuen »Laubsägearbeit« im Jahrmil­lionen alten Vulkangestein, so dass man sich gar nicht satt sehen kann. Übrigens: Manchen stand der Mund noch beim Rückflug offen.

 

H wie Hikes

 

Neben dem Paddeln sind die Wanderungen in die Seitencanyons der zweite Teil des Vergnügens. Von der halbstündigen Lustwandelei bis zur anstrengenden Überschreitung eines Zwischenplateaus ist alles möglich. Besonders erfrischend sind die sogenannten »Wethikes«, bei denen man Flussbette hinaufkrabbelt und sich zwischendrin in kleineren Wasserfällen den Rücken massieren lässt. Ganz wichtig: pro Stunde einen Liter Wasser trinken. Sonst fällt man, versichern zumindest die Amis, dem sicheren Tod durch Dehydrierung anheim.

 

I wie Insolvenz

 

Es soll Leute geben, die vor der Bezahlung des Trips (3000 bis 4500 €) ein Gespräch mit dem Bankangestellten ihres Vertrauens geführt haben, um die nötigen Kröten für den zweiwöchigen Trip zusammen zu bekommen. Wir haben aber noch keinen getroffen, der das je bereut hätte.

 

J wie Jammer

 

Klar, so ab dem zehnten Tag macht sich manchmal ein leichter Canyon-Koller breit. Doch eines können Sie glauben: Schon nach wenigen Minuten in der Zivilisation werden Sie jede Sekunde bereuen, die Sie sich diesem Koller hingegeben haben. Und kaum ist man daheim, liebäugelt man schon wieder mit einem Termin beim Bankangestellten des Vertrauens.

Kontrastreiche Flussmündung am Colorado River.
Während der Gewittersaison im Juli/August reicht ein Gewitter im hunderte Kilometer entfernten Bryce Canyon, und dessen Ausfluss, der Paria, färbt das klare Stauseewasser kaffeefarben. |Foto: Michael Neumann

K wie Kajak

 

Großer Fluss gleich großes Kajak? Mitnichten. Heutzutage gehen immer mehr Paddler im Spielboot an den Start. Lieber verzichten sie auf die ein oder andere »Actionline« und suchen ihr Glück stattdessen in den unzähligen kleinen und großen Spielwellen. Zudem verwöhnen die kleinen Boote mit ausgezeichneten Rolleigenschaften und vorhersehbaren Surfeigenschaften. Die geringe Eigengeschwindigkeit wird zudem vom hohen Fließtempo ausgeglichen. Nur eines sollte man bei der Bootswahl unbedingt bedenken: Bei Tagesetappen von bis zu vierzig Kilometern sollten sie ausreichend Platz für Beine, Wasserflasche und Fotokoffer bieten.

 

L wie Little Colorado

 

»Die kleine Drecksau« sorgt besonders in den gewittrigen Sommermonaten Juli und August mit nachdrücklicher Vehemenz für eine »unordentliche« Farbe des vormals grünen Colorado-Wassers. Und wer glaubt, dass sich die Sedimente dieses im Vergleich zum Hauptfluss kleinen Rinnsals nach wenigen Tagen wieder setzen, irrt gewaltig. Doch das, was der Little Colorado anrichtet, ist nur ein müder Abklatsch dessen, was den Colorado selbst vor dem Dammbau charakterisierte: zum Trinken zu dick, zum Pflügen zu dünn.

 

M wie Motorraft

 

Puristen werden verächtlich die Nase rümpfen, wenn man ihnen von Begleitrafts erzählt, die per Außenborder angetrieben werden. Doch keine Bange, die Zehn-Meter-Gummibusse sind kaum hörbar und erweitern den Aktionsradius erheblich. Denn den Vorsprung, den man mit (bzw. auf) ihnen während der zähesten Flachwasseretappen herausholt, investiert man besser in stundenlange Meilensurfs oder Nachmittagswanderungen. Auch den Ausstieg im Lake Mead erreicht man nur mit Motor, Ruderrafter müssen in Diamond Creek aufhören. Übrigens: Im doppelten Boden des Rafts verbirgt sich ein mit zwei Tonnen Eis gefüllter »Keller«. So ist gewährleistet, dass auch am letzten Tag ein knackig frisches Salatblatt das Sandwich veredelt.

 

N wie Notgroschen

 

In der Schlucht selbst fällt es außerordentlich schwer, Geld auszugeben. Nur bei Phantom Ranch, wo der populärste Wanderweg zum Fluss führt, kann man Postkarten kaufen. Für Pommes rot/weiß müsste man dagegen 1600 Höhenmeter hinauftraben. Dennoch empfiehlt es sich, 5 bis 10% der Tripkosten in Cash als Trinkgeld dabei zu haben. Dieses überreicht man dann gesammelt am letzten Abend den Guides.

 

O wie Ohm

 

Sollte jeder haben. Ein Ohm ist ein Mitpaddler älteren Kalibers, der statt im Funcruiser lieber im hochvolumigen WW-Kajak der Dreieinhalb-Meter-Klasse antritt, aber trotzdem Zweifel hat, ob er in den großen Rapids nicht ertrinkt. Während der Tour steigen körperliche Fitness und Selbstvertrauen wie von selbst, und auch die alten Reflexe kommen zurück, so dass am Ende gar Rapids wie Crystal und Lava im Fahrtenbuch stehen. Und das freut nicht nur Ohm, das freut die ganze Grupppe. Ohm kann natürlich auch Peter, Max oder Hubert heißen.

 

P wie Permit

 

Wer den Canyon paddeln will, braucht entweder ein Permit oder er bucht sich und seine Gruppe bei einem der vielen kommerziellen Anbieter ein. Wer auf ein Permit besteht, um allein mit seinen Freunden auf dem Fluss zu sein, braucht je­doch Zeit und Glück, um eines in einer Art Lotterie zu ergattern. Zudem ist der logistische Aufwand enorm hoch. Um die von der Nationalparkverwaltung geforderten Auflagen zu erfüllen, braucht es diverse kostspielige Kleinteile wie Industriewasserfilter, einen mobilen Abort und mindestens ein Gepäckraft. Denn wer will schon mit einem Blechklo auf dem Kajakheck, des­sen Funktion er zuvor ausführlich der US-Einreisebehörde dargelegt hat, durch Lava Falls paddeln. Bleibt also nur der »Commercial Trip«. Von den 22.000 Touristen, die jedes Jahr durch den Canyon schippern, entfallen rund 80% auf solche Trips. Während die meisten von ihnen nur vier bis sieben Tage bleiben und am Ende per Heli ausgeflogen werden, wollen Paddler das Vergnügen natürlich so richtig auskosten. Daher sollte man bei der Buchung unbedingt nach den zweiwöchigen Touren speziell für Paddler fragen. Nicht, dass man am Ende mit langer Zunge und völlig außer Atem 14 Stunden des Tages damit verbringt, den Motorrafts hinterher zu paddeln.

 

Q wie Qualifikation

 

Großer Fluss gleich großes Können? Quatsch, auf dem Grand Canyon fühlt sich jeder wohl, der die Imster Schlucht bei Mittelwasser packt und eine 95% Eskimorolle sein Eigen nennt. Unsichere Paddler sollten allerdings kein Spielboot (siehe auch Kajak) wählen, sondern ein größeres Rundbootenschiff, mit welchem sie sicher über die quirligen Verschneidungen am Ausgang der Rapids schippern. Und wer sich den einen oder anderen Rapid nicht zutraut, flüchtet halt aufs Raft und gibt vor, von dort die bessere Fotoperspektive zu haben.

Der Rapid "Upset" im Grand Canyon.
Der Rapid »Upset« hat seinen Namen nicht von ungefähr.
Foto: Michael Neumann

R wie Rapids

 

Crystal, Hermit und Lava Falls sind nur drei von 160 Katarakten, denen es mutig entgegen zu treten gilt. In der canyoneigenen und raftbezogenen Schwierigkeitsbewertung von 1 bis 10 rangieren sie zwar ganz oben, doch eingepegelt auf die euro­päische Skala schaffen es nur ganz wenige der Stellen bis WW IV+. Die meisten Rapids bestehen aus langen Wellenzügen, die man mittig nimmt, nur ganz selten muss man komplexere Linien treffen. Vorsicht jedoch vor vermeintlichen »Hasenfußrouten«, die meisten hartnäckigen Walzen stehen links und rechts des Hauptwassers.

 

S wie Sand

 

Wer den Canyon paddelt, sollte Sand mögen. Nur wenige Camps liegen auf nahezu sandfreien Felsterrassen, »Ledges« genannt. Für eine halbwegs sandfreie Nachtruhe sollte man eine großflächige Plane oder noch besser ein engmaschiges Tropenzelt dabei haben. Letzteres hat auch den Vorteil, dass man in windigen Nächten, bei denen die Thermik wie ein Heißluftföhn bläst, nicht ganz so arg gesandstrahlt wird. Bei den Hikes ist darauf zu achten, dass die Füße sandfrei sind, sonst läuft man sich schneller einen Wolf als dieser Rotkäppchen gefressen hat.

 

T wie Toilette

 

Im Canyon ist man auf dem Klo König. Kaum haben die Raftguides ihre Boote vertäut, machen sie sich sogleich daran, zwei blecherne Behälter mit ordentlich Volumen und montierbarer Klobrille im Gelände zu verstecken. Natürlich wissen diese Schluchtkenner, von welcher Warte man einerseits den besten Ausblick, andererseits den wenigsten Einblick hat. Auf halber Strecke zwischen Camp und Klo deponieren sie anschließend Eimer, Seife und ein Plastikkissen. Dieses Kissen hat die Funktion eines Schlüssels. Ist es fort, sitzt gerade ein anderer König auf dem Thron und genießt die Aussicht – was manchmal etwas dauern kann.

 

U wie Überblick

 

Im die gesamte Dimension der Schlucht zu erfahren, sollte man am besten bei der Anfahrt einen Ausflug zur Schluchtkante (South- oder North Rim genannt) unternehmen. Und um deren Tiefe auch physikalisch zu erfahren, empfiehlt sich eine Zweitageswanderung hinunter zur »Phantom Ranch«, der einzigen Stelle, an der eine Fußgängerbrücke den Colorado überspannt.

V wie Vegas
Vegas (Las)
Wer den Untergang des Abendlandes schon lange vermutet, sieht seine Theorie im »Sündenbabel« Las Vegas vermutlich bestätigt. Einen krasseren Gegensatz zum Naturwunder Grand Canyon mitsamt seiner Stille und Ursprünglichkeit gibt es auf der Welt kein zweites Mal. Trotzdem bietet sich ein Besuch schon aus logistischen Gründen an, denn auf dem Flughafen von Las Vegas landen auch Direktflüge aus Deutschland. Aber Achtung, Las Vegas ist wie Zuckerwatte: Aufgeblasen und zuckersüß, doch am Ende bleiben nichts als ein schaler Nachgeschmack und unnützes Hüftgold.

 

W wie Wellen

 

Mindestens fünf, eher sechs ... quatsch, das waren locker sieben Meter. In Sachen Anzahl und Höhe der Wellen im Grand Canyon gehen die Meinungen je nach Euphoriestadium auseinander. Vorher redet man sie gern klein, hiinterher wird ihre Höhe gern zweistellig angegeben. Dabei ist ihre Befahrung meist kinderleicht. Ob vorwärts, ruckwärts oder gleich quer, durch die nahezu walzenfreien Wellenzüge schwappt man im Berg-und-Talbahn-Stil sorgenfrei durch, besonders Mutige versuchen die Biester auch mal durch einen Surf zu zähmen. Die höchste Welle ist unbestritten im Hermit-Rapid zu finden. Acht Meter, mindestens ...

 

Z wie Zivilisation

 

Während der Tage im Canyon scheint die restliche Welt ausgeklammert, tagesaktuelle Infos aus der Fußballbundesliga kann man sich abschminken. Nur ab und an überholen einen schnellere Grupppen, doch größtenteils ist man allein mit sich und seinen Freunden.Um­so ernüchternder wird daher das Tourende im schlaffen Lake Mead empfunden. Noch extremer ist ein direkter Transfer nach Las Vegas, wo nahezu der gesamte Strom des Hoover-Damms für die Kitschbeleuchtung obskurer Etablisements verballert wird. Will man diesen Zivilsationsschock vermeiden, trifft man besser tagsüber direkt am Flughafen von Vegas ein.