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Touren

Basislager Osttirol – die erweiterte Flussbeschreibung

17. Juli 2012 von Manuel Arnu

Isel

Bilder aus Osttirol von Jens Klatt.
Foto: Jens Klatt


Hintere Isel, 6km WW III-IV+
Hinterbichl - Bobojach
Temporeiches Wildwasser in wunderschöner alpiner Umgebung, im Sommer bei Hochschmelze rassiges Wuchtwasser. Nach dem Einstieg in Hinterbichl bleibt genug Zeit zum warmfahren. Die erste Schlüsselstelle wartet in der 2. kurzen Klammpassage, leicht von links oder der darüberführenden Brücke zu besichtigen. Die schwierigkeiten nehmen ab jetzt zu. Kurz vor Bobojach die schwerste Stelle mit einem großen Flesblock in Bachmitte, links erkunden. An der nächsten Brücke (Parkverbot!) ausbooten und die Boote nach Bobojach hinauftragen. Vorsicht: es folgt der extrem schwere Iseldurchbruch.  

Virgenschlucht, 5km WW IV-V+

Brücke Virgen/Matrei – Unterpölach
Schwieriger und selten befahrener Abschnitt der Isel. In einer abgelegenen Waldschucht tost die Isel über steile Katarakte (80‰ Gefälle) zu Tal. Siphone und Baumhindernisse machen die Fahrt nicht nur spannend, sondern auch gefährlich. Vom leichten Beginn sollte man sich nicht täuschen lassen, nach kurzer Fahrt nimmt die Isel Fahrt auf und zeigt ihre Zähne in Form von rückläufigen Stufen, steckgefährlichen Felsrippen und stark verblockten Passagen. Nur bei moderaten Wasserständen zu empfehlen.

Obere Isel, 5 km WW II-III
Matrei/Unterpölach – Pegel Brühl
Kurze, mittelschwere Etappe, die von der Straße aus weniger lohnend aussieht, als sie in Wirklichkeit ist. Spritziges, abwechslungsreiches Wildwasser mit vielen Übungsstelle. Ideal für Fortgeschrittene. Bei hochsommerlicher Gletscherschmelze am späten Nachmittag überraschend spritzig. Ausstieg an der Brücke der Bundesstraße zwischen Matrei und Huben.

Iselkatarkat, 4km WW III-V

Pegel Brühl – Rafteinstieg Huben
Die ersten 1500 m der Isel nach dem Einstieg sind gemütlich. Große Kehrwasser, kleine Walzen und Stufen eignen sich perfekt zum einfahren. Denn wenn die Isel neben der Straßengalerie ihre aufbrausende Natur offenbart, sind geschmeidige Muskeln und blitzschnelle Reaktionen gefragt. Der Iselkatarakt hat zwei Gesichter: im Frühjahr und Herbst ein verwirrender Steinhaufen mit technisch anspruchsvollen Linien. Im Sommer bei randvollem Flussbett ein brüllendes, gletschertrübes Ungetüm mit gewaltigen Wellen und gefräßigen Löchern. Nach jedem Hochwasser verändert der Katarakt seine Gestalt, schwierig bleibt er immer, der härteste Wuchthammer Osttirols. 500 Meter nach dem Katarakt nehmen die Schwierigkeiten zwar ab, ist aber immer noch seriöses und kraftraubendes Wuchtwasser bis zum Rafteinstieg in Huben, direkt neben der Straße.

Untere Isel, 20km WW II-III+
Rafteinstieg Huben - Lienz
Die ersten 3 Kilometer bis zur Einmündung des Kalserbachs zeigt sich die Isel sportlich und flott, streckenweise mit schönem Naturslalom. Danach nehmen die Schwierigkeiten etwas ab, die Isel bleibt aber immer interessant und abwechslungsreich. Die Renaturierung der Isel in den vergangenen Jahren hat diesen Abschnitt zu einem der schönsten Übungs- und Spielstrecken in den Alpen gemacht. Wuchtige Schwälle, scharfe Kehrwasser, kleine Stufen, Surfwellen und Walzen: in kurzen Abständen folgt eine Trainingsstelle auf die andere. Damit nicht genug – große Kiesbänke laden zu Pausen ein, der Blick auf die Lienzer Dolomiten könnte nicht schöner sein. Ein Traum von einem Fluss, sowohl für Anfänger, Fortgeschrittene, als auch für Könner! Wem 20 km (trotz beachtlicher Fließgeschwindigkeit) zu lange dauern, beginnt erst an der Kalserbachmündung, in St. Johann, oder beendet die Fahrt bereits in Ainet.

Drau

Bilder aus Osttirol von Jens Klatt.
Foto: Jens Klatt

Obere Drau, 4km WW IV (V) Hof – Abfaltersbach

Falls nach starken Regenfällen oder Hochschmelze die klassischen Etappen überlaufen, dann ist es an der Zeit den Trumpf „Obere Drau“ zu stechen. Normalerweise abgeleitet, rauscht die junge Drau durch ihr steiles, stark verblocktes Flussbett. Zu Beginn noch einfach, steigert die Obere Drau schnell ihre Schwierigkeiten. Vorsicht bei Hochwasser, vor Baumhindernissen und Eisenteilen im Fluss (Mitte der Strecke).

Mittlere Drau, 6 km WW III+ Thal– KW Amlach

Mittelschweres Wildwasser mit Straßenbegleitung, wegen mehrerer Verbauungen und Wasserableitung nur leidlich lohnend. Vorsicht bei einem 2m hohen Steilwehr und beim Erdrutschschwall!

Untere Drau, 4 km WW II-III KW Amlach – Lienz Dolomitenbad

Vom Kraftwerk Amlach zieht sich die Drau wie mit dem Lineal gezogen bis nach Lienz. Unter normalen Umständen würde ein derart begradigter Fluss von Paddlern keines Blickes gewürdigt werden. Die Drau ist anders. Schnurgerade, aber unglaublich vital. Beim KW Amlach erhält die Drau ihr Wasser zurück, gleich zu Ortsbeginn strömt es durch einen feinen Slalomparcours mit tollen Trainingskehrwassern. Mit freiem Blick auf Berggipfel und dichtem Baumbestand kommt trotz gemauertem Ufer echtes Naturgefühl auf, obwohl die Drau mitten durch die Wohngebiete von Lienz fließt. Kurz vor dem Ausstieg beim Dolomitenbad lädt die Drauwalze zu akrobatischen Einlagen. Die Drau ist aufgrund des Kraftwerksbetriebs ganzjährig fahrbar, mittags in der Regel die  höchsten Wasserstände. Die klassische Dolomitenmann-Strecke gehört als perfekte Übungsetappe oder schneller Nachmittagsrun unbedingt in das Repertoire eines jeden Osttirol-Paddlers.

Drau Wanderstrecke, 12 km WW I-II Lienz Kosakenfriedhof – Nikolsdorfer Bahnhof


Die kleine Drau nimmt das Wasser der mächtigen Isel auf und darf dennoch ihren Namen behalten. Von der Iselmündung bis zum Nikoldorfer Bahnhof ist die Drau ein ideales Wildwasser für Anfänger, Kinder und Genießer. Gemütlich strömt die Drau durch den weiten Talgrund, gelegentliche kleine Schwälle und Wellen laden zum Üben ein. Die Wildwasserwanderstrecke kann von 12 auf 85 km bis weit nach Kärnten ausgeweitet werden und eignet sich auch für Zweier-Kajaks, Canadier und Schlauchboote. Vorsicht auf alte Pfosten im Stromzug

Schwarzach (aka Defereggenbach)

Bilder aus Osttirol von Jens Klatt.
Foto: Jens Klatt

Oberste Schwarzach, 5 km WW IV-V (X) Ende Mautstraße – Mauthäusl

 Die Mautstraße bis zum Ende durchfahren und in wunderschöner Almlandschaft auf über 1700 m Höhe, an der Grenze zum Nationalpark, einbooten. Die junge Schwarzach beginnt leicht, steigert sich dann allmählich. Zuerst durch eine kleine Schlucht bis zum Patscher Haus, dann folgt ein Katarakt, der in einem unfahrbaren Wasserfall endet (kann bequem auf der dem Fluss ständig folgenden Straße umtragen werden). Konstantes, steiles Wildwasser (45‰) bis zum Schluss am Mauthäusl. Ein selten befahrenes, landschaftliches Kleinod!

Wasserfallstrecke, 3km WW IV-V+ (X)Mauthäusl – Maria Hilf


Eine ungewöhnliche Etappe in Osttirol. Statt der für Osttrioler Gewässer üblichen steilen Kellertreppen, gibt es hier Wasserfälle! Die zwei dicht aufeinander folgenden Fälle haben schon viele Paddler angelockt, um erste Meriten im steilen Gelände zu verdienen. Die kurzen, tiefen Schluchtabschnitte geben ihre Geheimnisse von der Hauptstraße nicht preis, aber über die rechtsufrige Forststraße lässt sich das gesamte Wildwasser gut erkunden. Nach knapp einem Km folgt die erste kurze Klamm, in der sich die beiden bis zu 7 m hohen Wasserfälle verbergen. Das Umtragen ist umständlich, am besten über die weit oben gelegene Forststraße. Lebhaftes Wildwasser führt bis zu einem kleinen Steg. Entweder hier die Fahrt beenden, oder das Abenteuer wagen und bis in die letzte Klamm paddeln. An deren Ende sorgt in einer Linkskurve ein unfahrbarer und äußerst gefährlicher Siphon für unnötigen Nervenkitzel. Bei Niederwasser lässt er sich links umheben, bei höheren Wasserständen muss man weiträumig umtragen.

Standardstrecke, 10 km WW III-IV St. Jakob – ST. Veit

Die beliebteste Etappe der Schwarzach. Nur ca. 300 bleiben Zeit zum Luft holen, dann präsentiert sich die Schwarzach nach einer scharfen Rechtskurve sportlich flott mit schnellen, langen und wuchtigen Schwällen, zwischen die sich immer wieder technische Blockparcours mischen. Mit konstant hoher Geschwindigkeit und seltenen Ruhephasen zeigt die Schwarzach ihr wahres Gesicht, wenn auch um gut ein bis zwei Grad leichter, als auf den noch folgenden Etappen. Die Straße ist immer in Flussnähe. Vorheriges Besichtigen und ein eventueller Fahrtabbruch ist praktisch jederzeit möglich. Bis zum Ausstieg bei St.Veit kommt keine Langeweile auf, auch wenn die Schwierigkeiten kontinuierlich abnehmen. Bei Niederwasser ein grandioser Naturslalom, bei Hochwasser Wuchtwasser-Plaisir.

Tunnelstrecke, 2km WW IV-V+ST. Veit – Unterhalb Galerie

Ein paar ruhige Kurven kurz oberhalb des Tunnels bei St.Veit gönnt die Schwarzach jedem Paddler zum Sammeln, dann geht es Schlag auf Schlag. Die Schwarzach nimmt Fahrt auf und beruhigt sich erst 2 Kilometer später, nach der Straßengalerie. Die Strecke verlangt dem Paddler Reaktionsschnelligkeit, Kondition und präzise Fahrtechnik ab. Die Routen sind bisweilen verzwickt, gespickt mit klemmgefährlichen Felsbrocken und fiesen Walzen. Wer die Route vorher nicht genau inspiziert hat und diese auch einhält, endet schnell im Fiasko. Die Schlüsselstellen sind oberhalb der Straßenbrücke am Tunnelportal und neben der Galerie. Kennt man die Linie in- und auswendig, ist man nach 10 Minuten am Ausstieg. Bei einer Erstbefahrung mit Sichern und Erkunden der gesamten Strecke kann die Fahrt auch 1-2 Stunden in Anspruch nehmen. Nach der Galerie nehmen die Schwierigkeiten drastisch ab und man kann noch gemütliche 3 km bis Hopfgarten schippern.

Hopfgartenschlucht, 4km WW IV-V+ Hopfgarten – Dölach/Straßenbrücke E-Werk

Einst war sie das Kronjuwel der Osttiroler Wildwasser. Seit dem Kraftwerksbau in Hopfgarten hat die Königsetappe gelitten, zählt aber immer noch zu den schwersten und interessantesten Abschnitten. Im Eiltempo donnert die Schwarzach flussab. Große Blöcke, kräftige Walzen und ein genereller Mangel an Kehrwassern steigern die Spannung. Vorsicht vor dem neuen E-Werk in Hopfgarten. Es gibt keine herausragenden Einzelstellen, es ist eine einzige 4 km lange Schlüsselstelle vom Einstieg bis zum Ausstieg. Das Erkunden vom Ufer aus ist einigermaßen problemlos, die Straße immer in Sicht- und Reichweite. Für entnervte, müde und überforderte Paddler ein tröstlicher Umstand. Gegen Ende gräbt sich die Schwarzach in eine kurze Klamm und spätestens an der Hauptstraßenbrücke beim kleinen E-Werk muss Schluss sein (Ausstieg vorher festlegen!), denn danach stürzt der Fluss in eine unfahrbare Schlucht ohne Ausstiegsmöglichkeit.Oberste Schwarzach, 5 km WW IV-V (X) Ende Mautstraße – Mauthäusl

 Die Mautstraße bis zum Ende durchfahren und in wunderschöner Almlandschaft auf über 1700 m Höhe, an der Grenze zum Nationalpark, einbooten. Die junge Schwarzach beginnt leicht, steigert sich dann allmählich. Zuerst durch eine kleine Schlucht bis zum Patscher Haus, dann folgt ein Katarakt, der in einem unfahrbaren Wasserfall endet (kann bequem auf der dem Fluss ständig folgenden Straße umtragen werden). Konstantes, steiles Wildwasser (45‰) bis zum Schluss am Mauthäusl. Ein selten befahrenes, landschaftliches Kleinod!

Wasserfallstrecke, 3km WW IV-V+ (X)Mauthäusl – Maria Hilf

Eine ungewöhnliche Etappe in Osttirol. Statt der für Osttrioler Gewässer üblichen steilen Kellertreppen, gibt es hier Wasserfälle! Die zwei dicht aufeinander folgenden Fälle haben schon viele Paddler angelockt, um erste Meriten im steilen Gelände zu verdienen. Die kurzen, tiefen Schluchtabschnitte geben ihre Geheimnisse von der Hauptstraße nicht preis, aber über die rechtsufrige Forststraße lässt sich das gesamte Wildwasser gut erkunden. Nach knapp einem Km folgt die erste kurze Klamm, in der sich die beiden bis zu 7 m hohen Wasserfälle verbergen. Das Umtragen ist umständlich, am besten über die weit oben gelegene Forststraße. Lebhaftes Wildwasser führt bis zu einem kleinen Steg. Entweder hier die Fahrt beenden, oder das Abenteuer wagen und bis in die letzte Klamm paddeln. An deren Ende sorgt in einer Linkskurve ein unfahrbarer und äußerst gefährlicher Siphon für unnötigen Nervenkitzel. Bei Niederwasser lässt er sich links umheben, bei höheren Wasserständen muss man weiträumig umtragen.

Standardstrecke, 10 km WW III-IV St. Jakob – ST. Veit


Die beliebteste Etappe der Schwarzach. Nur ca. 300 bleiben Zeit zum Luft holen, dann präsentiert sich die Schwarzach nach einer scharfen Rechtskurve sportlich flott mit schnellen, langen und wuchtigen Schwällen, zwischen die sich immer wieder technische Blockparcours mischen. Mit konstant hoher Geschwindigkeit und seltenen Ruhephasen zeigt die Schwarzach ihr wahres Gesicht, wenn auch um gut ein bis zwei Grad leichter, als auf den noch folgenden Etappen. Die Straße ist immer in Flussnähe. Vorheriges Besichtigen und ein eventueller Fahrtabbruch ist praktisch jederzeit möglich. Bis zum Ausstieg bei St.Veit kommt keine Langeweile auf, auch wenn die Schwierigkeiten kontinuierlich abnehmen. Bei Niederwasser ein grandioser Naturslalom, bei Hochwasser Wuchtwasser-Plaisir.

Tunnelstrecke, 2km WW IV-V+ST. Veit – Unterhalb Galerie


Ein paar ruhige Kurven kurz oberhalb des Tunnels bei St.Veit gönnt die Schwarzach jedem Paddler zum Sammeln, dann geht es Schlag auf Schlag. Die Schwarzach nimmt Fahrt auf und beruhigt sich erst 2 Kilometer später, nach der Straßengalerie. Die Strecke verlangt dem Paddler Reaktionsschnelligkeit, Kondition und präzise Fahrtechnik ab. Die Routen sind bisweilen verzwickt, gespickt mit klemmgefährlichen Felsbrocken und fiesen Walzen. Wer die Route vorher nicht genau inspiziert hat und diese auch einhält, endet schnell im Fiasko. Die Schlüsselstellen sind oberhalb der Straßenbrücke am Tunnelportal und neben der Galerie. Kennt man die Linie in- und auswendig, ist man nach 10 Minuten am Ausstieg. Bei einer Erstbefahrung mit Sichern und Erkunden der gesamten Strecke kann die Fahrt auch 1-2 Stunden in Anspruch nehmen. Nach der Galerie nehmen die Schwierigkeiten drastisch ab und man kann noch gemütliche 3 km bis Hopfgarten schippern.

Hopfgartenschlucht, 4km WW IV-V+ Hopfgarten – Dölach/Straßenbrücke E-Werk


Einst war sie das Kronjuwel der Osttiroler Wildwasser. Seit dem Kraftwerksbau in Hopfgarten hat die Königsetappe gelitten, zählt aber immer noch zu den schwersten und interessantesten Abschnitten. Im Eiltempo donnert die Schwarzach flussab. Große Blöcke, kräftige Walzen und ein genereller Mangel an Kehrwassern steigern die Spannung. Vorsicht vor dem neuen E-Werk in Hopfgarten. Es gibt keine herausragenden Einzelstellen, es ist eine einzige 4 km lange Schlüsselstelle vom Einstieg bis zum Ausstieg. Das Erkunden vom Ufer aus ist einigermaßen problemlos, die Straße immer in Sicht- und Reichweite. Für entnervte, müde und überforderte Paddler ein tröstlicher Umstand. Gegen Ende gräbt sich die Schwarzach in eine kurze Klamm und spätestens an der Hauptstraßenbrücke beim kleinen E-Werk muss Schluss sein (Ausstieg vorher festlegen!), denn danach stürzt der Fluss in eine unfahrbare Schlucht ohne Ausstiegsmöglichkeit.

Kalserbach


Oberer Kalserbach, 4km WW IV-V+ (VI)

Unterlesach – Schluchtanfang

Ein Gletscherwildling erster Güte. Eiskaltes und gletschertrübes Wasser, hohes Gefälle und ein Geröllbett, das sich immer und immer wieder wandelt. Kontinuierlich schnelles Wildwasser von Anfang bis Ende. Die Straße verläuft praktisch immer am Fluss, daher ist ein Fahrtabbruch jederzeit möglich. Beim Hinauffahren nicht täuschen lassen: nicht alle schweren Passagen sind vom Auto aus zu erspähen. An einem Hochsommernachmittag schwillt der Wasserstand bis zur Schmerzgrenze an, daher lieber an einem kühlen Sommertag oder im Herbst kennen lernen.

Durchbruchsschlucht, 5 km WW V+ (X)

E-Werk – Mündung Isel

Das größte Abenteuer in Osttirol. Absolut unwegsame, tief eingeschnittene Schlucht, die nicht nur durch ihre Abgeschiedenheit Kopfzerbrechen macht, sondern auch noch Wildwasser im Grenzbereich verbirgt. Zwangspassagen, alpine Umtagungen, Steilabbrüche, Miniaturkehrwasser und höchstens 1-2 Fluchtwege führen über extrem steile Flanken aus der mehrere 100 Meter tiefen Schlucht. Nur bei Niederwasser möglich, niemals bei Gewitter oder heißem Wetter versuchen. Alpinausrüstung und die Telefonnummer der Bergwacht nicht vergessen!

Tauernbach


Standardstrecke, 3km WW IV-V

Ein wasserreicher, wuchtiger Fluss immer wieder unterbrochen von kurzen, geheimnisvollen Schluchtabschnitten. Was von weit oben, von der Felbertauernstraße verheißungsvoll ausschaut, entpuppt sich am Flussgrund eher als Alptraum. In praktisch allen Minischluchten verstecken sich unfahrbare Steilabbrüche. Nur zwischen dem Weiler Raneburg und der 2. Tauernschlucht gibt es einen kurzen, aber lohnenden Abschnitt. Aber Vorsicht! Das Wildwasser ist wuchtiger und schwieriger, als es von der Straße aus wirkt.

Villgratenbach, 6 km WW II-IV+Innervillgraten – Außervillgraten

Dieser kleine, klare Wildbach zählt zu den unbekanntesten Bächen in Osttirol und wird nur nicht oft gepaddelt. Das liegt vielleicht an seiner etwas abgeschiedenen Lage und dem selten ausreichenden Wasserstand. Wer ihn mit Wasser erwischt, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Er ist ein flotter Wildbach mit abwechslungsreichem Wildwasser ohne die Wucht seiner Osttiroler Artgenossen. Und nicht täuschen lassen: der Villgratenbach ist schöner, als er von der Straße scheint.

Gail

Bilder aus Osttirol von Jens Klatt.
Foto: Jens Klatt

Obere Gail, 25km WW III-IV Obertilliach – Birnbaum

Die Gail entspringt in Osttirol, darf also getrost den Osttiroler Flussperlen hinzugerechnet werden. Und sie ist ein besonders schönes Exemplar, ein Wildwasserklassiker seit Generationen, der nichts an Attraktivität verloren hat. Das abgeschiedene und wenig besiedelte Lesachtal, in dem sogar Braunbären beheimatet sind, ist ein Naturparadies und ihr Lebensader die Gail. Bei ausreichendem Wasserstand kann man in Obertilliach einbooten, ansonsten ist der Wasserstand meistens in Untertiliach ausreichend. Die ersten Kilometer sind schnelles, kehrwasserarmes Wildwasser in enger Waldschlucht. Dann öffnet sich die Gail etwas, um sich ab St.Lorenzen in eine tief eingeschnittene Schlucht einzugraben. Scharfe Prallhänge, kleine Katarakte verlangen nach Konzentration. Im zweiten Schluchtabschnitt nimmt durch Seitenbäche allmählich die Wasserwucht zu. Wellen und Walzen, größere Blöcke im stärker werdenden Stromzug sorgen für Aufmerksamkeit. Die Schwierigkeiten sind moderat, aber nach dieser langen Etappe steigt man gerne an der Brücke zwischen Birnbaum und Nostra aus.

Mittlere Gail, 14 km WW II-III Birnbaum – Kötschach Mauthen

Sollte die obere Gail zu schwierig sein, oder reicht der Wasserstand nicht aus, dann ist die mittlere Gail ein absolut lohnendes Ziel. Die Landschaft ist unverändert schön, nur wechseln sich jetzt Schluchtpassagen mit offenen Kiesbänken ab, die zu gemütlichen Pausen einladen. Diese Etappe ist deutlich einfacher als der vorangegangene Abschnitt, dennoch Vorsicht vor Baumhindernissen. Selten übersteigt das Wildwasser den II. Grad, es ist Genusspaddeln pur in unberührter Landschaft. Die Straße weit entfernt, Brücken Mangelware. Ab Birnbaum ist die Gail praktisch ganzjährig fahrbar.

Freestyle

Drauwalze

Draupark, Dolomitenbad Lienz

Der zuverlässigste Freestylespot in der Region. Wunderschön gelegen im Lienzer Draupark bietet die Drauwalze bequemes Park'n'Play, direkt neben der Straße, Parkplätze inklusive. Schattig, große Kehrwasser, gute Sicht für Zuschauer und Fotografen. Die gut geshapte Walze ist perfekt für alle erdenklichen Freestylefiguren. Der Kraftwerksbetrieb sorgt für konstante Wasserstände, in der Regel zwischen 11:00 und 13:00 Uhr die der größte Durchfluss. Austragungsort der Freestyle-EM 2012.

Welle Ainet

Sie war der Stolz der Osttiroler Paddler. Dann kamen die Bagger und pflügten das Flussbett kurz oberhalb der Welle um, gruben einen neuen, naturnahen Seitenarm. Gut für die Isel, schlecht für die Freestylepaddler. Die Aineter Welle hat seitdem ihre Magie verloren. Von einer perfekten Freestyle-Welle ist aber immer noch eine anständige Surfwelle mit ausladenden Kehrwässern und optimalem Zugang geblieben. Wenn die Wasserstände nach Regen oder Hitzewelle in die Höhe schießen, kann man der Zauber der Welle wieder erahnen.

Paddelführer

Unter www.osttirol.com lässt sich in der Rubrik Wassersport ein der Kajakführer Osttirol als PDF downloaden. Hilfreich mit guten Karten zu Ein- und Aussteigen.

INFO Genussvoll Campen auf dem Amlacher Hof

Die Ferienanlage Amlacher Hof ist der perfekte Ort zum Regenerieren nach furiosem und kraftraubendem Wildwasser. Komfortabel eingerichtet, viele Freizeitangebote und nahe genug am Lienzer Stadtkern, um die kulturellen Vorzüge der Osttiroler Hauptstadt genießen zu können. Abwechslung vom Bootfahren gefällig? Einfach die Sportart wechseln: per Rad, zu Fuß, mit Kletterausrüstung vom Basislager starten und in unmittelbarer Umgebung die Osttiroler Bergwelt aus einer ganz anderen Perspektive kennen lernen.

Basislager:

Die Ferienregion Osttirol bietet Campingfreunden zahlreiche Möglichkeiten, alleine Lienz verfügt über 3 zentrale Campingplätze (siehe auch www.camping-falken.com, Camping Seewiese: campingtirol.com). Zu den schönsten Ferienanlagen im Lienzer Talboden zählt der Amlacher Hof, keine 2 km südlich von Lienz gelegen. Die gemütliche, weitläufige und naturnahe Anlage ist ein idealer Ausgangspunkt sowohl für alle Paddeltouren in der Umgebung, aber auch für zahllose alternative Aktivitäten. Auf dem Amlacher Hof genießt man vollen Komfort: 85 großzügige Stellplätze (Reservierung in der Hauptsaison empfehlenswert), spezielle Trockenmöglichkeiten für Kanubekleidung, Kochgelegenheiten, Mini-Markt, moderne Sanitäranlagen. Im Internetraum oder per W-Lan können Paddler Wasserstände checken oder gleich nach dem Kajakfahren Urlaubsbilder verschicken. Bequemer geht nicht Geht doch! Wer kein Zelt aufstellen möchte, oder wenn ein Genuatief seine Wassermassen über Ostttirol ablädt, muss der Urlaub nicht storniert werden, sondern man kann in eines der 7 behaglichen Appartements einziehen. Keine Lust mehr auf Paddeln Dann gibt es ein Freischwimmbad für Hausgäste, Tennisanlage, Reitstall, Minigolfplatz, Sporttrampolin, Kinderspielplatz, Minicar-Bahn und einen großen Fahrradverleih (Mountainbikes, E-Bikes, etc.) direkt vor Ort. Langeweile gibt es auf dem Amlacher Hof nicht.

Kontakt & Preise

Ein Stellplatz (ohne Strom) für PKW, Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt kostet in der Hauptsaison 11€. Personen ab 15 zahlen 5,80€, zwischen 10 und 15 Jahren 4€, Kinder von 3-10 3,30€. Ein zusätzliches Zelt oder Fahrzeug wird mit 4,30€ berechnet. Hinzu kommen pro Tag Ortstaxe (1,50€ pro Person ab 15) und Umweltbeitrag (1,90€ pro Stellplatz). Bei Aufenthalt ab 10 Tagen und in der Neben- und Übergangssaison gibt es Preisnachlässe. Dolomitencamping Amlacher Hof, Alfred Pfeifhofer, Amlach 5, A-9900 Amlach. Tel.: 0043 (0)4852 62317, info@amlacherhof.at, www.amlacherhof.at. Der Campingplatz ist ganzjährig geöffnet und vom ADAC empfohlen.

 

Anreise

Von München kommend über die A8 und A 93 auf die Inntalautobahn A12 bis zur Abfahrt Kufstein Süd, weiter über Kitzbühel zum Felbertauerntunnel. Durch den 5 km langen Tunnel (10€ Maut pro Fahrt), erst dem Tauernbach folgen, dann an Isel entlang bis nach Lienz. Von München bis Lienz ca. 3 Stunden Fahrzeit.

 

Beste Zeit


Wenn auf der Nordalpenseite Staulage herrscht und der Himmel seine Pforten geöffnet hat, ist es ein guter Zeitpunkt die Seite zu wechseln und rüberzumachen, denn auf der Südseite (und genau dort ist Osttirol!) herrscht dann eitel Sonnenschein. Wer seine Urlaubspläne von den Wasserständen abhängig macht, plant anders: Das Einzugsgebiet Osttirol zählt zu den höchsten Bergen Österreichs (Großvenediger 3.666m, Großglockner 3.798m). Die Schneeschmelze beginnt erst im Frühsommer Ende Mai, Anfang Juni. Dann beginnen sich Isel, Drau und Schwarzach zu füllen. Es ist die beste Zeit für die Schwarzach, kleine Bäche wie den Villgratenbach, die Obere Drau oder die wunderschöne Gail. Die sattesten Wasserstände sind im Juni und Juli zu erwarten. Wenn die Schneedecke im Hochsommer geschmolzen ist, bekommen Flüsse wie Isel, Tauernbach und Kalserbach mächtig Zuschusswasser von den Gletschern. Vorsicht an heißen Sommertagen. Nachmittags steigen die Flüsse rapide an! Die Dolomitenmannstrecke der Drau ist dank Kraftwerksbetrieb ganzjährig fahrbar. Für die Untere Gail reicht das Wasser ebenfalls das ganze Jahr. Beschaulich und ruhig geht es im Früherbst zu, die Wasserfarbe ist nicht mehr gletschertrüb sondern schillernd blau, die Lärchen färben sich leuchtend gelb und Flüsse wie Isel, Drau und Kalserbach machen auch bei Niederwasser noch richtig Spaß!

Pegel

Perfekt aufbereitet sind die Online-Pegel von 4-paddlers.com (ehem. kajak.at). Gelistet sind praktisch alle Flüsse wie Isel, Drau, Schwarzach (suche: Defereggenbach), Kalserbach und Gail mit Nieder-, Mittel- und Hochwassermarken, sowie Referenzwerten für unterschiedliche Etappen. Besser, genauer und bequemer geht es nicht. Kanushop & Kanuschule:Zwei Osttiroler Kajaklegenden versorgen die Paddler vor Ort mit Ausrüstung, Tipps und Hilfe. Thomas „Zimml“ Zimmermann ist der Betreiber von La Ola Lienz (laola.at), einem kleinen, feinen Outdoor- und Kajakladen, zentral gelegen zwischen der Innenstadt und dem Bahnhof von Lienz. Hans Mayer hat in seiner Wahlheimat die La Ola Kanuschule (laolakanuschule.at) gegründet und bietet interessierten Paddlern, und solchen, die es werden wollen, ein umfassendes Schulungsprogramm auf den heimischen Gewässern. Kaum einer kennt die Kehrwasser und Surfwellen, aber auch die Tücken der Osttiroler Gewässer besser.

Fahrradfahren

Genug gepaddelt Dann wird es Zeit aufs Rad zu steigen und Osttirol von einer neuen Perspektive kennen zu lernen. Die Radlmöglichkeiten sind schier unendlich. Von gemütlichen Familientouren über gnadenlose Asphaltetappen a la Tour de France bis hin zu MTB-Touren in allen erdenklichen Formen bietet Osttirol das volle Spektrum des Radsports. Ganz entspannt und perfekt für einen Ruhetag ist der Drauradweg von Toblach bis Lienz. 47 km immer flussab, solange das Radl rollt. Wer mag, hängt noch 300 km dran und strampelt bis Maribor. Auf dem familienfreundlichen Iseltalradweg geht es von Matrei auf 29 km über Felder und Wiesen, immer der Isel entlang 300 Höhenmeter bis Lienz hinunter. Hier können auch Kinder Kilometer sammeln und sportliche Paddler ihr Auto ganz einfach per Rad umsetzen. Direkt vom Basislager Amlacher Hof kann man auf die Römerradrunde einschwingen. 15 km, keine nennenswerten Steigungen, dafür jede Menge Einkehrmöglichkeiten, Spielplätze und Sehenswürdigkeiten (Wallfahrtskirche Lavant, Römermuseum, www.aguntum.info). Das gelbe Trikot können konditionsstarke Radler mit einem schönen Schlenker durch Südtirol auf der Stallersattelrunde übernehmen. Von Lienz über das Defereggental hoch auf den Stallersattel, das Antholzer Tal hinab, weiter nach Toblach und über Silian zurück nach Lienz. Satte 1941 Höhenmeter auf 144 km für zähe Wadlbeißer. Grandiose Ausblicke und Beine wie Butter sind garantiert. Aus den zahlreichen Mountainbiketouren die Schönsten hinauszupicken, ist praktisch unmöglich. Lohnende Ziele sind die Moosalm (auch für weniger Trainierte), die Hochsteinhütte (1350 Hm, direkt vom Amlacher Hof starten) und die Lienzerhütte durch das wunderschöne Debanttal im Nationalpark Hohe Tauern. Hilfreich bei der Auswahl: eine kostenlose Radl-Karte gibt es in den Tourismus-Ämtern oder per Download auf www.osttirol.com/de/rad_nuetzliches/.

Wandern
Schnell vom Basislager erreichbar und familienfreundlich:

Wasserschaupfad Galitzenklamm

Ein schwindelerregender Steig führt durch die beeindruckende Galitzenklamm. Donnernde Wasserfälle und steil aufragende Felswände mit allen Sinnen spüren. Der Rundweg durch die Klamm wird durch informative Schautafeln ergänzt. Für Kinder spannend: der große Wasserspielplatz mit Wasserlabyrinth, Seilfähre, Matschbecken und Miniklettergarten. Gehzeit ca. 1,5 h.

Tristacher Seerunde

Über den Naturlehrpfad, vorbei am Naturbiotop „Alter See“ bis zur südlichen Seewiese am Tristacher See (Badesachen nicht vergessen!). Über die Rodelbahn talwärts zum Sportplatz Tristach und durch die Talsohle zurück nach Amlach. Gehzeit ca. 2 Stunden.

Moosalm

Mit der Schlossbergbahn oder zu Fuß zur Moosalm hinauf. Kinder freuen sich über Streichelzoo und Abenteuerspielplatz, Erwachsene auf eine zünftige Jausen (Brotzeit). Vom Aussichtsturm Venedigerwarte genießt man einen fantastischen Blick über Lienz.

Dolomitenhütte

Von Amlach über die Amlacher Wiesenhütte zur Dolomitenhütte. Ein tolle Aussicht auf die Osttiroler Berggipfel und die gute Küche  belohnen den langen Aufstieg. Etwa 950 Höhenmeter, Gehzeit ca 2,5 h.Zedlacher ParadiesEtwas weiter weg: der Wanderlehrpfad

Zedlacher Paradies

mit jahrhundertealten Lärchen und phantasievollen Schmiedekunstwerken im Virgental zählt zu den beliebtesten Familienzielen. In praktisch jedem Osttiroler Bergtal wartet eine Almhütte auf müde und hungrige Bergsportler. Hier die schönsten und lohnenswertesten Jausen-Stationen: Dolomiten-, Lienzer-, Karlsbader-, Stüdl- und Sajathütte.Einen guten Überblick über die Wandermöglichkeiten gibt eine kostenlose Wanderkarte. Erhältlich in der Touristen-Info oder unter www.osttirol.com/de/nuetzliches/.

Klettern

Ein Blick in die Lienzer Dolomiten und jeden Kletterer überkommt sehnsuchtsvolles Zittern. Osttirol ist nicht nur ein Paradies für Paddler, auch für Kletterer und Bergsteiger. Noch ein paar Züge am Fels, nach dem Paddeln Dann los!

Klettergarten Dolomitenhütte

Sportlicher Klettergarten in alpiner Umrahmung. Knapp 100 Routen bis 8a. Zufahrt über Tristach und Mautstraße. Gehzeit zum Fels: ca. 1 min.

Klettergarten Nörsach

Schöner, übersichtlicher Klettergarten an kompaktem Kalkstein am Rabantkofl bei Nörsach, Nikolsdorf. 45 Routen zwischen von II-X, ideal auch für Kinder. Gehzeit zum Fels ca. 2 min.

Klettergarten Kreithhof

Über Tristach bis zur Mautstelle am Kreithhof. Kompakte Kalkwände in Südausrichtung. Über 100 Routen von 2 – 8a+. 20 Routen leichter als 4+, Kinder und Anfänger kommen hier voll auf ihre Kosten. Vorbildlich mit neuen Klebehaken abgesichert.

Klettersteig Galitzenklamm

Drei verschiedene Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeiten: Der Galitzenklamm-Klettersteig führt durch die Galitzenklamm, entlang an tosenden Wasserfällen und über atemberaubende Seilbrücken (Länge 210m, 75 hm, Kletterzeit ca. 1,5h). Der Klettersteig Adrenalin gilt als einer der schwersten Steige in den Lienzer Dolomiten und fordert Kondition und Können (580m, 250 hm, Kletterzeit ca. 2,5 h, Abstieg 1,5h). Für die Junior-Kletterer gibt es einen kurzen Kindersteig mit kurzem Zustieg und kindergerechten Abständen zum Üben und erste Erfahrungen sammeln.

Baden

Nach spritzigem und gletscherkaltem Wildwasser trotzdem Abkühlung und Entspannung erwünscht Dann ab ins Lienzer Dolomitenbad. Bis zum 24. Juni ist das Hallenbad (mit Sauna) täglich geöffnet (Montag Warmbadetag mit 33°). Vom 25 Juni bis 26. August nur eingeschränkte Öffnungszeiten (Mo, Mi, Fr, 16-20 Uhr), danach wieder ganztägig geöffnet. Das Freibad ist vom 25.6. bis zum 8.9. geöffnet. Schönes, modernes Familienbad mit Sprungturm, 60m Wasserrutsche und Kleinkinderbereich mt WW-Spielbach.Der Tristacher See ist ein wunderschönes Naturschwimmbad in landschaftlich toller Umrahmung. Im Sommer fährt ein kostenloser Bäder-Bus mehrmals täglich von Lienz zu Osttirols einzigem Naturbadesee (5 ha groß und max 7m tief).

Essen

Kulinarisch geprägt von der herzhaften Küche Tirols, aber mit freiem Blick nach Süden, gen Italien. Das verspricht Spannung, auch in Osttirols Töpfen und Küchentischen. Hier treffen Alpenländische Kasspatzen ungebremst auf süditalienische Pizza. Keine Frage, in Osttirol kann man sich das Beste aus zwei Kochwelten aussuchen. Es fängt beim Eis an: original italienisches Eis beim Il Gelato am Hauptplatz Lienz. Unbedingt probieren! Die leckersten Pizzen werden in der Pizzeria Da Renzo gebacken. Große Auswahl (6 Seiten auf der Speisekarte) und direkt aus dem Holzofen. Etwas ganz besonderes: Die Pizzeria Saluti in Matrei ist die einzige 2-Hauben-Pizzeria in der gesamten Gault-Millau-Welt. Hier gibt es hohe Kochkunst aber auch ganz bodenständige Pizza. Wer einmal außergewöhnlich, aber traditionell speisen möchte, besorgt sich einen Tisch im Kräuterwirtshaus Strumerhof in Matrei, ein alter Bergbauernhof mit Panoramablick. Auf den Tisch kommen Unkrautsuppe, Brennesselknödel oder Lamm im Bergheumantel. Die Rohprodukte stammen aus dem Kräutergarten und dem Bauernhof der Familie. Etwas abseits, nur wenige Kilometer von Lienz entfernt, liegt der Tiroler Hof in Döslach. 1 Haube und 14 Punkte von Gault Millau sprechen für sich. Ausgezeichnete Küche, Produkte aus der heimischen Region. Ebenfalls hochklassige Küche gibt es im Prakhotel Tristacher See, der mit 2 Hauben und 16 Punkten beim Restaurantführer Gault Millau ausgezeichnet wurde. Deutlich günstiger, nicht minder lecker ist der Imbiss und das Angebot der Metzgerei Ortner am Hauptplatz. Selbstgemachte Schinken, Würste aber auch die heiße Theke mit Kas- und Speckknödel machen satt und schonen den Geldbeutel. Für Wanderer und Biker gilt: die besten Osttiroler Schlipfkrapfen, Spinat- und Kaspressknödel, Kasspatzn und Kaiserschmarren werden in der Dolomitenhütte und auf der Faschingsalm serviert. Ein ganz besonderer Tipp: die Tapas Bar Himmelblau in der Zwergergasse in Lienz. Sie führt alles zusammen – kreativ gekochte Häppchen, von typisch osttirolerisch, über feurig spanisch bis zu würzig asiatischen Krationen.

Dolomitenmann

Der Red Bull Dolomitenmann feiert dieses Jahr bereits sein 25. Jubiläum. Ein legendärer Teamwettbewerb für harte Männer (Frauen dürfen tatsächlich nicht starten!). Per Rad, zu Fuß, mit Gleitschirm und Kajak geht es im Kampf um die schnellste Zeit durch die Lienzer Bergwelt. Paddler müssen nach derStaffelübergabe zuerst die Drau schwimmend durchqueren, dann mit einem Hochstart aus 7 m Höhe in die Drau stürzen und schließlich die 5 km lange Dolomitenmann-Strecke vom KW Amlach bis in die Isel hinunter. Ein hartes Rennen, das selbst Profis an den Rand der Erschöpfung bringt. Das Rennen findet am 8. September 2012 statt.