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Touren

WW-Revier Lofer

 Touren-Tipps & Flüsse, Österreich

Die Saalach und ihre Nebenbäche zählen zu den absoluten Klassikern Österreichs. Das hat nicht nur mit der Fülle an Flussetappen zu tun, sondern auch mit der perfekten Infrastruktur, wahrlich verlässlichen Wasserständen und der Schönheit der umliegenden Berge.

Kurzinfo: Lofer und Umgebung

Übersichtskarte des Reviers Lofer
Lofer: Ein Klassiker unter den WW-Revieren mit Flüssen für Einsteiger, Aufsteiger und Experten.

Lage: gleich hinter der deutschen Grenze bei Bad Reichenhall.

 

Charakter: Familientaugliches Halbjahresrevier mit Potenzial vom langen Wochen­ende bis hin zum großen Jahresurlaub.

 

Schwierigkeit: ganz nach Gusto von WW II bis VI und von steil ist geil bis wuchtig ist geiler.

 

Infos: DKV-Auslandsführer Band 1: Öster­reich/Schweiz. 480 Seiten,
6. Auf­lage 2009, 19,95 € plus Versand, zu bestellen unter www.kanu-verlag.de.

Revierinfos

Beste Zeit

Die Saalach ist praktisch ganzjährig befahrbar. Zur Niederwasserzeit im Herbst und Winter vorwiegend technische Schwierigkeiten. Im Frühjahr (Mai/Juni) oft Hochwasser, dann wird die Teufelsschlucht extrem schwer bis unfahrbar. Die Nebenbäche der Saalach sind nur während der Schneeschmelze (Ende April bis Juni) oder nach Regenfällen fahrbahr. Die Befahrung der Entenlochklamm (Tiroler Ache) ist nur vom 15.5. bis 14.9. von 9 bis 19 Uhr erlaubt.

 

Pegel

Der Online-Pegel der Saalach, Messstelle Unterjettenberg (NW 30, MW 55, HW 75 cm), findet sich beim Hochwassernachrichtendienst Bayern (www.hnd.bayern.de). Die Webcam an der Slalomstrecke bietet einen schönen visuellen Eindruck vom Wasserstand der Saalach.

 

Anreise

Von München kommend über die A8, Ausfahrt Siegsdorf nach Inzell. Weiter über Schneizlreuth nach Lofer.

 

Übernachten

Ideales Standlager für Campingfreunde ist der Campingplatz Park Grubhof in St. Martin, 2 km südlich von Lofer. Auf dem ehemaligen Schlosspark mit tollem Alpenpanorma liegt der Einstieg zur Saalach direkt vor der Haustüre (www.almdorf.at, Tel. 0043/ 6588/82370). In Lofer und Umgebung gibt es ein reichhaltiges Zimmerangebot in Bauernhöfen, Pensionen und Hotels. Zimmer ab 15 € pro Nacht. Zimmernachweis: www.salzburger-saalachtal.info.

 

Kanuschule

Kajakkurse, Technikschulung und Führungsfahrten durch die Loferschlucht: Kanuschule Kitzalp (www.kanuschule-kitzalp.at). Rafting, Kanukurse und Kinderprogramm: Motion Center Lofer (www.motion.co.at).

 

Nicht nur zum Tanken gut: Brotzeit an der Shell-Tankstelle Lofer.
Unbedingt probieren: Vinschgerl und luftgetrocknete Würste an der Shell-Tankstelle nahe des großen Parkplatzes.
Foto: Manuel Arnu

Essen

Im Bistro des Hotels Dax gibt es ganztägig warme Küche zu vernünftigen Preisen. Das neu renovierte Café Dankl hat eine große Auswahl an leckeren Kuchen und gutes Eis. Die bes-ste Pizza Lofers gibt’s beim Camping Grubhof und die luftgetrockneten Dauerwürste sowie die speckbelegten Vinschgerl an der Shell-Tankstelle beim großen Parkplatz muss man auch probiert haben.

 

Alternativen

Die touristischen Angebote der Ferienregion Lofer können weder an einem Wochenende noch in einem ganzen Urlaub ausgeschöpft werden. Skifahren, Skitouren gehen, Mountainbiken, Klettern, Wandern, Baden im Erlebnisschwimmbad Steinbergbad oder der Rupertustherme in Bad Reichenhall – die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Seisenberg-, Vorderkaser- und Innersbachklamm laden zu einem Besuch ein. Und eine Wanderung durch Weißbach- und Teufelsschlucht sind geradezu Pflicht. Wer genug von Natur und Sport hat: Die Kulturstädte Bad Reichenhall und Salzburg sind in weniger als einer Stunde erreichbar.

 

Infos

Allgemeine touristische Informationen: www.salzburger-saalachtal.info.
Wildwasserführer Nordalpen. Matthias Breuel, ISBN 3-89961-061-X, 29,90 €, www.pollner-verlag.de.
Online-Flussbeschreibungen auf www.kajak.at und www.paddeln.at.

 

Infos: Saalach & Co. im Kurzporträt

Klassisches Wildwasserrevier mit sehr variantenreichen Flüssen für Einsteiger, Aufsteiger und Experten, in seine Einzelteile zerlegt von Franz Puckl. Für die Abschnittsbeschreibungen einfach auf das Flusssymbol bei der jeweiligen Etappe klicken.

Grün:
Einsteiger
Gelb/orange: Fortgeschrittene
Rot: Experten


Puckls Flussfibel für Saalach & Co. auf einer größeren Karte anzeigen

Abschnitte der Saalach

Die bei Niedrigwasser klare Saalach.
Bei Niederwasser versucht die Saalach in Sachen Wasserfarbe mit der Soca gleich zu ziehen.
Foto: Jens Klatt

 

Oberste Saalach
20 km WW II-III, oberhalb Hinterglemm bis Brücke oberhalb Maishofen.
Bei guten Wasserständen spritziges, durchgehend schnelles Wildwasservergnügen in toller Landschaft. Vorsicht vor Wehren, Bäumen und Sträuchern!

 

Obere Saalach
17 km WW I,
Brücke Saalfelden/St. Johann bis Brücke St. Martin/Weißbach.

Leichteste Saalach-Etappe. Ideal auch für Anfänger, praktisch ganzjährig befahrbar. Leichte Schwallstrecken und Übungskehrwasser in schönem Waldtal.

 

Schlucht St. Martin
3,5 km WW III (III+), Brücke St. Martin/Weißbach bis Hubertussteg Lofer.
Schöne Übungsstrecke, zunächst stark verblockt und technisch wegen Wasserableitung. Die Schlüsselstelle, der »Korkenzieher«, kann je nach Wasserstand den vierten Grad erreichen. Nach Zuleitung des E-Werks wieder deutlich wuchtiger. Bei Pass Luftenstein ein Wehr.

 

Slalomstrecke
500 m WW III-IV, Hubertussteg bis Teufelssteg.
Gleich zu Beginn wartet die legendäre Hubertuswalze, Schauplatz zahlreicher Kajakrodeos. Hat nicht mehr die Klasse von einst, ist aber immer noch ein guter Trainingsspot mit großen Kehrwassern. Die Slalomstrecke lädt mit tollen Kehrwassern und unterschiedlichen Linien zum Verbessern der eigenen Paddeltechnik ein. An der Zielkurve oder Teufelssteg aussteigen, den Wanderweg wieder hochtragen und auf ein Neues ...

 

Teufelsschlucht
3 km WW IV-V (V+), Teufelssteg bis Brücke Au.
Wildwassertechnisches Highlight der Saalach. 3 km Wildwasser nonstop.
Alle Stellen sind einfach über den Triftsteig zu erkunden und zu umtragen. Bei niedrigen und moderaten Wasserständen außerhalb der Schneeschmelze deutlich leichter als im Frühsommer. Vorsicht vor lebensgefährlichen Siphonen.

 

Untere Saalach
15 km WW II (III), Brücke Au bis Holzbrücke Fronau.
Sehr beliebte und lohnende WW-Etappe für Fortgeschrittene. Gleich nach dem Einstieg nicht erschrecken, das lange Schrägwehr ist leicht zu fahren. Bis Unken (5 km, gute Ausbootmöglichkeit) immer wieder verblockte Schwälle und scharf angespülte Wände. Nach Unken deutlich leichter, aber immer noch interessant und eingerahmt in eine herrliche Landschaft.

 

Nebenbäche

Steile Meile auf dem Loferbach.
Für viele Paddler ist der Loferbach der erste Creek ihrer Kanukarriere.
Foto: Manuel Arnu

 

Loferbach
6 km WW III-IV,
Brücke Loferer Bundesstraße bis Mündung.

Herrliche Ouverture zur Saalach, die aber auch ganz für sich ein vollendeter Genuss ist. Bis zum ersten Wehr (Vorsicht!) gute Gelegenheit zum Warmfahren. Danach steigert sich der Loferbach zu einem spritzigen Stakkato mit beachtlichem Gefälle, der zu raschen Reaktionen zwingt. Achtung, Gefahr durch Baumhindernisse. Entweder am kleinen E-Werk am Ortseingang von Lofer aussteigen oder bis zur Mündung weiterpaddeln (zwei Wehre im Ortsbereich).

 

Unkenbach
2 km WW IV-V, Friedlwirt bis Mündung.
Steiler, dicht verblockter, abenteuerlicher Wildbach, der nicht unterschätzt werden sollte. Im Frühjahr meist sehr viele gefährliche Baumhindernisse. Im Oberlauf kurze und abenteuerliche Wasserfallklamm.

 

Weißbach
5 km WW IV+ (VI), Weißbach bis Mündung.
Kleiner Wasserfallbach in beeindruckender Schlucht mit gelegentlichen Klammpassagen. Über den Triftsteig können praktisch alle Passagen besichtigt und auch großräumig umtragen werden. Kurz vor Ende der Klamm markanter gedrehter Wasserfall. Im Frühjahr oft Lawinen und Baumhindernisse im Fluss, Schnee- und Eisreste auf dem Triftsteig.

 

Gewässer in der näheren Umgebung

 

Kössener Ache
12 km WW I-II, Brücke Bundestrasse bis Bauhof Kössen.
Oberhalb von Kössen heißt der Fluss Tiroler Ache. Leichter Wildfluss mit flotter Strömung, Kiesbankschwällen, ohne nennenswerte Verblockung. Viele schöne Übungskehrwasser.
Befahrung nur vom 1. Juni bis 14. September zwischen 9-18 Uhr erlaubt.

 

Kössener Ache, Entenlochklamm
4 km WW I-II, Bauhof Kössen bis Brücke Schleching.
Kurze, aber wunderschöne und einsame Felsschlucht. Sehr beliebte Paddelstrecke, bei niedrigen Wasserständen auch für talentierte Anfänger machbar. Die Schwierigkeiten sind vor allem scharfe Kehrwasser und Prallwände. Bei hohen Wasserständen verschärfen sich die Probleme und die Klamm wird deutlich schwieriger.
Befahrung: nur vom 15. Mai bis 14. September erlaubt.

 

Pillersee & Thumsee
Zwei herrlich gelegene Gebirgsseen zum Baden oder zum Erlernen der ersten Paddelschläge. Pillersee nahe Waidring, Thumsee nahe Bad Reichenhall.