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Touren

Georgien – das Flussführer-Extra zum Heft

 Touren-Tipps & Flüsse, Osteuropa

Georgien ist ein kleines Land mit einem unglaublichen Wasserreichtum. KANU 1/2014 widmet der Paddeldestination am Ostrand Europas volle acht Seiten. Kaukasus-Fan Scheuermann stellt die 570 besten Flusskilometer vor. Da nur 300 ins Heft passten, gibt’s hier den Nachschlag.

 

Kleiner Kaukasus

Die alte Steinbrücke über dem Adjaristskali. | Foto: Christoph Scheuermann

Mtkvari, Khertvisi bis Borjomi, 90 km WW I–III.
Im Sommer toller Wildwanderfluss, nur wenige Stellen im dritten Grad, wird in Teilstrecken auch geraftet. Zwei ältere Wehranlagen mit Wasserableitungen und eine neue Dammbaustelle. Bei wenig Wasser längere Ableitung unterhalb Atskuri. Leider nur mäßige Wasserqualität. Wurde nur von der Straße erkundet.


Potshkovi, Brücke zwischen Vale und der Grenze bis Mündung in Mtkvari, 12 km WW ???.
Bis in den Sommer wasserreicher Wildfluss, der in der Türkei entspringt und durch eine unerkundete Schlucht zum Mtkvari bricht. Wurde von uns nicht befahren.

Adjaristskali, Purtio (historische Brücke) bis Shuakhevi, 8 km WW III–IV.
Hauptfluss Adjariens mit schwierigem Durchbruch beim Städtchen Khulo (fahrbar nach Regen im Herbst, Schmelzwasser bis Juni). Ausreichender Wasserstand ab der Mündung eines starken Zufluss von links oberhalb der historischen Bogenbrücke Purtio. Lange Schwälle in pittoresker Schlucht, nach 5 km leichter. Weiterfahrt auf 50 km WW II–III möglich bis zum Coruh, inkl. einem meist abgeleiteten Steilstück (WW IV–V). Weitere, bislang unbefahrene Strecken in den Seitentälern.

 

Oberswanetien

Enguri bei »Full Flow«. | Foto: Felix Traugott

Enguri, Ushguli bis Stausee, 120 km WW III-VI.
Gewaltiger Gletscherfluss, zum Teil in tiefen Schluchten, weite Strecken sind bislang unbefahren. In den Steilstücken treffen im Sommer mehrere Hundert Kubik auf ein Gefälle à la Wellerbrücke. Als erster Kontakt bietet sich ein 6 km langer Abschnitt von Khaishi bis zum Stausee an (im Juli WW III–IV mit enormen Schiebewassern). Ausstieg bei Straßenrestaurant (verwahrloste Wohnblocks am Ufer), danach Steilufer.

Khaishura, kleiner Weiler bis Mündung in Enguri, 3 km WW IV–V.

Wunderschönes Treppenhauswildwasser, auch bei wenig Wasser überraschend rund und fair, im Sommer reicht das Wasser gerade noch. Im Frühjahr lohnt es sich, das Tal weiter hochzufahren (Straße linksufrig). Kontrastierend empfiehlt sich die Weiterfahrt auf dem Enguri.

Nenskra, Flachstück um das Dorf Kremo Marghi, 6 km WW IV–V.

Rechter Seitenbach des Enguri, mündet 10 km vor dem Stausee. Eiswasser im ICE-Tempo, wenig Kehrwasser, Gefahr von Asthindernissen. Kein Bach zum Rollen oder gar Schwimmen! Rechtzeitig, etwa einen Kilometer vor der Mündung aussteigen, das Toben des Enguri ist im Sommer infernalisch. Im Herbst deutlich leichter, dann werden die Schluchten des Oberlaufs interessant (grob erkundet, im Sommer unfahrbar).

Mulkhura, rund um Mestia, 20 km WW IV–?.

Wasserreicher Zufluss des oberen Enguri. Wenige Kilometer ab Mestia wurden bereits befahren (mehrere Canyons, bis WW V), die Strecken oberhalb des Ortes bieten flaches, superschnelles Wildwasser im offenen Kiesbett. Ab Ende September gute Wasserstände um den Durchbruch zum Enguri zu erkunden.

 

Ratscha

Im leichten Kiesbett auf dem Jejora. | Foto: Gio Dushenko

Jejora, Unterlauf, 12 km WW II–III+.
Spritziger, klarer Gebirgsbach, meist im breiten Kiesbett. Bei niedrigem Pegel gut für fortgeschrittene Anfänger. Achtung auf Baumhindernisse. Ausstieg am Ortsanfang von Oni oder Weiterfahrt auf dem Rioni. Der sicherlich interessante Oberlauf liegt bereits in Südsossetien.

Die Komplett-Infos zu Georgien findet ihr in Kanu 1/2014, das es aktuell im Zeitschriftenhandel zu kaufen gibt. Wer will, kann das Einzelheft auch beim Verlag bestellen.