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Touren

Nordnorwegen – das Flussführer-Extra zum Heft

 Touren-Tipps & Flüsse, Skandinavien

Die Bäche in Nordnorwegen spielen auf der ganzen Klaviatur des Wildwassers. Da nur 11 der insegsamt 28 sportlichen Flussbeschreibungen unserer Autoren Sebastian Gründler und Ulrich Kittelberger ins Heft passten (KANU 3/2014), gibt’s hier den Rest.

17 Flussbeschreibungen aus Nordnorwegen

Flüsse, so weit das Auge reicht – das ist Paddeln im Norden Norwegens.

Bjøllaga, ca. 15 km WW III-IV (V, X).
Wanderweg von Zugstation Bolna (Bolnastua) bis zum Nebenbach tragen (5–6 h), Ausstieg in der Rana frei wählbar. Schwierigkeiten steigern sich bis zur Mündung in die Rana, mindestens eine Stelle unfahrbar. Wer nicht die Nacht in der Durchbruchstrecke verbringen will, sollte fit sein und zügig vorankommen – ausgiebiges Umtragen dauert lange. Die Besichtigung der Mündung vor der Fahrt vom gegenüberliegenden Ufer ist äußerst empfehlenswert. Meint man, einen »runden« Wasserstand zu sehen, ist es eher zu viel!

 

Flåttådalselva, 8 km WW III–IV.
Nesan bis Ende Stichweg (Mountainbike-Schilder!). Die ersten 3 km Flachwasser, dann tolle Rutschen im offenen Flussbett. Ausstieg gut merken oder weiter bis in den Nansen paddeln.

 

Obere Eiteråga, 4 km WW III–II–I.
Einstieg am Ende jener Straße, die am weitesten ins Tal hinein geht. Ausstieg je nach Lust und Laune, die Straße ist fast immer in der Nähe des Flusses. Der interessanteste Teil in einer traumhaften Waldschlucht endet an einer Brücke. Kein Wasserstandslimit.

Eine der leider zu gut eingeschenkten Kernstellen auf dem unteren Abisko.

Store Fiplingdalselva, Oberlauf, 5 km WW IV–II.
Storfossen bis Scheune vor Bauernhof (Stichweg zum Fluss), offenes Wuchtwasser.
Gronfjellåga, 6 km WW III-IV+. Brücke bei Snasen bis Brücke oberhalb Dunderforsen. Steile Rutschenkombination gleich zu Beginn, dann sehr schöne Katarakte und Rutschen, kurz vor dem Ausstieg noch zwei erwähnenswerte Slides, die 8-m-Stufe aus dem Webführer sucht man vergebens. Wassermenge ca. 10-25 m³/s.


Junkerdalelva, 5 km WW III-IV+ (V).
Einstieg: Brücke ca. 5–6 km oberhalb der Straßenbrücke E6, Ausstieg an der Mündung mit der Lønelva. Bei ca. 50 m³/s sehr schnell und wuchtig, mit vielen spitzen Steinen. Umtragen immer möglich.


Kjervaelva, 5 km WW IV–V (X).
Anfangs schönes Wildwasser in unzugänglicher Schlucht, welches auf gesperrtem Feldweg nur tragend oder bootswagerlnd zu erreichen ist. Am Ende der Fahrtstrecke sehr lange und anstrengende Umtrage, eine Befahrung ist nur bedingt zu empfehlen.

Tolle Rutschen und Katarakte auf dem Abisko entschädigen für die mühsame Buckelei.

Krutåga, 4 km WW IV–V (X).
Ausfluss Krutvatnet bis nach der großen, von der Straße sichtbaren Rutsche (rechts umtragen).Traumhafte Katarakte, Stufen und Rutschen in herrlicher Schlucht. Wassermenge ca. 10- 20 m³/s.


Lønelva, 7 km WW IV–VI (X).
Fjell bis Straßenbrücke. Sehr schweres und teils unsauberes Wildwasser mit schönen bis absolut grenzwertigen Grundgesteinspassagen, Umtragen immer möglich. Empfanden wir nicht so empfehlenswert wie in den norwegischen Quellen beschrieben.


Skarmodalselva, 17 km WW IV–V (X), dann WW I–II.
Ausfluss Nedre Vepstjøn bis Campingplatz am Unkervatnet. Anfangs Passagen in Niederklamm, Umtragen immer möglich, dann offener und Wechsel einzelner Katarakte und Rutschen mit ruhigen Passagen, je nach Form auch unfahrbare Passagen. Nach der Grenze lange Flachwasserstrecke, auf den letzten 4-5 Kilometern ca. 5 schwere Stellen.


Storelva/Namsen, WW III–V (X).
Unternehmen im Expeditionsstil und in unglaublich schöner Landschaft. Vom Tomasvatnet bei Tomaslia über den Jengelvegen ins Storelvdalen tragen (Pass ca. 400 Höhenmeter). Anfangs Fjell-Wildwasser mit einzelnen etwas unsauberen Minifossen. Bei einer 90-Grad-Kurve Doppelwasserfall rechts umtragen. Ab hier 5 km Traumwildwasser in eingeschnittener, klammartiger Schlucht. Nach Schluchtausgang offenes Wildwasser mit einer tollen Kombination von sieben Stufen und Rutschen. Nach Mündung in den Namsen meist zu wenig Wasser.

Kitt hebt ab: Highlight der großen Vefsnaschlucht ab Hattfjelldal.

Stormdalselva, 2 km WW III–V-.
Mündung Tespa bis Wanderbrücke über Rana. Traumwuchtwasser mit fetten Katarakten und zwei Stufen am Ende. Vorsicht: sieht von oben einfacher aus als es ist!


Strompdalselva, 6 km WW IV–V.
Toller teils klammartiger Durchbruch zum Namsen. Die unterste Brücke ist der Einstieg. Ausstieg: Nach der Mündung 100 Meter flussauf paddeln, links hoch und an der Wiese entlang zum Bauernhof, den man bei der Anfahrt schon gesehen hat. Wasserstand ca. 8-10 m³/s am Einstieg, Umtragen nicht immer möglich.


Susna, Schluchtstrecke bis zur Mündung der Unkerelva, 13 km WW II–IV, dann IV–VI.
Brücke bei Iverrud oder Olstad bis Mündung Unkerelva. Anfangs kleine Schluchtstrecken mit einer Umtrage, sowie Flachwasserstrecken. Auf den letzten 5 km klammartige Schlucht mit vielen Unterspülungen und Rückläufen. Umtragen teilweise kaum möglich, bei viel Wasser extrem gefährlich.


Tespa, eher ein Projekt.
Vor Befahrung komplett scouten. Wir mussten in der Schlucht aufgeben. Extreme Wasserfallkombination oben im Fjell, ca. 8-9 km Wanderung bis dahin.


Vuojatädno, 6 km WW III–V.
Wuchthammer der Extraklasse mit enormer Fließgeschwindigkeit. Offenes Wildwasser, Einstieg frei wählbar, Ausstieg im See an der Anlegestelle der Personenfähre (die drei Mal am Tag verkehrende Fähre sollte man nicht verpassen – der See ist breit!).

Die Komplett-Infos zu Nordnorwegen findet ihr in Kanu 3/2014, das es aktuell im Zeitschriftenhandel zu kaufen gibt. Wer will, kann das Einzelheft auch beim Verlag bestellen.