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Touren

Nordschweden und Lappland

 Touren-Tipps & Flüsse, Skandinavien

Die zehn schönsten Flüsse in Nordschweden und Lappland

Lassen Sie die Trekkingstöcke zu Hause, die Wildnis Skandinaviens erlebt man am besten paddelnd.

Nordic Paddling

Lagebesprechung.
Foto: Manuel Arnu

 

Ach, wenn die Sonne doch ewig scheinen würde! Die Welt wäre schön, die Menschen glücklich und nasse Paddelklamotten würden schneller trocknen. Die meisten vermuten ein solches Dorado allenfalls auf einer fernen Insel in tropischen Gefilden.

 

Doch weit gefehlt. Zumindest ein kleines Stück dieses Ideals findet sich keine 2000 km von Mitteleuropa entfernt. Wenn im nördlichen Skandinavien die Mitternachtssonne von Anfang Juni bis in den August die Nacht zum Tage macht und keine Wolke den Himmel trübt, sind zumindest Paddler am Ziel aller Träume.

 

Aber es nicht nur die Magie der Mitternachtssonne, die uns Mitteleuropäer beim Gedanken an den hohen Norden sehnsüchtig werden lässt. Es sind die weiten Wälder, die klaren Flüsse und vor allem die Einsamkeit, die uns zum Schwärmen bringt. Der Traum vom knisternden Lagerfeuer in menschenleerer Wildnis. Tagelange Kanutouren vom Quellsee in majestätischer Gebirgswelt durch einsame Wälder bis zur Mündung ins Meer. Kochgeschirr, Essen, Schlafsachen, alle­s Gepäck im Kanu, und die unzähligen Kilometer aus eigener Kraft schaffen.

 

Ein Traum, der einfacher Wirklichkeit werden kann, als gedacht. Man braucht kein teures Flugticket nach Kanada, keinen Mietwagen und keine Leihausrüstung, um sich diesen Traum zu erfüllen. Einfach Boot aufs Auto, Zelt in den Kofferraum und ab dafür. Lappland ist das Kanada des kleinen Mannes. Hier sind noch große Abenteuer mit kleinem Geldbeutel möglich sind.

Wo allein die Träume wohnen

 

Vielleicht sind es die beengten Verhältnisse Mitteleuropas, die dichten Wohnsiedlungen, die vollen Straßen, welche den Traum von Freiheit, Wildnis und Abenteuer schüren und in der Paddlerseele still lodern lassen.

 

Während in Deutschland die Bevölkerungsdichte bei 225 Personen pro Quadratkilometer liegt, sinkt sie im nördlichen Skandinavien auf gerade mal eine einzige Person. Dort do­miniert die Natur noch den Menschen. Endlose Nadelwälder, durchzogen von zahllosen Seen und Wasserläufen, bedecken Nordschweden und Lappland. Allerdings liebe­n die Schweden, Norweger und Finnen ihre Heimat ebenso und verbringen jede freie Minute mit Schrotflinte, Kanu oder Motorboot in der Natur. Die Folge: Jagd- und Angelhütten allerorten. Und auch der fernab der Zivilisation gibt es zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten aus der Wildnis über Forststraßen und Fußwege. Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass im Notfall Rettung erst nach vielen Stunden oder gar Tagen zur Stelle ist.

 

Ein weiterer Beleg für die Abgeschiedenheit Lapplands ist die Tatsache, dass sich hier Wolf und Braunbär gute Nacht sagen. Doch die Population ist noch gering, Kanuten werden sie kaum zu Gesicht bekommen. Aber mit Skandinaviens Nationaltier Nummer eins ist stets zu rechnen: dem Elch. Für Mitteleuropäer ist die Erscheinung eines Elchs ein erhabener Moment. Skandinavier haben ein profaneres Verhältnis zu dem Großtier und sie schmücken weder ihr Auto mit Elch-Aufklebern, noch klauen sie heimlich Verkehrsschilder, die davor warnen.

 

Für sie ist der Elch primär eine langsam trabende Straßensperre, die besonders nachts zur echten Gefahr wird. Da es dem Elch an natürlichen Feinden mangelt, dezimieren Jäger jedes Jahr die Tiere um rund ein Viertel ihres Bestandes. Etwa 100.000 Elche landen danach als Schmorbraten im Ofen oder in der Wurstpelle. In der würzigen Luft Lapplands getrocknet, eine echte Delikatesse, ganz nebenbei bemerkt.
Kanusportlich betrachtet, darf man Skandinavien getrost als Mekka bezeichnen.

 

Alleine in Schweden können Paddler aus 400 Revieren und über 18.000 Kilometern beschriebener Seen und Wasserläufe auswählen. Die wahren Perlen für Abenteuerpaddler befinden sich allesamt im Norden Skandinaviens. Hier fließen die letzten Großflüsse Europas noch natürlich und unbehelligt durch Lapplands Wildnis. Flüsse wie Torneälv, Vindeälv oder Kalixelv sind vom Ursprung in den Skanden bis zur Mündung in die Ostsee von keinem Kraftwerk drangsaliert, und das immerhin auf Distanzen von 300 bis 500 Kilometer Flusslänge.

 

Somit lassen sich ohne weiteres Paddeltouren in kleinen Schwedenhappen von einigen, wenigen Tagen bis hin zu mehrwöchigen Wildnistrips realisieren. Die meisten Flüsse bestehen aus einem abwechslungsreichen Mix von Seenketten, Zahmwasser, sportlichen Fließstrecken bis hin zu extremem und zum Teil unfahrbarem Wildwasser. Vor allem die unvermittelt erscheinenden Stromschnellen machen eine Fahrt besonders aufregend, aber auch gefährlich. Unerfahrene Paddler finden sich ganz schnell mit einem schwer beladenen Kanu mitten in ihrem persönlichen Alptraum wieder. Denn auch leichte Schwälle können sich zu unfahrbaren Stromschnellen entwickeln – oft sogar klammheimlich.

 

Trotzdem sind die skandinavischen Weitwanderflüsse ein ideales Revier auch für weniger erfahrene Kanuten, da leichte Flussstrecken überwiegen und die zumeist kurzen Wildwassereinlagen mit Kondition und starkem Willen umtragen werden können. Nur sportliche Fitness, eine angemessenen Ausrüstung und ein Zeitpolster sollten mitgebracht werden. Und zuvor die Hausaufgaben in Sachen Kartenstudium und Internetrecherche nicht vergessen.

Können alles, auch Englisch

 

Und auch für Kanuten ohne Auslandserfahrung gilt: Nordland ist ideal für erste Schritte in fremden Landen. Den ungehobelten Skandinavier – bekannt aus vielen Wikingerfilmen – gibt es nur beim Eishockey und während der Mittsommernachtsfeiern. Im Alltag überwiegen die guten Sitten. Auch Sprachprobleme gibt es nur selten, denn viele Skandinavier können besser Englisch als Schwaben Hochdeutsch.

 

Sieht man von einer etwaigen Mückenplagen ab, erschreckt als einziger Nachteil nur die gewaltige Entfernung, die sich dem Traum einer Paddeltour ent­gegenstellt. Zwischen Deutschland und dem Norden Schwedens liegen bis zu 3000 Straßenkilometer. Aber die stoische Ruhe und meditative Gelassenheit, die es den Autofahrer kostet, braucht man ohnehin, wenn dunkle Regenwolken die Mitternachtssonne verdunkeln und Lappland zum tristen Feuchtbiotop wird. Doch nur Geduld, irgendwann macht auch die letzte Regenwolke wieder schlapp – und der Mitternachtssonne Platz. Wetten?

Vindelälv

Der Vindelälv gehört zu den letzten unverbauten Großflüssen Schwedens. Aufgrund der häufigen Wildwasserpassagen und der vielen Portagen ist der Vindelälven nur Kanuten mit Wildwassererfahrung zu empfehlen. Der Fluss entspringt in den Skanden und strömt sehr abwechslungsreich über Zahmwasser, Seen, lange Stromschnellen und unfahrbare Katarakte dem Umeälven entgegen. Der Vindelälven wird auf langen Strecken von Straßen begeleitet, sodass besonders schwere Wildwasseretappen auch mit dem PKW oder einem Bootswagen umfahren werden können.

 

Wasserweg: Wildwasser, Seen und Zahmwasser. Schwierigkeit: schwer, mittelschwer. Von bis: Ammarnäs – Mündung Umeälven. Länge: 370 km. Gesamtgefälle: 328 m. Portagen: 26 bis 37 (100 m bis 5 km). Dauer: 14 bis 20 Tage. Landschaft: Wald, dünnbesiedelt.

Piteälv

Die Seenkette des oberen Pite­älv ist ein einmalig schöner, zweiwöchiger Wildnistrip durch die Gebirgswelt der Skanden. Von der norwegischen Seite beginnt die Tour und führt zunächst durch ein atemberaubend schönes Panorama mit schroffen, steilen Bergen und karger Fjell-Landschaft, später durch dicht bewaldete Berg- und Hügellandschaft. Der Piteälven besteht vornehmlich aus langestreckten Seen, die immer wieder durch kurze, zum Teil unfahrbare Stromschnellen unterbrochen werden. Proviant muss für die gesamte Tour im Kanu mitgeführt werden. Der Piteälven kann auch flussauf gepaddelt werden, die Anzahl der Portagen erhöht sich dann jedoch noch. Wegen der unvermittelt aufkommenden und extrem starken Winde ist ein entsprechendes Zeitpolster einzuplanen.

 

Wasserweg: Seenkette, Wildwasser. Schwierigkeit: leicht, anstrengend. Von bis: Lomivatnet (See) – Stenudden. Länge: 100 km. Gesamtgefälle: k. A. Portagen: 12. Dauer: 14 Tage. Landschaft: Gebirge

Torneälv

Die Paddeltour auf dem Torneälv kann bereits auf den landschaftlich außerordentlich schönen See Torneträsk begonnen werden. Nach dem Seeausfluss fließt der Torneälv auf über 400 Kilometer ohne ein einziges künstliches Hindernis durch Seen, lange Zahmwasserpassagen und immer wieder über interessante Stromschnellen, die dem Fluss eine sportliche Note verleihen. Mit reichlicher Wasserführung von gut 200 Kubik startet der Torneälv bereits nach dem Seeausfluss, strömt zunächst durch einsame Wälder und Hügel und nimmt im weiteren Verlauf an Wassermenge gewaltig zu. Im Unterlauf, der zunehmend dicht besiedelt ist und von Straßen begleitet wird, führt der Torneälven im Sommer bis zu 1000 Kubik. Die Stromschnellen zeigen sich entsprechend mächtig. Auf dem Seitenfluss Muonioälven und dem Unterlauf des Torneälven findet alljährlich das Arctic River Race statt.

 

Wasserweg: See, Wildwasser, Zahmwasser. Schwierigkeit: leicht, mittelschwer. Von bis: Torneträsk – Haparanda Länge: 440 km. Gesamtgefälle: 321 m Portagen: 9 bis 11 (200 m bis 2 km). Dauer: 14 Tage. Landschaft: Wald/Wildnis, dünnbesiedelt, dichtbesiedelt.

Ivalojoki

Der Ivalojoki zählt zu Finnlands schönsten und beliebtesten Wildwanderflüssen und eignet sich auch für Paddler ohne große Wildnis- und Wildwassererfahrung. Die moderate Strecke von 100 km können auch konditionsschwache Kanuten mit genügend Zeit bewältigen, und die Schwierigkeiten übersteigen selten WW II. Die gesamte Strecke führt durch einsame Wildnis, es gibt herrliche Plätze zum wild campen und keine einzige Portage trübt den Genuss. Im Juni führt der Ivalojoki den höchsten Wasserstand, aber auch bis in den frühen Herbst (finnischer Indian Summer) hat der Fluss seinen Reiz, allerdings sind dann viele Stromschnellen sehr seicht und steinig.

 

Wasserweg: Fluss, WW. Schwierigkeitsgrad: mittelschwer. Von bis: Ivalon Matti – Ivalo. Länge: 100 km. Gesamtgefälle: k.A. Portagen: keine. Dauer: 5 bis 6 Tage. Landschaft: Wald, Wildnis.

Ounasjoki

Der Ounasjoki entspringt in der fast menschenleeren finnischen Tundra und endet nach über 300 km in Rovaniemi, in der Heimat des Weihnachtsmannes. Mit braunem, aber sehr sauberem Moorwasser rauscht der komplett unverbaute Ounasjoki über mehr als 40 Stromschnellen, die selten WW II übersteigen, durch eine einsame Hügellandschaft, die jedoch von zahlreichen Jagdhütten und Wochenendhäuschen geziert wird. Kleinere Orte säumen den Fluss, so dass alle paar Tage sogar sie Vorräte aufgestockt werden können. Ansonsten peppen Fisch, Beeren und Pilze aus dem Garten der Natur den Speiseplan auf. Der Ounasjoki führt ganzjährig ausreichend Wasser und kann von Ende Mai bis Anfang September gepaddelt werden.

 

Wasserweg: Fluss, See, Wildwasser. Schwierigkeit: mittelschwer. Von bis: Enontrkiö – Rovaniemi. Länge: 310 km. Gesamtgefälle: 90 m. Portagen: keine. Dauer: 14 bis 20 Tage. Landschaft: dünnbesiedelt, Wald.

Reisaelv

Der Reisaelv ist einer der wenigen nordskandinavischen Wildwanderflüsse, die nicht in die Ostsee münden, sondern nach Westen in den Atlantik und ausschließlich durch norwegisches Staatsgebiet fließen. Seinen Ursprung findet der Reisaelv auf einer baumlosen, subarktischen Hochfläche, der Finnmarksvidda und gräbt sich dann im weiteren Verlauf mit flotten Stromschnellen, kleinen Canyons und unfahrbaren Wasserfällen in eine einsame und großartige Schlucht hinein, die mit dem Reisa-Nationalpark auch unter Schutz gestellt ist. Immer wieder zwingen Portagen zu anstrengenden und teils stundenlangen Landgängen. Etwa zur Mitte der Tour stürzen sehenswerte Wasserfälle von Seitenflüssen in die tiefe Schlucht des Reisaelv. Danach ändert sich der Charakter. Die Schluchtwände treten zurück, die WW-Schwierigkeiten nehmen bis zum Ausstieg in Stroslett deutlich ab. Der Reisaelv führt vermutlich nur im Juni und Anfang Juli ausreichend Wasser.

 

Wasserweg: Fluss, Wildwasser. Schwierigkeit: schwer. Von bis: Raisajarvi – Storslett. Länge: 114 km. Fallhöhe: 447 m. Portagen: 4 (100 m bis 1,5 km). Dauer: 10 Tage. Landschaft: Gebirge, Wildnis.

 

Kaitumälven

Der Kaitumälven entspringt in absoluter Wildnis aus dem See Kaitumjaure, der nur per Wasserflugzeug oder sehr mühsam mit längeren und sehr anstrengenden Portagen zu erreichen ist (ingesamt ca. 1 Woche). Einfacher gestaltet sich eine Paddeltour ab der Ortschaft Kaitum. Ab hier ist der Kaitum ein wasserreicher Wildwanderfluss mit vielen aufregenden Stromschnellen und gemütlichen Wanderstrecken. Der untere Einstieg eignet sich auch gut für
eine Weiterfahrt auf dem Kalixälven.

 

Wasserweg: See, Fluss, Wildwasser. Schwierigkeit: mittelschwer, Oberlauf aus eigener Kraft sehr anstrengend. Von bis: Kaitumjaure – Lappeasuvanto. Länge: 150 km. Gesamtgefälle: 133 m. Portagen: 6 bis 7 (300 m bis 700 m). Dauer: 14 Tage. Landschaft: Gebirge, Wildnis, Wald.

Kalixälven

Auf den ersten 50 Kilometern zeigt sich der Kalixälven noch von seiner ruhigen Seite und strömt gemächlich durch Zahmwasserstrecken und Seen, unterbrochen nur von leichten Stromschnellen. Ab der Ortschaft Kaalaslupa ändert sich das Bild: bis zu seiner Mündung in den Bottnischen Meerbusen nahe des Städtchens Kalix, ist der Kalixälven reich an langen Stromschnellen jeglicher Schwierigkeitsgrade und vollkommen natürlich. Zusammen mit der großen Wasserführung um die 500 Kubik, ist der Kalixälven ein Paradies für Langstrecken-WW-Paddler. Aber selbst hartgesottene WW-Experten bekommen bei den gewaltigen Stromschnellen große Augen und sind nicht selten gezwungen, ihre schweren Kajaks tragen. Eine Straße begleitet den Fluss an vielen Strecken, so dass schwere Passagen auch mit dem PKW umfahren werden können. Erst auf den letzen hundert Kilometern beruhigt sich der Fluss ein wenig, obschon bis zur Mündung immer noch gefährliche Stromschnellen lauern.

 

Wasserweg: See, Fluss, Wildwasser. Schwierigkeitsgrad: leicht, mittelschwer, schwer. Von bis: Nikkaluokta – Kalix. Länge: 380 km. Gesamtgefälle: k. A. Portagen: 11 bis 13 (400 m bis 3,5 km). Dauer: 12 bis 16 Tage. Landschaft: Wald, Wildnis, dünnbesiedelt.

Voxnan

Geografisch zählt der Voxnan nicht mehr zu Nordschweden. Trotzdem darf er in dieser Aufzählung nicht fehlen. Mit einer Streckenlänge von 123 km zählt er eher zu den Kürzeren, dafür ist er aber mit seinen rund 60 Stromschnellen, die sämtliche Schwierigkeitsgrade (WW I-VI) abdecken, ein Eldorado für Wildwasserpaddler, und für Paddler, die zum ersten Mal eine Mehrtagestour ausprobieren möchten, sehr zu empfehlen. Mit dem Hylströmmen bietet der Voxnan einen der größten (unfahrbaren) Wasserfälle südlich der großen Gebirgsflüsse Schwedens. Den Voxnan paddelt man am besten zeitig von Mai bis Juni, ansonsten ist die Wasserführung zu gering.

 

Wasserweg: Fluss, Wildwasser. Schwierigkeitsgrad: schwer. Von bis: Siksjön – Edsbyn. Länge: 123 km. Gesamtgefälle: 192 m. Portagen: 4 bis 16 (100 m bis 2 km). Dauer: 5 bis 7 Tage. Landschaft: Wald, Wildnis.

Trysilelva/Klarälven

Die Trysilelva ist der Abfluss des Femundsees in Norwegen und heißt ab der schwedischen Grenze Klarälven. Trysilelva/Klarälven sind der schönste und längste Wildwanderfluss Mittelschwedens. Ab dem Femundsee ist die Trysilelva auf fast 100 km durchgehend interessantes WW, gerade schwer genug für eine sportliche Note, aber selten zu schwierig, um nicht mit beladenen Kajaks gemeistert werden zu können. Wegen dreier E-Werke mit Staustufen ist es empfehlenswert, die etwa 50 km lange Strecke von Nybergsund bis Höljes mit dem Auto zu umfahren. Ab der Grenze ist der Klarälven ein besonders bei Familien beliebter Wanderfluss und kann auch von unerfahrenen Kanuten ohne großes Risiko gepaddelt werden. Zunächst noch sehr leichtes WW auf etwa 30 km, folgt bis Edebäck entspann­tes Zahmwasser durch ein einsames, hügeliges Waldgebiet mit vielen schönen Sandstränden und Zeltplätzen.

 

Wasserweg: Fluss, Wildwasser, See, Zahmwasser. Schwierigkeitsgrad: zunächst schwer, im weiteren Verlauf leicht. Von bis: Sörvika – Edebäck. Länge: 300 km. Gesamtgefälle: k. A. Portagen: keine. Dauer: 14 bis 20 Tage. Landschaft: besiedelt, Wald.

Weitere Infos

Flusswandern in Skandinavien von A – Z

Die Flüsse Lapplands durchströmen in ungeordneter Reihen­folge große und kleine Seen, Zahmwasser, lange Fließstrecken sowie Wildwasser und donnern über unfahrbare Stromschnellen. Aufgrund des kurzweiligen Flussverlaufs, der langen Distanzen und der faszinierenden Landschaft sind sie ein Paradies für abenteuerlustige Wander- und Wildwasserpaddler.